OPFER . LICHT

In der Öffentlichkeit ist kaum bekannt, dass es in den Unternehmen eine Fülle von Verordnungen für die Unfallverhütung gibt.  Erzeugerbetriebe müssen ein vielfaches von Verordnungen berücksichtigen, als etwa Handelsbetriebe. Wer glaubt, dass alle Vorschriften erfüllt sind, wird beim Besuch eines Sicherheitsbeauftragten etwas anderes erleben. Für die Abfassung eines Protokoll genügt es, dass ein Aufkleber für den Medikamentenkoffer erneuert werden muss. Daher ist es keine Überraschung, dass in der St. Georgs Kirche am Faakersee am Altar ein Hinweisschild für den Feuerlöscher angebracht ist. Hängt dies damit zusammen, dass in der Kirche immer sehr viele Opferlichter von den Besuchern angezündet werden?
 
Welche der Kerzen wegen einer Bitte an Gott angezündet wurde oder als Dank an Gott angezündet wurde, kann man nicht unterscheiden. Das Verhältnis dürfte bei den Gotteskindern ähnlich sein wie bei den Menschenkindern in der Familie. Zweidrittel der Äußerungen der Kinder sind Forderungen an die Eltern und ein Drittel sind Worte des Dankes.
 
Von Gottes- und Menschenkindern. 
 

Kommentar(e)     

weichensteller / Website (26.9.07 20:49)
Ich fände einen Pfeil zum Feuer in der Kirche wichtiger als den zum Löschen!
Warum nicht am Altar
(was ist der Altar sonst….)
Gerhard (27.9.07 09:23)
Das Opferlicht sagt deutlich „Ich will etwas!“ Derjenige, der deutlich zum Ausdruck bringt, daß er etwas will, bekommt es eher als einer, der das nicht zum Ausdruck bringt.
So haben wir es gelernt.
weichensteller / Website (27.9.07 14:56)
Das Opferlicht zeigt eine PRÄSENZ an! 1. Desjenigen, der es für ein Anliegen anzündet, aber, wenn er weg ist, für das Anliegen selbst.
Und dann 2. desjenigen, an den sich das Anliegen richtet, der es hört und erhört.
Also eine doppelte Präsenz.
Und das flackernde Licht steht gerade für die Verbindung der beiden, für ihren Austausch.

Das sind stumme Verweiszeichen, die sich seit Jahrhunderten herausgebildet haben und nach wie vor stillschweigend verstanden werden.

schlagloch
Hallo Weichensteller!
Der Stelle „Der es hört und erhört“, werden viele nicht zustimmen. Dazu gibt es viele Textstellen, angefangen in der Bibel, in Gedichten, in Briefen aus der Verfolgung, in Tagebuchaufzeichnungen bis zu Blogeinträgen.

Das flackernde Licht ist eine brüchige Verbindung, dass jederzeit abbrechen und verlöschen kann.
Gruss schlagloch.

Gerhard (27.9.07 22:24)
Meine Oma ging zweimal am Tag in die Kirche – sehr früh, schon so um 6 und abends – ob es stürmte oder schneite, es war egal.

Wahrscheinlich bat sie um die Kraft weitermachen zu können.

Es wurde ihr gewährt.


weichensteller / Website (27.9.07 22:40)
Das Flackern des Lichts ist kein Monitor oder Oszillograph, der die Verbindung DOKUMENTIERT, sondern nur ein ZEICHEN.
Die Flamme zeigt: hier ist Präsenz, nämlich Präsenz einer Beziehung. Beziehung ist natürlich etwas, das sich immerfort neu ereignet, immer anders, wie das Flackern. Beziehung ist keine Leuchtdiode: von hier bis dort, so lange, dieser Effekt. Bei menschlichen Beziehungen ist das schon so, erst recht in der Gottesbeziehung.

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