Beweise…

…Mariä Himmelfahrt

Mit Kunstinstallationen in den Gotteshäusern versucht die katholische Kirche das österliche Geschehen um Tod und Auferstehung den Menschen näherzubringen.  In der Stadtpfarrkirche Villach setzt Markus Orsini- Rosenberg mit seiner Installation einen spirituellen Denkanstoß. Beim Betreten des Kirchenschiffes habe ich als Erstes die Flusssteine am Boden wahrgenommen. Vorsicht Steine, über diese könnte ich stolpern mit schlimmen Folgen. Andererseits, hier hat mir jemand Steine in den Weg gelegt um mich aus dem gewohnten Alltag herauszureißen. Normalerweise ist an einem Sonntag in der Kirche alles „beim Alten“. Mein nächster Blick sucht den Altar, dieser ist verhüllt mit einem weißen Leinen, der vergoldete Engel davor ist tröstlich. Unter den aus Sperrholz ausgeschnittenen Formen habe ich ein Kleeblatt entdeckt, ein Glücksklee! An Gott glauben zu können ist ein Geschenk, so wie es der Fund eines vierblättrigen Kleeblattes auf der Wiese ist.

Teil der Installation sind großformatige Tafelbilder, sie weisen auf den Wandel in der Natur hin, vom Erblühen und vom Vergehen der Vegetation. Dies ist nahe bei der Osterbotschaft vom Tod, von der Auferstehung und das Weiterleben im Jenseits. Um dieses Thema ging es in einer vorösterlichen Gesprächsrunde während einer Langlaufwoche im Bildungshaus Osttirol. Damals gab es im Lienzerbecken eine durchgehende Schneedecke, man konnte von Silian bis Oberdrauburg langlaufen. Heute glaubt mir dies niemand mehr, außer ich zeige ihm zum Beweis ein Foto. Die Berichte von der Auferstehung und von einem Weiterleben im Jenseits werfen immer auch die Frage auf, gibt es dafür Beweise?

Ein Theologe der Cusanus Akademie leitete die Gesprächsrunde. Für sich glaubte er an die Auferstehung nach dem Tod, an ein Weiterleben im Jenseits und dass er dort Gott begegnen wird. Er würde sich aber nicht wundern, wenn Gott nicht da wäre.

Heute feiert die katholische Kirche die Himmelfahrt Mariens.

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