corona:lockdown

Aus dem Tagebuch…

Für einen Monat lang war am 2. November die letzte Möglichkeit im Parkcafe einen Cappuccino zu trinken und in den Tageszeitungen zu schnuppern. Am nächsten Tag gab es den zweiten Lockdown leicht um die zweite Corona Welle, mit täglich steigenden Corona Infektionen, abzufedern. Alle Restaurants, Gasthäuser, Pizzeria und Kaffeehäuser mussten schließen. Noch weitere Bereiche sind von den Schließungen betroffen. Es ist eine Maßnahme um die Krankenhäuser, vor allen die Intensivstationen, nicht mit Covid-19 Patienten zu überfordern. Überlastet fühle ich mich von den immer neuen Vorschriften und denke mir dabei, wo wird dies enden?  Was kommt Anfang Dezember, nach vier Wochen Lockdown? Ein Weihnachtsgeschenk von der Regierung, dass die Einschränkungen des Alltages für die Weihnachtsfeiertage aufgehoben werden? Wie können wir uns den Alltag im Dezember vorstellen?  Diesen Monat machen die Krampusumzüge, die Adventmärkte und das Adventsingen zu etwas Besonderem. Die Gaumenfreuden der kleinen Leute, eine Schale Glühwein oder Glühmost, dazu eine Tüte Maroni, zum Tee ein Stück Kletzenbrot.

Das Park Café ist bis in den hinteren Raum gut besucht, draußen schiebt sich die Sonne durch den Hochnebel und schon sitzen einige Besucher auf der Terrasse, nicht nur Raucher. Was für ein schöner Allerseelentag und ab morgen sollen alle Gast-, Rast- und Caféhäuser wieder abgewürgt werden. Der kleine Plausch, das spontane Treffen, ein Teil des zwischenmenschlichen Lebens.  Für mich ist nicht nachvollziehbar warum gerade hier die große Ansteckungsgefahr bestehen soll und nicht im überfüllten Möbel- oder Bauhaus. Die Caffeehausbesucher sind zu zweit oder zu viert, geben sich fröhlich und gesprächig. Kleine Runden, Familienangehörige und Verwandte, laut Pressemeldungen soll die Ansteckungsgefahr gerade im Verwandtenkreis groß sein. Auf der Saaltür hängt die Ankündigung zum Kärntner Dinner Krimi mit dem Versprechen: „Wir sind wieder da“. Ab heute gilt, wir sind wieder weg“. Für ein halbwegs schönes Weihnachten müssen wir bittere Pillen schlucken. Sind wir brav, gibt es von der Regierung für jeden Weihnachtskeks, Vanillekipferln und Zimtsterne.

Lockdown hart ab 17. November… 

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