Endloses Warten…

… auf den Abholdienst.

In der Nähe vom Holzschlag angekommen vereinbarten wir mit ihm eine Uhrzeit, wann wir abends abgeholt werden sollten. Nachdem die Autogeräusche verklungen waren, waren wir mit den Bäumen und unserer Arbeit allein. Stundenweit entfernt von jeder menschlichen Siedlung, von jedem Gehöft. In diesen Jahren genügte ein Blick zur Sonne um zu wissen, wann es Zeit für die Mittagspause war und wann sich die Abholzeit näherte. Nach der Mittagspause wurden die ersten Baumstämme gedreht um die Rinde an den restlichen Stellen zu entfernen. Beim Wenden kam es zu einem Missgeschick, ein Baumstamm kam in das Rutschen und der Fuß vom Vater wurde zwischen zwei Baumstämmen eingeklemmt. Er versuchte den eingeklemmten Fuß freizubekommen, die dicken Baumstämme gaben keinen Millimeter nach. Jeder Versuch vergrößerte seine Schmerzen. Der Vater fühlte seinen Knöchel im Schuh gebrochen und wir waren wegen seiner Klagen betroffen. Zu Fuß von irgendwo Hilfe zu holen war aussichtslos und bis zum vereinbarten Abholtermin dauerte es noch Stunden. Der Bruder und ich versuchten mit dem Zapin den hinteren Baumstamm, vier Meter lang, mit einem Durchmesser von etwa fünfzig Zentimeter, wenigsten einen Zentimeter nach hinten zu bewegen.  Der Vater hätte diesen Moment nutzen können, um den Fuß zu befreien. Jeder Versuch hatte zur Folge, dass danach die Schmerzen größer wurden. Nach scheinbar unzähligen Versuchen gelang es uns den Fuß vom Vater zu befreien. Danach folgte das endlose Warten auf unseren Abholdienst. Zu Hause weigerte sich der Vater den Schuh auszuziehen da er befürchtete, dass er am nächsten Tag den Schuh am angeschwollenen Fuß nicht mehr anziehen kann.      

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