corona:segen

Den Senioren wurde in den ersten Wochen der Coronakrise vom persönlichen Einkaufen abgeraten, es wurde empfohlen das Service der Gemeinde oder Nachbarschaftshilfe in Anspruch zu nehmen. Damit wurde ein Vergnügen des Alters gestrichen, soweit als möglich die nötigen Lebensmittel im Supermarkt selbst zu besorgen. Heikel wurde es, wenn es bei der Nachbarschaftshilfe darum gegangen ist, für die Wohnungskatze oder das Meerschweinchen Futter zu besorgen. Die Auswahl der Tiernahrung hat beim Einkaufen die höhere Priorität als die der Nahrungsmittel. Eingestellt wurde auch das Gedächtnistraining für Senioren, der fixe Termin bei der Fußpflege abgesagt. Für Rentner sind dies Termine mit Bedeutung, welche von der arbeitenden Bevölkerung im Vorübergehen erledigt werden. Für Senioren sind es Stützen ihres sozialen Umfeldes und tragen zu ihren menschlichen Kontakten bei. Zuhause Fernsehen und Zeitunglesen geht immer, neuerdings die teilweise von den Senioren geschmähte Technik am Smartphone. In den ersten Tagen der Krise wurde schnell die WhatsApp installiert, um so den Kontakt zu den Kindern und Enkelkinder fortzuführen. Ich konnte mitverfolgen, wie viel Zugespieltes weitergeleitet wurde, der persönliche Alltag war bei den Posts nicht so präsent. Die Comics zu den Hamsterkäufen beim Klopapier haben inzwischen Kultstatus. Zumeist endeten die Telefongespräche mit dem Wunsch, dass man sich bald beim Gymnastikklub, beim Spielenachmittag sehen möchte. In der Anfangszeit der Pandemie dachte man an einen Zeitraum von einem Monat oder kürzer.

Es ist wahrscheinlich, dass abseits des allgemeinen Stimmungsbildes für manche die stille Zeit des Corona Lockdown ein Segen war. In diesem Jahr können die Monate März und April als die stille Zeit genannt werden, bestimmt nicht die kommende Stille Zeit, die Advent- und Weihnachtszeit. Diese wird sich von der Hektik der vergangenen Jahre nicht unterscheiden, wie es viele erwarten. Als die Stille Zeit wird man die acht Wochen des österreichischen Lockdowns bezeichnen. Es war so ruhig auf den Straßen und in der Luft. Ich hatte das Gefühl, es waren dieses Frühjahr dreimal so viele Singvögel in den umliegenden Gärten als an anderen Jahren. Umso vieles lauter und intensiver haben die Vögel gesungen. Etwas von der verordneten stillen Zeit des Frühjahrs, wünsche ich mir für die kommende Adventszeit.

covid – 19/30

Ein Gedanke zu „corona:segen

  1. JESU WORTE: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir.“ In den vier mit der Bibliothek meines Sohnes aus Wien gekommenen „Neuen Testamenten“. „Posch-TV“ vor ‚unserer‘ 🙂 Mitternachtsrunde. Aber wurden nicht diese WORTE JESU gleichbedeutend nach „955“ n. Jesu Geb. durch eine Frau mit: „Wir sagen euch an den lieben Advent“? Weshalb durfte M a t i l d a nie „heliggesprochen“ werden, obwohl sie Jesu Gebet am Ölberg um die Einheit der zwölf Apostel, der Kirche, wohl mit höherer Kraft, vergleichbar mit dem Hochstützen der Arme des Moses, in Magdeburg und Italien mitbetet als der Engel?

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