Benützung…

…auf eigene Gefahr.

Wir begnügen uns oftmals mit Schlagwörtern oder Worte werden zu geflügelten Sätzen und Redewendungen zu ganzen Lebensweisheiten. Will heißen, ich habe eine Sache auf den Punkt gebracht. Zerpflückt man einen Spruch, klopft ihn auf die Alltagstauglichkeit ab, so zeigen sich oft Lücken oder Engpässe tun sich auf. Wo man den Weg hindurch nicht schafft. Es wird darauf vertraut, dass der Weg in Stand gehalten wird und plötzlich reißt er ab. Wer die Herausforderung liebt, der kann auch solche Wege benützen, wo zu Beginn ein Schild vor der Benützung warnt: Der Steig durch die Schlucht wird nicht betreut, die Benützung erfolgt auf eigene Gefahr. Heute minimiert sich fast jede Gefahr, weil man für den Notfall das Smartphone bei sich führt. Ich glaube, dass bei einer Tageswanderung die meisten ein Smartphone dabeihaben. Den Tag über sind nicht mehr als eine Handvoll Wanderer welche kein Handy dabeihaben. Fördert dies heute Risikobereitschaft? Manche Tragödien, welche sich in den letzten Monaten in den Bergen abspielten, lassen diesen Schluss zu. Nach dem Motto, komme ich in Bergnot, dann kann ich einen Notruf absetzen. Danach wird mich die Bergrettung oder die Flugrettung schon aus der Gefahrenzone bringen. Dies trifft auch auf das Wandergebiet im inneren Montafon zu. An eine Wanderung um die Osterzeit im inneren Montafon, zu Beginn des neuen Jahrtausends, erinnere ich mich.

Zu dieser Jahreszeit haben die Wanderwege gewisse Gefahren in sich getragen, da das Gestein in einer Schlucht noch nass und glitschig ist. Der kürzeste Abstieg in das Dorf Gaschurn führte den Gebirgsbach entlang, welcher in einer Schlucht dahinfloss. Der Pfad über Gestein war rutschig und steil.

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