corona:velden

Woher die vielen Menschen an der Uferpromenade kommen, lässt sich nur erahnen. Ausländische Gäste können es Mitte Mai nicht sein, noch sind alle Grenzen Corona bedingt dicht. Nach den Sternen gegriffen empfand ich, dass für viele Steirer und Wiener, für die Villacher und die Klagenfurter sowieso, ihr erstes Ziel nach Lockerung der Ausgangsbestimmungen ein Bummel in Velden ist. Die Fahrzeuge welche durch den Ort rollen reichten vom Hund auf einem Skateboard, dem Kinderwagen gesteuert durch eine Mama auf Rollerblades, dem alten Drahtesel bis zu den neuen Frühjahrsmodellen der E-Bikes. Es findet eine augenscheinliche Renaissance der Vespa statt, die ersten Motorräder, offene Sportwagen und protzige Geländewagen. Beim Café Politzky geht die Post ab. Die Menschen kommen aus dem Staunen nicht heraus, wie viele andere Menschen auch da sind. Wo haben sich die anderen während der Corona Ausgehverbotszeit versteckt gehalten? Jetzt ist man süchtig nach fremden Gesichtern und unbekannten Personen. Ich sah niemanden, welche sich im Gastgarten in eine Tageszeitung vertieft hätte, die meisten kamen aus dem Wundern, was sich hier vor ihren Augen abspielte, nicht heraus.

Wir schlürfen den ersten Cappuccino im Freien und lassen uns die Heiße Liebe auf der Zunge zergehen. Gefehlt haben nur die gegenseitigen Umarmungen und die vielen Bussis. Manche haben angemerkt, dass sie oft zwangsabgebusselt wurden und es für sie kein Nachteil ist, wenn dies auch in Zukunft so bleibt.  Sie wollen in der Nachcoronaära leer ausgehen.

covid-19/22

Ein Gedanke zu „corona:velden

  1. JESU WORTE in vier ‚uns‘ 🙂 mit der Bibliothek meines Sohnes aus Wien gebrachten „Neuen Testamenten“, „Mt 18,15-20″: wenn zwei gemeinsam um etwas bitten, erhalten sie es. Aber: vor dem“Allerheiligsten“ von „Fronleichnam“ – wer Jesus sieht, JESU WORTE, sieht den Vater – schiene nicht zu gelten, daß ich um das Ende von „Corona“ bitten kann. Ich kann ja nicht zugleich Maßnahmen befolgen und glauben, daß ich erhört werde. Auch: warum begibt sich der zurechtgewiesene Heide oder Zöllner – im Jahr „29“ n. Jesu Geb., als Jesus ungefähr dreißig Jahre alt ist – nicht zu Jesus?

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