Der Vater…

…verschwitzt und abgekämpft.

Es gibt Zutaten, welche im Kopf einen Schub in die Vergangenheit auslösen. Dies kann ein Bild, ein Gegenstand, ein Geräusch, ein Duft oder die Begegnung mit einer Person sein, welche man schon lange nicht mehr gesehen hat. Beim Spaziergang, im Villacher Stadtpark hinter der Evangelischen Kirche, ging ich an den Mitarbeitern vom Gartenbauamt vorbei. Diese sind gerade mit dem Servicewagen vorgefahren und haben verschiedene Gartengeräte ausgeladen. Mechanische Handmähmaschinen, Holzrechen, Krampen und auf der Wiese stand ein fahrbarer Rasenmäher. Eine braungebrannte Arbeiterin war dabei den Benzintank des Rasenmähers zu befüllen. Ich roch den Duft von Benzin und sah, wie sie aus einem Kanister mit Hilfe eines Trichters das Benzin in den Tank füllte. Zu dem Benzingeruch kam das Glucksen und Schlappern des Benzins wie es in den Trichter floss. Augenblicklich erinnerte ich mich an ähnliche Situationen bei der Heumahd, den Geruch des Benzins, weiters das Schlappern und Glucksen. Ähnlich war es im Sommer vor sechzig Jahren, vormittags auf dem Feld, auf der Sonnseite von Politzner Berg beim Benzinnachfüllen in den Reform Motormäher.

Fing beim Mähen der Motormäher zu stottern an, schaltete der Vater beim Benzintank auf Reserve. Für uns Kinder war es das Zeichen dafür, den Blechkanister mit dem Schnappverschluss, welcher unter einem Baum am Feldrand lag, zu holen. Der Vater öffnete den Tankdeckel vom Reform Motormäher und mit Hilfe eines Trichters füllte er den Benzin nach. Es war derselbe Benzingeruch und dasselbe Glucksen und Schlappern wie hier im Stadtpark. Wie vor sechzig Jahren, wenn das Benzin aus dem Kanister in den Trichter rannte. Die Begegnung im Stadtpark erlebte ich so, als würde ich neben dem Vater stehen und ihm beim Benzinnachfüllen und Mähen helfen. Der Vater, verschwitzt und abgekämpft, stellte danach den Kanister zur Seite und setzte das Mähen fort. Ich ergriff wieder den Holzrechen und zog damit, wenn das frische Gras über dem Mähbalken zu üppig wurde, davon etwas zur Seite. Die Maulwurfshügel oder struppiges Gras führten zwischendurch zu einem Schopper beim Mähwerk. Bei laufendem Motor musste ich den Schopper aus den Zähnen vom Mähwerk entfernen.

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