FEUER:probe

Wer mit dem Feuer spielt, wird im Feuer umkommen, heißt es in einem Sprichwort. Die Benützung von Zündhölzer oder Kerzen war für uns Kinder am Bauernhof strengsten verboten. Die Erwachsenen durften mit einer Kerze in den Viehstall gehen, aber nie in den Heustadel. Jahreweise hatten wir im Kuhstall und im Schweinestall kein elektrisches Licht. Viel Spaß hatten wir Kinder im Herbst bei der Kartoffelernte, beim Verbrennen des Kartoffelkrautes. Wir haben die frischen Kartoffeln im Feuer gebraten. Meistens waren sie außen verkohlt und unsere Hände und unser Gesicht waren nach dem Essen total verrußt. Regnete es im Herbst beim Küheweiden zündeten wir, um uns aufzuwärmen, ein Feuer an.

 

Durch das Feuer gehen bedeutet durch die Schwierigkeiten des Lebens hindurchgehen. Vom Feuer geläutert werden, soll Klarheit bringen. Das innere Feuer verbrennt heißt, seine Kräfte zu verbrauchen.

 

Ein Feueropfer.

 

10 Gedanken zu „FEUER:probe

  1. Hallo Schlagloch!

    Durchs Feuer gehen müssen soll angeblich aufs Wesentliche des Lebens aufmerksam machen. Doch ob jahrelange Unbill wirklich so hilfreich ist oder einfach nur Jahre wegbrennt, scheint mir nicht so ganz sicher.

    Kann man nicht lernen, ohne Opfer zu bringen?

    Gruß
    Gerhard

  2. Man kann auch die Gesellschaft mit einem Feuer vergleichen. Der Kluge wärmt sich in gehöriger Entfernung – greift aber nicht hinein wie der Tor, der dann, nachdem er sich verbrannt hat, in die Kälte der Einsamkeit flieht und jammert, dass das Feuer brennt … meinte Schopenhauer (so oder ähnlich).
    Es ist wie du gut beschreibst – für den einen ist Feuer ein Segen, den anderen macht es zum Opfer. Dazwischen gibt es in diesem Sinne nicht viel Platz.

    LG Isabella.

  3. Hallo Isabella!

    Es gibt einen Spruch in der Bibel: „Wer mit dem Feuer spielt, wird im Feuer umkommen.“ Manche Menschen lieben und liebten das Spiel mit dem Feuer.

    Gruss schlagloch.

  4. Hallo Schlagloch!
    -Wow,…es gefällt mir, was Du da schreibst….
    Das Feuer, ein wunderbares Element,…..wir brauchen es, und doch fürchten wir es. Es zerstört, doch aus der Asche wächst Neues hervor.
    Es zieht uns alle an, Kinder wie Erwachsene.
    Und es war schon immer etwas magisches,…..im Feuer….
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  5. Hallo Schlagloch,
    nicht jedes „Feuer“ härtet…und hart wie Stahl werden muß schon in Richtung „Abhärtung“ gehen und nicht in Richtung „Verhärtung“, dann ist’s ok.

    Gruß
    Gerhard

  6. Hallo Gerhard!

    Feuer, im Sinne von Reinheit, die unreinen „Gedanken“ verbrennen. Ja, Abhaertung nicht Verhaertung.

    Gruss schlagloch.

  7. Hallo Schlagloch,
    was sind „unreine Gedanken“?

    Unrein in meinem Verständnis sind Gedanken, die im rein Äusserlichen verhaftet sind – und zu nichts führen.
    Was hast Du gemeint?

    Gruß
    Gerhard

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