FINANZ:krise

Die schlechten Wirtschaftsnachrichten nehmen kein Ende. Das Wort „Finanzkrise“ wird das Unwort des Jahres werden, dies glaube ich nach ein paar Wochen sagen zu können. Außer, es ereignet sich eine noch größere Katastrophe, was ich nicht hoffe. Bei Krisen müssen wir  unterscheiden zwischen privaten, lokalen, internationalen und globalen Krisen. Am meisten betroffen sind die Menschen von einer privaten Krise, weil eine internationale Krise wird erst dann zu einer Krise, wenn jemand persönlich davon betroffen ist. Anderenfalls ist dies etwas, was weit weg ist. Ich ärgere mich darüber, dass immer wieder dieselben Meldungen in den Medien zu hören sind.

 

Die Finanzkrise muss nicht so spektakulär sein, dass man sein Haus verkaufen muss, es kann sein, dass man auf höfliche Art während der Schicht in das Personalbüro gerufen wird und dort von einer Minute auf die andere erfährt, dass man gekündigt ist. Man darf nicht mehr an seinen Arbeitsplatz, die Herstellung von Mikrochips, zurück. Von einem Mitarbeiter des Personalbüros wird man in den Umkleideraum begleitet. Dort kann man seine persönlichen Sachen aus dem Garderobeschrank nehmen und wird unter Aufsicht aus dem Firmengelände gebracht. Gefilmt von der Überwachungskamera.

 

Ausschussware.  

4 Gedanken zu „FINANZ:krise

  1. Hallo Schlagloch,
    das klingt geradezu kafkaesk! War es nicht der Roman „Das Urteil“, der in ähnlichen Worten begann?

    Gruß
    Gerhard

  2. Hallo Gerhard!

    Du erwähnst Kafka! Mit Hilfe moderner Ortungs-Bürokratie- und Überwachungssysteme sind wir alle längst Figuren in einem Roman von Kafka. „Das Urteil“, ? , da müßte ich nachlesen. Am besten erinnere ich mich an die Briefe die Kafka an Milena und Felice geschrieben hat. Ich glaube, Kafka ist nur deshalb Beziehungen eingegangen, zwecks dem Briefwechsel. Das kann ich nachvollziehen.

    Gruss schlagloch.

  3. Heutzutage besteht die größte Ironie der Satire darin,
    dass sie den Zynismus der Tatsächlichkeit
    zumeist nur noch unzureichend zu spiegeln vermag.

    …schrieb ich vor ein paar Tagen an die Wand in meinem Bloghaus.
    Gruß
    Petros

  4. Hallo Petros!

    Die Wirklichkeit holt oft die Fantasie ein.

    Gruss schlagloch.

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