Gibt es dafür…

In den letzten Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, wie schnell Vorhaben zerschlagen werden, wenn es mit der Gesundheit, der körperlichen Kraft zu Ende geht. Anderseits verlieren eigene Wünsche an Bedeutung, wenn man jemandem zur Seite steht und diese Person im Lebensalltag unterstützt. Die Freude im Leben an kleinen Begebenheiten erfahren. Kein Vergleich wird man an einer Reise gehindert, weil erkrankt oder etwas Wichtiges ist dazwischengekommen. In diesem Fall sieht man darin einen Aufschub für ein paar Monate, dann können wir die Reise nachholen.

Vom Ende her gedacht erscheint mir die Aufregung, als ich zum Bundesheer einrückte, über die gestohlene Lebenszeit als überreizt. Der Wehrdienst dauerte damals neun Monate und die Gedanken drehten sich darum, wieviel sinnvolles hätte ich in diesen Monaten im Beruf leisten können. Denke ich jetzt vom Ende her auf das Leben zurück, dann erinnere ich mich an die Zeiten die ich sorglos mit Spaß und Unsinn verbracht habe, aber vielleicht macht dies das Leben aus.   

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Kehrtwende…

…für jeden spürbar.

Bei der ersten Ölkrise musste sich jeder Autobesitzer für einen Autofreien Tag in der Woche entscheiden und diesen mit einem „Pickerl“ auf der Windschutzscheibe sichtbar machen. Ich wählte den Mittwoch als autofreien Tag, am Wochenende wollte ich mit dem Auto etwas unternehmen.  Den älteren Österreichern ist der Ausspruch des damaligen Bundeskanzler Kreisky in Erinnerung: „Die Männer sollen sich nassrasieren und keinen Elektrorasierer verwenden“. Dies wäre ein Beitrag zum Energiesparen, seit damals ist dies ein gesellschaftliches Kernthema. In die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts fiel auch die Abstimmung über die Inbetriebnahme des Atomkraftwerk Zwentendorf. Um nicht gegen das Volk zu regieren veranstaltete Kreisky eine Volksabstimmung über die Inbetriebnahme das Kernkraftwerk Zwentendorf.

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Ölpreisschock…

…heute.

Bei der derzeitigen unsicheren geopolitischen Lage werden Verhältnisse an die Oberfläche gespült, welche ansonsten im Unerforschten ruhen. So rückte der steigende Benzinpreis in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Der Ölpreis ist ein Marker wo viele mitreden, vorsichtig formuliert, oder wüst ihre Meinung zum Besten geben. Nichts bringt die überwiegende Anzahl der Autofahrer so in Rage, wie steigende Spritpreise. Mit einer Ausnahme, wenn der Fahrer der vor einem steht bei Grün keinen Rennstart hinlegt. In den achtziger Jahren erlebte ich in Florenz auf der vierspurigen Stadtautobahn, sprang die Ampel von Rot auf Grün, Formel Eins Atmosphäre. Mit quietschenden Reifen setzten sich die wartenden Autos in Bewegung, um bei der nächsten Ampel bei Rot abrupt abzubremsen.  Kurze Zeit haben wir gedacht, dass die Beobachtung des Benzinpreises der Vergangenheit angehört, weil die Zukunft der E-Mobilität angebrochen ist. Dabei wäre es angebracht die Strompreise zu beobachten und eventuell den Stromanbieter zu wechseln, in der Art wie wir es von den Handytarifen kennen. Das Handy ist zu einem fixen Bestandteil des Alltags geworden und fest in unseren Alltag integriert. Dazu gehört, dass die Handytarife genau studiert werden. Wer für den Lebensmitteleinkauf zuständig ist, durchpflügt täglich die Flugblätter Der Supermarktläden, Nach den günstigsten Milch- und Butterpreisen oder den Aktionen bei den Teigwaren. In der Fernsehwerbung unterbieten sich die Telefonanbieter bei den Handytarifen, wobei die großen Lebensmitteldiskonter auch dabei ihren Fuß im Geschäft haben.

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Seelenheil…

…beten für Jakob den Reichen.

Vor einem halben Jahrtausend hat der Kaufmann Jakob Fugger in seinem Handelsunternehmen eine doppelte Buchhaltung verwendet, wahrscheinlich als Erster nördlich der Alpen. Seine kaufmännische Ausbildung erhielt er in jungen Jahren in Venedig. Die Verwendung der doppelten Buchhaltung unterstützte ihn dabei, erfolgreicher als andere Handelshäuser und Bankinstitute zu sein.  Damit konnte er auf die damals gefährlichen Bargeldtransport verzichten. Für jeden Kunden und jeden Lieferanten wurde ein eigenes Konto eingerichtet und die Kassen ein- und –Ausgänge im Kassajournal umgebucht.  In der Stadt Augsburg hatte „Jakob der Reiche“, nach Aussage eines Biographen, der reichste Mann der Weltgeschichte, seine Firmenzentrale. Bei meinem Besuch in Augsburg sah ich, dass der Reichtum nicht überall gleich verteilt ist. In die Lokalbahn stieg ein Herr ein und sammelte aus den Abfallbehältern im Zug die Pfandflaschen, um bei einer der nächsten Haltestelle den Zug wieder zu verlassen. Wieder zuhause in Warmbad erregte mein Bericht über den Besuch der Fuggerei, eine Sozialsiedlung seit über einem halben Jahrhundert am meisten Aufsehen.  

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Bruno Kreisky…

…Polit-Stratege.

Dem politischen Strategen Bruno Kreisky gelang ein weiterer Clou, er verkürzte den Grundwehrdienst auf sechs Monate. Damit sicherte er sich die Wählerstimmen der Jungwähler.  Damals vertraute man darauf, dass die USA einen großen militärischen Schutzschirm über Europa spannt und wir darunter unbesorgt leben können. Genauso wie die Küken bei Gefahr unter die Flügel der Henne flüchten Die Europäer haben in einem Glashaus gelebt und plötzlich wirft aus dem Osten jemand Steine auf das Glashaus und auch der Schutzschirm ist brüchig geworden. Ein weiteres Zuckerl der Kreisky Regierung war das Heiratsgeld und das Baby Geld von etwa tausend Euro. Einige Paare haben sich zwecks der Heiratsprämie entschlossen zu heiraten. Heute ist von diesen „Kreiskyzuckerln“ nicht mehr viel übriggeblieben. Verfolgen wir die Geschichte der Republik Österreich so wurden beständig „Geldgeschenke“ an das Wahlvolk verteilt, um die Wähler an eine Partei zu binden.

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