…da Gehirn des Menschen siegt.
Bei jedem ausführlicheren Gespräch, egal um welches Sach- oder Themenfeld es sich handelt, landen wir schlussendlich bei der neuen Zauberformel KI. Mir erscheint es fast so, als ist es diesen Algorithmen gelungen, Erde in Gold zu verwandeln. Es gab die Zeit der Alchimisten, die versuchten durch spekulative Mischungen von Metallen und Chemikalien, durch chemische Prozesse, Gold herzustellen. In der Pfanne sollte schlussendlich Gold liegen. Gelungen ist es niemanden, aber so nebenbei hat es doch einige Erfolge in der Chemie oder Physik gebracht. Der Umstand, dass es nicht gelungen ist im Labor Gold zu erzeugen trägt dazu bei, dass heute Gold als Währungsreserve und Geldanlage fest verankert ist. Ob der KI-Hype damit enden wird, dass wir uns schlussendlich damit abfinden müssen, dass das menschliche Gehirn nicht durch KI ersetzt werden kann? Zurzeit bringt die Anwendung von KI in manchen Berufen Einsparungen beim Personal. Nichts befeuert die menschliche Fantasie so, als wenn die Möglichkeit besteht Gewinne zu erwirtschaften und Kosten zu sparen.
Ein Beispiel für den vermehrten Einsatz der KI ist die Auswertung von Röntgenbildern. Zumeist sind es die Laien, welche davon schwärmen, dass ein KI gesteuertes Programm in kürzester Zeit ein viel genauere Diagnose stellen könne, als ein Facharzt. Die Frage, wer die Verantwortung für den Befund übernimmt und mit der Unterschrift dafür haftet, bleibt offen. Eine Gewissensfrage, wer ist damit einverstanden, allein auf Basis eines Befundes durch die KI sich einer Operation zu unterziehen? Auch in diesem Bereich ist einem das Hemd näher als der Rock. Wird darüber abgestimmt, bei der Verschreibung von Medikamenten zu sparen, wären viele dafür. Wird es konkret und einem wird das eine und andere Medikament nicht mehr bezahlt, dann ist es mit der Einwilligung zum Sparen vorbei.