HEIMAT:recht

Oft fragt man sich wo ist meine Heimat, wo bin ich daheim, besonders dann, wenn man mehrmals umgezogen ist. Kann es eine zweite oder dritte Heimat geben, außer der Heimat der Kindheit. Von dieser Frage besonders betroffen sind Menschen, die aus verschiedenen Gründen in andere Staaten oder Erdteile gezogen sind. Es genügt schon, dass man in ein anderes Tal oder in ein anderes Bundesland gezogen ist, um sich diese Frage zu stellen. Ist man vom Geburtsort nicht weit entfernt, dann gibt es die Möglichkeit, dass man am Wochenende nach Hause fährt und bleibt sozusagen immer noch zuhause. Manche behalten auch nach der Berufsausbildung oder nach dem Studium, wenn es die Verhältnisse in der elterlichen Wohnung erlauben, ihr eigenes Jugendzimmer. Hat man eine eigene Familie werden die Besuche weniger und werden zur saisonalen Verpflichtung. 

Sterben die Eltern, dann brechen auch die Besuche ab, man verliert sein Heimatrecht. Es kann vorkommen, dass einem von den Geschwistern das Heimatrecht abgesprochen wird. Das Heimatrecht gilt nur solange die Eltern leben.

Der Fremde

4 Gedanken zu „HEIMAT:recht

  1. Lieber Schlagloch,
    obwohl meine Eltern beide noch leben ( Gott sei Dank ! ) und ich die Gewissheit habe, dass ich jederzeit zu ihnen zurückkehren könnte, fühle ich mich dort nicht mehr zuhause. Vielleicht liegt es daran, dass meine Eltern nicht mehr in der Wohnung leben, in der ich groß geworden bin. Vielleicht hat es aber auch andere Gründe….
    Mein Zuhause ist schon seit vielen Jahren meine eigene Wohnung.

    Liebe Grüße

    Mo

  2. Hallo Mo!

    Es ist wahrscheinlich so, dass im bäuerlichen Leben das Bauernhaus, der Stall und die Felder eine stärkere Heimatbindung erzeugen, als eine Wohnung.

    Gruss schlagloch.

  3. Lieber Schlagloch,

    in gewisser Weise mag ich mich Deiner Meinung anschließen, wenn ich Heimat mit der Verwurzelung mit der Kultur und der Natur eines Ortes definiere. Wobei ich mich als Städter durchaus in meiner Region beheimatet fühle.

    Herbert Grönemeyer sang einmal, dass Heimat kein Ort-, sondern ein Gefühl ist. Das kommt auch meinem Empfinden näher, denn ich wünsche mir, dass z.B. auch die Straßenkinder der Welt irgendwo ein Stück Heimat haben, wie immer es auch aussehen mag.

    Hab einen schönen Tag
    Mo

  4. Hallo Mo!

    Zusätzlich zu dieser Tradition von Heimatverbundenheit sage auch ich,
    dort wo ich verstanden und geliebt werde ist meine Heimat. Die neue Heimat „Web2“.

    Gruss schlagloch.

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