VITAL:kirche

 „Von der Volkskirche zur Individualkirche“ bezeichnete Dr. Peter Deibler seinen Vortrag. Bei dem Wort Individualkirche ist mir der heutige Mensch eingefallen mit seinen persönlichen Bedürfnissen. Egal, welchen Bereich man heranzieht, dort, wo man es sich leisten kann, geht es um die Individualität. Das fängt beim Essen an, Bioessen, Vitalessen oder Schlemmermenü, betrifft die Kleidung, jedem sein Designermodell. Ein neues Auto mit individueller Ausstattung, auf die Fahrgewohnheiten des Käufers abgestimmt. Die medizinische Forschung verspricht für die Zu-kunft Medikamente, die ganz spezifisch auf die Schwingungen jedes Einzelnen und seine Beschwerden wirken.  

Die Individualkirche stelle ich mir so vor, dass sie für jeden ein persön-liches, maßgeschneidertes Angebot bietet, je nach Lebensverlauf. Für die verschiedenen Lebensläufe sowie für die verschiedenen Berufe, wie Tischler, Automechanikerin oder Verkäufer. Es gibt unterschiedliche Persönlichkeiten und Hobbys, wie Läufer, Musiker, Imker oder Feuer-wehrmann, mit unterschiedlichen Sorgen und Freuden. Die Menschen haben verschiedene Gesichter, so könnte man für jeden von Gott ein ein-zigartiges Profil erstellen. Für verschiedene Volksschichten eine unter-scheidbare Kirche, für die Jugend eine rockige Kirche, für junge Eltern eine Kirche, die anpackt, für die Senioren eine vertrauenswürdige, eine bodenständige Kirche.

Dazu ein Softwareprogramm für den PC, das für den Einzelnen zu seinen Angaben eine maßgeschneiderte Auslegung der Bibel liefert. Jedem seinen persönlichen Glauben, wie seine persönliche E-Mail-Adresse.

Die Breitbandinitiative.

8 Gedanken zu „VITAL:kirche

  1. Das scheint so ein neuer flippiger Trend zu sein.: Individuelles, Besonderes, Exquisites in allen Lebenslagen: Nicht mehr nur beim Auto oder Kleidung, nein, bei wirklich allem, was der Mensch so braucht oder zu brauchen glaubt.

    Gruß
    Gerhard

  2. Hallo Gerhard!

    Diesem Trend kann sich auch die Kirche nicht entziehen. Oder habe ich beim Vortrag etwas falsch verstanden?

    Gruss schlagloch.

  3. Hallo Schlagloch!
    Ach was, wollen die Ärtzt mit ihrem Verständis von Medizin (Pflastermedizin und Symptombehandlung) wirklich „Schwingungen“ behandeln? Wissen Die überhaupt was das ist? Und wenn ja, sind sie ja noch nicht so ganz „rational“ erklärbar, was den „Skeptiker“ auf den Plan ruft…..
    …und eigentlich tun sie genau „das“ ja schon, denn alles, was wir uns zuführen, ob physich (Essen, Trinken, Tabletten!..) oder psychisch (Filme, Musik Wanderungen, Gerüche…) wirkt auf unsere Schwingung, und jeder Mensch hat seine Ur-eigen. Da sollten sie mal nicht rumbasteln, solange sie keine „Ahnung“ haben.
    Verzeih,…ich meckere immer an den Ärtzten rum. Aber da hat halt jeder so seine Erfahrungen…..

    Herje,…der zweite Zeil gefällt mir gar nicht so…
    Es sollte nicht vorgegeben werden, an was zu glauben ist. Jeder sollte da auch selbst entscheiden. Von der Kirche, als Institution, halte ich eh nicht viel, das weißt Du ja., und dann noch im Zusammenhang mit der „Arbeit“?? Arbeit ist Arbeit, und für die Meißten von uns hat sie nicht viel mit Wohlgefühl oder Glauben zu tun. Ja, ein paar Wenige können es sich leisten, dass dies ,was sie arbeiten ihnen auch Freude macht,…..und noch Weniger verdienen damit ihreen Lebensunterhalt. Die Mehrzal der Menschen hat Berufe, in denen sie wirklich schuften müssen, gerade heutzutage, ob physisch oder psychisch. Da bleibt wenig Zeit für Gedanken an die Glaubenswelt….
    …und außerdem, die Energie, aus der wir alle schöpfen, entstehen und wieder gehen,….ist doch alles „Eins“. Wie wir´s nennen, ist völlig egal. Die Rituale dazu und die Deffinitionen erfinden wir….
    Jetzt habe ich wieder viel zu viel gequatscht……und höre lieber auf, bevor ich vom Thema ganz abkomme.
    Ganz liebe Grüße
    Grey Owl

  4. Hallo GreyOwl!

    Dass die Ärzte in Zukunft im Einklang mit den „menschlichen Schwingungen“ behandeln werden, ist geplant. Von diesem Pilotversuch hat mir eine Oberärztin erzählt. Hoffentlich haben sie dann genug Erfahrungen.

    Bei immer weniger Arbeit, wird es schwierig den idealen Beruf, Arbeit zu finden.

    Gruss schlagloch.

  5. Hallo Schlagloch!

    Finde ich echt lustig, die Individualkirche in diesem Licht zu betrachten. Gruppen für Kinder, Jugendliche, für Bibelleser, für Mütter, Senioren usw. in der Kirche sind ja schon ein alter Hut.
    Aber das mit dem „maßgeschneiderten Angebot“ und dem „individuellen Gottesprofil“ ist doch der Werbesprache von Banken und Versicherungen entlehnt und konzipiert den Menschen viel zu unselbständig und als reinen hilflosen Empfänger, der zu versorgen ist. Wenn die Individualkirche aus eigenständigen Individuen besteht, dann wird sie deren Selbständigkeit fördern, anstatt sie alle zu bedienen. Dann wird eher die Glaubensentscheidung im Mittelpunkt stehen als die „artgerechte“ Versorgung.
    Die rockige, anpackende und bodenständige Kirche dient in diesem Zusammenhang eher als Medium der Kommunikation, also um ins Gespräch zu kommen. Und auch dazu, damit die Kinder, Jungen und Älteren merken, dass es nicht nur sie gibt. Auch ein Merkmal der Individualkirche.

  6. Hallo Weichensteller!

    Aber ist es möglich, dass man sich bei der Öffentlichkeitsarbeit der „Werbesprache“ entzieht. Die Menschen suchen nach fertigen Lebenspaketen und es würde die Kirche mit ihren Mitarbeitern überfordern die Besucher zur Selbstständigkeit zu erziehen. Die Mitarbeiter müssen ja hauptsächlich „Fixtermine & Verwaltungstermine“ wahrnehmen. Ob die Glaubensentscheidung in der Kirche getroffen wird?

    Gruss schlagloch.

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