kastav:kvarner

Kastav liegt auf etwa dreihundert Meter über dem Meeresspiegel und empfängt uns vor dem Stadttor mit einem lokalen Wochenmarkt und bietet einen Rundumblick auf die Kvarner Bucht. Die Zufahrt ist schmal, wird als Einbahnstraße geführt und hat für einen Erstbesucher nach jeder Kurve eine Überraschung bereit. Die Fahrt endet vor dem Stadttor mit der Suche nach einem Parkplatz. Ein historisches Städtchen mit einer Festungsmauer, eine Zeitlang stand die Bevölkerung unter der Herrschaft der Jesuiten. Verstört haben mich die Mauerreste einer monumentalen Kirche. Für ein, heute würde man sagen Bergdorf, ein Sakralbau mit überdimensionierten dicken Mauern, um Berge zu groß. Glaubt man der Information auf einer Tafel, dann ist nicht bekannt, ob die Kirche je ganz fertiggestellt wurde, bevor die Jesuiten die Herrschaft über Kastav abgeben mussten.

Die Ausstrahlung der Bergdörfer ist eine andere als die der mondänen Badeorte an der Küste. Aus dem felsigen Gelände wurde jeder Quadratmeter für die Steinhäuser gesprengt und in den Steinmauern finden sich die Felsbrocken wieder. In der Pfarrkirche von Kastav singt eine Pilgergruppe aus vollem Herzen und wohl auch aus tiefster Überzeugung Kirchenlieder. Zuletzt das Halleluja. Gegenüber vom Marktgelände sitzen wir im Gastgarten von einem Café, in der Mauer des Gebäudes ist ein Bankomat der Ersten Sparkasse eingelassen. Der Touchscreen des Bankomaten dient den halbwüchsigen Kindern des Ortes als behelfsmäßiges Tablett zum Spielen.   

Wie wird sich die heutige Zivilisation bei Ausgrabungen in zweitausend Jahren darstellen? Vorstellbar wäre, dass zufällig eine aufgelassene Mülldeponie betroffen wäre. Denken wir an die Ausgrabungsstätten aus der Antike, würde man unsere unverrottbaren Gegenstände für Grabbeigaben halten und über die Art der Verwendung rätseln? Wird man diese Fundstücke hochrechnen um unsere Kultur und Lebensweise zu verstehen Was würde bei einem angedrohtem Atomschlag von unserer Zivilisation übrigbleiben? Schöner, in ferner Zukunft könnten Außerirdische unserem Planeten Erde einen Besuch abstatten, wie werden sie mit uns umgehen? Wären wir für sie eine eigene Gattung von Tieren, gerade so wie Kühe, Giraffen und Bären. Aus dem Tageheft…

Ein Gedanke zu „kastav:kvarner

  1. JESU WORTE „Lk 18,8“, spanisch, Übersetzung ‚unserer‘ 🙂 Regale: „Pero el hijo del hombre, cuando venga, ?encontrará fe en la tierra?“ – „aber wird“, Übersetzung von mir, „dem Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde Glaube erwachsen?“ Also: JESU WORTE beziehen sich nicht darauf, daß in der Welt am Ende der Glaube erloschen ist, sondern daß wir Jesus glaubend – WAS, zuerst, glaubend? – entgegengehen sollen. Bezieht sich die Stelle auf das Jahr „1000“ n. Christi Geburt, seit welchem die FRAGE sich neu stellt, ob der Ansturm aus dem Süden auf Europa Spanien als Brückenkopf benutzen würde? Oder einen Osten?

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