corona:sturm

Gerade in dramatischen Zeiten wie wir es jetzt durch die Corona Pandemie erleben, plant man von einer Woche zur nächsten. Spannend, wie weit man den Mut hat sich Termine für das nächste Jahr vorzunehmen. Mein Wahlspruch nach dem Lockdown im Frühjahr war Vorhaben, Besuche, Besichtigungen und Erholungen nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern kurzfristig umzusetzen. So verbrachte ich ein Wochenende im von Touristen entvölkerten Venedig, besuchte ein Literaturseminar, ein Konzert in Salzburg und verbrachte im Spätherbst gemeinsam mit der Lebensgefährtin eine Woche am Meer, kurz bevor Slowenien zur roten Zone erklärt wurde und über Österreich der zweite Lockdown verhängt wurde.

Was werden wir in der ersten Jahreshälfte 2021 bezüglich der Gesundheit, der Wirtschaft und der persönlichen Freiheit erleben. Die Zeichen in der Pandemie stehen derzeit auf Sturm, wieviel Sturm vertrage ich? Mir geht es ähnlich einem Baum, der sich gerne von einem leichten Wind hin und her wiegen lässt, eine Massage für die Blätter liebt. Wird der Wind kräftiger, kommen auch die Äste in Bewegung, so wird dies vergleichbar mit einer Gymnastik für meine Gelenke, verknorpelt und zu steif drohen sie zu brechen oder zu schmerzen. Kritischer wird es bei einem Sturm, dann ist der ganze Baum gefordert. Nicht der Stamm der steif und unbeweglich ist wird den Sturm unversehrt überstehen, sondern welcher sich geschmeidig mitbewegt, durchlässig ist.  So ähnlich dürfte es auch im Sturm der Pandemie sein, nicht derjenige welcher sich steif gegen sie wehrt, sich in der Wohnung verbarrikadiert wird die Pandemie überstehen, sondern wer durchlässig ist. Dies will heißen, lassen wir den Großteil der Meldungen zur Pandemie an uns vorbeiströmen. Wir müssen uns durch den Dauerbeschuss an Meldungen seitens der Medien stromlinienförmig durchmanövrieren. Was bei einem Orkan in einem Waldgebiet passiert, ob standhaft oder entwurzelt, der Ausgang ist unterschiedlicher Natur, hängt von gewissen Voraussetzungen und glücklichen Umständen ab. Die Vorhersagen bei einem Coronaviren Orkan sind ähnlich zu werten.

Orkanstärke

5 Gedanken zu „corona:sturm

  1. Frohes Fest! In der „Oktav“ von Weihnachten; Fasten würde jetzt eine „Orthodoxe Gemeinde“ nicht. Für D ü r e n : auch eine „Anna-Oktav“, der Name meiner Mutter, von „Karmelitinnen“? Ein Sturm knickte die große Fichte ‚unserer‘ 🙂 von meinem Sohn renovierten denkmalgeschützten Andachtsstätte „Körblergasse 80a“, Graz-Geidorf, ab, wo eine piezoelektrische Klingel aus China in Betrieb genommen worden wäre. Die „Aigis“ – Sturmschild. „Ägidius“, „720“ n. G. [sic]: „Nothelfer“ für Kärnten und Steiermark?

  2. Franz,
    ich lebe ein eher häusliches Leben. Meine Frau möchte gerne etwas unternehmen und sobald die Museen wieder öffnen, sind wir reisebereit.
    Ich liebe im Moment, mich meinen Musen zu widmen.

    Im nächsten Jahr: Da weiß man nicht, was kommt. Ich würde auf Ende Sommer tippen als Zeitpunkt der Rückkehr zu einer Art Normalität.
    Doch ist auch das nicht gewiss.
    Schönen Rutsch!

  3. JESU WORTE: über Spatzen. „Die Geige Gottes“, Miniatur meines Sohnes in „LYRIK UND PROSA UNSERER ZEIT – NEUE FOLGE – BAND 7“, S. 238-244. Aber: ‚unser‘ 🙂 Nothelfer „Blasius“, Dubrovnik, wo mein Sohn Thomas mit seiner Frau Gast war, Turin, „1552“ n. G. [sic]? JESU WORTE: in der Krippe. ES, „Siegfried Posch“

  4. Hallo Gerhard!
    Wenn ich jetzt auf die Monate der Corona Krise zurückblicke, dann muss ich eingestehen, dass ich Zuviel im eigenen Kosmos gelebt habe. Selbst die virtuellen Besuche bei anderen Bloggern waren eingeschränkt.
    Für kurze Zeit waren die Museen in Österreich geöffnet, aber wirklich nur Kurz kurz.
    Im nächsten Jahr könnte es Ende Sommer sein, dass etwas Normalität einkehrt. Aber selbst Kurz weis es nicht, versprochen wurde es schon einige Male.

    Gesundheit und einen guten Rutsch, wünscht Dir Franz.

  5. Man weiß tatsächlich nicht, was kommt.

    Ich traf eine Schulfreundin heute, die mir sagte, daß sie im Frühjahr sehr zurückgezogen lebte (so wie ich) und dass sie das seelisch krank machte. Nun pflegt sie nach meinen Worten „die Mitte“, also einige wenige Kontakte.
    Obwohl sie Pflegepersonal aus direktem Umfeld kennt, das an Covid erkrankt ist, will sie so fortfahren. Und das kleine Risiko dabei in Kauf nehmen.
    Ich fand das eigentlich gut.
    Denn was wissen wir??? Ob Ende Sommer 2021 wirklich alles rum ist??

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