SCHNEE:palmen

Es gibt kein verrückteres, zeitloseres, ergiebigeres Thema als über das Wetter zu sprechen und zu schreiben. Es vergeht kein Jahr, wo man nicht sagt, das Wetter spielt verrückt. So ärgern sich jetzt viele Leute darüber, dass das Italientief nicht abzieht. Die einen sprechen davon, dass jüngere Forschungen eine neue Eiszeit prophezeien, einen Ganzjahreswinter. Zurzeit ist durch die Banken- und die Wirtschaftskrise, die Arbeitsplatzverluste, das Thema der Klimaerwärmung, des Klimawandels, völlig aus den Nachrichten und aus den Tageszeitungen verschwunden. Bei einer Wetterperiode, wo es im Gasteinertal täglich leicht schneit, glaubt niemand  an die Klimaerwärmung. Daran, dass in einigen Jahrzehnten, stimmen die Forschungen, es Schneesicherheit nur in einer Meereshöhe ab zweitausend Meter geben wird. Man sagt voraus, dass Ende dieses Jahrhunderts, in den Alpentälern Palmen wachsen werden. Den Hobbygärtnern kommt dies gerade recht, so erübrigt sich die mühselige Arbeit, die Palmen über den Winter in das Haus zu stellen. 

Einen Vorgeschmack auf diese Zeit bieten die Skiorte im Gasteinertal an. Sie laden zum Ende der Skisaison zu einer Party unter dem Motto: „Palmen auf den Almen“, ein. Man versucht mit dem Aufstellen von Kübelpalmen im Freien, die Stimmung von Schnee und Sand, zu vereinen. Tropen und Alpen auf einen Fleck. Es könnte sein, dass der Schnee einmal fehlen wird und die Palmen von selbst wachsen werden, dann braucht es um die Palmen Kunstschnee. 

Der Zeit voraus. 

 

10 Gedanken zu „SCHNEE:palmen

  1. Hallo Schlagloch,
    und es wird Zeiten geben, da fahren die Menschen gar nicht mehr auf urlaub, sondern sitzen zuhause auf der Couch und ziehen sich einen
    Winterschifahrsimulatorfilm irgendwie durchs Hirn und WISSEN sie sind dort gewesen.

    Dann brauch ma auch keinen Kunstschnee mehr.

    Liebste Grüße
    elisabeth

  2. Hallo Elisabeth!

    Ich frage mich, wo wird man die Grenzen für die Manipulation des menschlichen Empfinden setzen? Es gibt ja heute schon die Möglichkeit, mit Rauschmittel oder Medikamenten, die Stimmung, die Wahrnehmung zu verändern, zu steuern. Ganze Volksgruppen werden mit Hilfe der Massenmedien beeinflusst, zb. auf einen „Feind“ eingeschworen.

    Aber wird das WISSEN, das Erleben ersetzen und wie verhält es sich mit dem WISSEN, das durch Beten oder Meditation erreicht wird und in den weisen Schriften zum Nachlesen ist. Ist dies eine andere Art der Manipulation oder wie soll man dies beurteilen?

    Da kann man froh sein, wenn man nicht jeden Tag nur glücklich ist, sondern verschiedene Stimmungen erlebt. Man erlebt sich dann sozusagen als normal, aber wo beginnt und wo endet die „Normalität“.

    Gruss schlagloch.

  3. „Palmen auf den Almen“… schön und gut.
    Aber auf Kreta sollen, bedingt durch den Anstieg des Meeresspiegels, alle Strände verschwinden.
    Gruß
    Petros

  4. Hallo Schlagloch!
    Die „Kohle“ ist ja auch wichtiger als die Klimaerwärmung……
    ….und damit dieser ganze Irrsinn an mir vorbei zieht, na Du kennst das ja, schaue ich kein Fernsehen, höre kein Radio und lese keine Zeitung.

    Das Klima hat sich eigentlich auch ohne den Menschen schon eh und je verändert. Und rühmen wir uns nicht immer so schlau zu sein? Dann passen wir uns doch einfach mal an, und lassen das Geschrei.
    Im „Kleinen“ passiert das doch täglich,. ……dass man mit unvorhergesehenen Situationen zurecht kommen muss. Im „Großen“ sollte sich vielleicht mal ein bischen besser verständigt werden, untereinander.
    …..aber irgendwo habe ich gehört, dass sich schon einige Bauern umstellen auf „wärmere“ Pflanzen….

    ……und die Menschen sind doch so irre,….sieh Dir doch nur mal die Ölscheichs an, mitten in der Wüste wird in einer Halle Ski gefahren….

    Liebe Grüße
    Grey Owl

  5. Hallo GryOwl!

    Anpassung, hoffentlich ist das möglich. Wird aber Verluste verursachen und das wir mit Verlusten schwer umgehen können, zeigt die aktuelle Krise. Warum man in der Wüste Skifahren soll, verstehe ich auch nicht.

    Gruss schlagloch.

  6. Hallo Schlagloch,

    ich geb dir recht und weiß auch nicht so recht wo ich anfang und wo ich aufhör ich zu sein und fremdbestimmt bin.
    ich hab noch nie Tabletten dieser Art genommen, kenne aber den Einfluss von Alkohol recht gut und wundere mich bisweilen, wer dann aus mir spricht.
    Unterm Strich sollte man dem hirn nicht allzu viele Chancen geben:

    in die wüste gehn
    sand rieselt mir leis durchs hirn
    da wächst jetzt nichts mehr.

  7. Hallo Elisabeth!

    Die Aprilsonne
    verbrennt den Schnee,
    Wasser überall.

  8. Schnee: ob nicht die Ästhetik des Schnees vor
    1843 u.Z. aus dem „Alten Testament“ stammt
    und die Ästhetik des Gelobten Landes – „Palä-
    stinas“, des Landes der Amoriter – ist, so kann
    man fragen. Da ist der Psalm 68,15, dann 2 Sa-
    muel 23,20, und v.a. Jesus Sirach, 43,13-18:

    Die Schönheit seines Weiß blendet die
    Augen und sein Rieseln berührt, es weitend,
    das Herz.

    Hier in Graz ist es heute weniger als 1 Stunde
    vor Mittag sonnig und warm. Gestern um diese
    Zeit aber ging ich durch den schönen Grazer
    Volksgarten. Er liegt, rätselhaft wie das Para-
    dies, mitten im armen Teil von Graz. Vom Gra-
    zer Volksgarten gibt es ein Schnee-Bild des
    Grazer Malers Franz G o g g e r (1882-1973):
    als Maler der Kärntner Koralm kann wohl der
    Schnee-Maler Carl R o t k y (1891-1977) be-
    zeichnet werden. Zu beiden Malern gab es
    vor weniger als 1 Stunde keinen „Wikipedia“-
    Artikel (stelle ich – als Mitarbeiter! – fest). Der
    Bildhauer Johann Jacob S c h o y hat nun zu-
    letzt trotzdem einen solchen: er sei „Lehrer
    von Joseph Stammel“ stünde da. Wäre nicht
    wesentlich, gerade in diesem Fall zu sagen:
    Joseph THADDÄUS S t a m m e l ? Ich bin
    überzeugt, daß die Steiermark für die Kunst-
    gattung Skulptur ein hervorragend wichtiges
    Land ist; bis in die neueste Zeit: mein Kollege
    an der Universität war Heribert E c k , der
    eine Pietà bei Leibnitz gemacht hat. Ich ver-
    brachte viele Stunden in seiner Werkstatt.
    Aber für die Ästhetik des Schnees: da ist wohl
    auf der Seite der Skulptur unmittelbar nicht
    leicht etwas zu gewinnen. Sind nicht als ent-
    scheidend für den Übergang zu vollendet modernen
    Ästhetik des Schnees – u n s e r e s Schnees –
    die vier Jahre zwischen 1843 und 1847 u.Z.
    anzusehen? Warum?

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