RIT:uale

In der  katholischen Kirche Österreichs ist es durch verschiedene Vorkommnisse, wie überstürzte Bischofsernennungen, starre Haltung in sexuellen Fragen,  zu einer Reihe von Kirchenaustritten gekommen. Viele benützen die Vorkommnisse dazu, um sich von der Zahlung der Kirchensteuer zu entledigen. In der sozialistischen Ära pflegte die Arbeiterschaft eine distanzierte Haltung zur Kirche. Andere haben keine Beziehung zum Glauben und sind aus Langeweile ausgetreten. In vielen Fällen ist der  Grund, warum Menschen einer religiösen Organisation angehören der, dass sie nicht auf die festlichen Zeremonien des Kirchenjahres und ihres Leben verzichten wollen. Die Feiern im Jahreskreislauf, wie Weihnachten, Ostern, Fronleichnam und Allerheiligen. Eine besondere Bedeutung nehmen die Lebensrituale ein, die Taufe, die Firmung, die Hochzeit, bis zum Begräbnis. Im Angesicht des Todes ändern  Menschen ihre Gesinnung. Für viele ist es nicht vorstellbar ohne den kirchlichen Trost, der Hoffnung auf Auferstehung und ein Weiterleben nach dem Tod, zu sterben. Die Hinterbliebenen lassen sich, mit dem Gedanken auf ein Weiterleben und ein Wiedertreffen im Jenseits, trösten.

Was passiert mit der Seele derer, die aus den christlichen Glaubensgemeinschaften ausgetreten sind und ohne kirchlichen Segen beerdigt werden. Finden diese Seelen auch einen Platz im Himmel? Kann man sich den Himmel als ein Verwaltungsgebäude vorstellen, wo in der Eingangshalle eine Hinweistafel montiert ist, die den eintretenden Seelen die Orientierung erleichtert. Hier geht es zum Aufenthaltsraum für die evangelischen Christen, dort zum Leseraum für die Hinduisten, zum Veranstaltungsraum für die Naturreligionen, zum Betraum für die Christen und so fort.

Den Hinterbliebenen war, da der Verstorbene schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten ist wichtig, dass es eine würdige Verabschiedung gab. In diesem Fall durch das Personal des Bestattungsunternehmens. Man erzählte, dass das Begräbnis schöner war, als bei manchen Geistlichen.

Schönheitsbewerb.  

11 Gedanken zu „RIT:uale

  1. Wir sind von Himmeln umfangen. Da findet jeder seinen Platz… selbst Aliens.
    Mir „Himmel“ als eine Art Verwaltungsgebäude vorzustellen, finde ich amüsant.
    Gruß
    Petros

  2. Hallo Petros!

    …..also was den „Himmel“ in meiner Umgebung betrifft, muß ich genauer beobachten.

    Gruss schlagloch.

  3. Hallo Schlagloch!
    Den Hinterbliebenen mag die Totenfeier wichtig sein, dann können sie sicher besser mit dem Verlust umgehen, und Abschied nehmen, wenn sie ihre Lieben in einer anderen Welt gut aufgehoben wissen.
    …und ich denke Gott, der sicher nicht „so“ ist, wie wir ihn uns vorstellen, wird es recht wenig scheren, welcher Religion der Mensch angehört hat wenn er dann gestorben ist, seine Seele wieder heim geht, sich mit ihm vereint,…oder wie auch immer, denn Religionen sind von Menschen gemacht, und deren „Führer“ meißt nur an Macht und Geld interssiert. Da werden die „Schäfchen“ auch gerne mal zu Schlachtbank (oder in Kriege) geführt.
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  4. Hallo GreyOwl!

    Du findest in den Religionen zuviel „Führerkult“. Aber wenn Gott nicht „so“ ist, wie wir ihn uns vorstellen, wie ist er dann?

    Gruss schlagloch.

  5. „So“, wie wir ihn uns nicht vorstellen……grins….
    Er ist bestimmt kein alter grauer Mann im Himmel, auf einem Thron, und er? hat bestimmt wichtigeres zu tun, als viel über uns nachzudenken. Das Universum, und vielleicht gibt es ja davon noch viele, ist rießig.
    Sei lieb gegrüßt
    Grey Owl

  6. „i`m in heaven“, damit ist gemeint, mir gehts so richtig gut.
    das wird wohl gemeint sein, und nicht umgeben von geflügelten wesen die saiten zupfen.
    und gott, ist der ursprung allen seins zu der die seele zurückgeht, ob wir wollen oder nicht, glauben oder nicht!

  7. Grüss Gott Schlagloch,

    sogar der kath. Erzbischof Tutu aus Südafrika sagt, dass Gott nicht katholisch ist 😉
    Zugern sehe ich Gott als den alten Mann, wie in meinen Kindertagen. Vermutlich ist er ein schwarzes Loch oder das grosse Nichts, wer weiss.
    Aus der kath. Kirche bin ich ausgetreten. Trotzdem glaube ich an den lieben Gott und die Mutter Gottes. Ich kann nicht so richtig nachvollziehen wie Menschen ihre Glaubensherkunft und christliche Erziehung, also das was uns im Kern ausmacht, so vehement verleugnen können um im gleichen Atemzug andere zu nennen und denen huldigen.

    Liebe Grüsse//Erika

  8. erika, unsere vorfahren wurden christianisiert, sie hätten auch hindus oder buddhisten werden können, nur gabs damals keine schnellen transportmittel und keine medien, auch konnte fast niemand lesen.
    geschichtlich gesehen ein reiner zufall!

  9. Hallo Erika!

    Den Anspruch für Gott allein zuständig zu sein, wird die kath. Kirche nicht stellen können. Dies wäre sehr egoistisch und keine kathlolische Tugend.

    Gruss schlagloch.

  10. Grüss Gott mitnander,

    da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich meinte, dass es egal ist, welche Religion man hat, wie man den da oben nennt. Es ist immer der gleiche. Aus diesem Grunde verstehe ich nicht warum jemand den Gott eines anderen beleidigt. Heute sehe ich das Ganze globaler. Jedoch kann ich nicht so auf’s Christentum schimpfen wie viele andere. Warum sollte dem kath. Mütterlein keine Erleuchtung zuteil werden?

    Liebe Grüsse//Erika

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