corona:firma

Inzwischen hat sich in Kärnten einiges verändert, die Ausgangsregeln hat man aufgehoben, es gibt Erleichterungen beim Umgang mit anderen Menschen. Die Möglichkeit sich zu infizieren steht immer noch im Raum. Zurzeit werden die Infizierten weniger und es gibt nur wenige Neuinfektionen. Auch wenn der Besuch eines Café oder Restaurant wieder erlaubt ist, Bibliotheken und Schulen geöffnet wurden, die Normalität ist es nicht. Eine neue Normalität kann ich mir nicht vorstellen, ist eine Wand grün, dann ist ein neues Grün eine fragwürdige Aussage. In den vergangenen Wochen hat man sich viel per Telefon oder über das Internet unterhalten, Kurse über Video- Konferenzen besucht. In diesem Zustand einen Meilenstein in der Kommunikation gesehen. In Krisenzeiten braucht der Mensch die Gemeinschaft, sehnt sich nach persönlichem Kontakt mit anderen Menschen. Wer sucht nicht nach einem Unterschlupf beim Nächsten, wenn einem das Leben Prügel vor die Füße legt? Bei der Vorstellung ich hätte diese Wochen als Single durchtauchen müssen, hätte dies bestimmt der Psyche zugesetzt. Etwas zu spüren bekommt die Psyche in der Krise soundso. Auch bei der Frage, welche Richtung wird die Pandemie nehmen und wie sicher sind wir vor einer neuen Infektionswelle?

Entspannt war ich, als meine vierzigjährige Firmenchronik, Papier- und Buchhandlung Supersberger in Arnoldstein, nach einer Bearbeitungszeit von etwa einem halben Jahr einen Platz im Kärntner Landesarchiv gefunden hat. Vier Ordner zur Firmengeschichte sind angereichert mit vielen originalen Schriftstücken, Flugzetteln, Dokumenten, Aus- und Einnahmerechnungen und Unterlagen zum Ortsmarketing. Dazu gesellten sich meine Arnoldsteiner Porträts und – Gespräche, sowie Leserbriefe zur Ortsentwicklung. Auf meine Anfrage an das Kärtner-Landesarchiv zwecks Übernahme meiner Firmengeschichte erhielt ich innerhalb von einem Tag eine Antwort. Mit dem Hinweis, dass im Archiv sehr wenig Material zur lokalen Gewerbegeschichte vorhanden ist, freuen sie sich meine Ordner zu übernehmen. Die Übergabe der Firmengeschichte liegt jetzt sechs Wochen zurück.

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