IM:gebirge IV

Im Tal war es in den letzten Tagen sonnig und kalt, der Schnee abweisend und unberührt, nur etwas für das Auge. Diese Landschaft konnte als Vorlage für ein Bühnenbild dienen. Auf dem Brautkleid der Wiesen glitzerten die Schneekristalle. Das Leben hatte sich aus der Flusslandschaft zurückgezogen. Heute hat sich das Wetter geändert, graue Wolken am Himmel, trübes Licht, die Luft ist mild. Ich fahre mit den Langlaufskiern die Ill entlang. Der Schnee ist stumpf und verschluckt die Geräusche. Zwischen den Sträuchern tauchen Hasen und Fasane auf. Von den Bergen weht der Föhn, der Schnee rieselt von den Bäumen. Es ist eine gedämpfte Stimmung, wie an manchen Silvestertagen in der Kindheit. Am frühen Abend ging man über den verschneiten Hof, öffnete die Scheunentür und trat in den dunstigen Viehstall ein, um die Tiere zu versorgen. Der Geruch von Heu und frischer Milch breitete sich im Stall aus. Die Kühe begannen behaglich am Heu zu kauen. Die Zufriedenheit der Kühe übertrug sich auf uns aus. Wir waren mit dem zufrieden was war und was ist. Die Umstände waren eindeutig. Das alte Jahr wird zum neuen Jahr wechseln, kein Ereignis wird das Leben auf diesem Fleck der Erde verändern.

 ALLEN MEINEN LESERINNEN, LESERN, KOMMENTATOREN UND ABONNENTEN EINEN STIMMUNGSVOLLEN JAHRESWECHSEL UND EIN GLÜCKLICHES NEUES JAHR !

 

6 Gedanken zu „IM:gebirge IV

  1. Hallo Petros!

    Danke für die guten Wünsche. Platz zum Feiern ist in der „kleinsten Hütte“.
    Dir auch ein kreatives Lyrikjahr.

    Gruss schlagloch.

  2. Zeitenwechsel / IM GEBIRGE

    Es war an einem Silvesternachmittag. Mit meinen Geschwistern ging ich am gegenüberliegenden Hang noch einmal Schlittenfahren. Bei der Abfahrt bremste der Schlitten unerwartet. Eine apere Stelle, vielleicht auch ein Maulwurfhügel, hatten den Schlitten abrupt zum Stehen und mich in eine unkontrollierte Bahn gebracht. Eine stark blutende Kopfverletzung bemerkten meine Schwestern mit Schrecken.
    Unser Nachbar, ein damals für mich schon älterer Arzt, wurde aufgesucht. Ohne Betäubungsmittel wurde die Wunde am Kopf genäht. Lediglich die Frau des Arztes hat mir die Augen zugehalten. Ich erinnere mich genau daran.
    Meine Mutter entschuldigte sich beim Arzt für die Unannehmlichkeiten, die ich am letzten Tag des Jahres, der zugleich sein Geburtstag war, machte. Der Arzt beschwichtigte. Diese Tätigkeit sei ihm lieber, als die Besuche, meinte er zugeneigt.
    Den Turban, den ich damals noch verpasst bekam, trug ich noch mehrere Tage mit großem Stolz.

    Alles Gute für 2010
    wünscht dir Mathias

  3. Hallo Mathias!

    Jeder hat SEIN Silvestererlebniss, welches man nicht vergisst.
    Danke für die Wünsche, ebenso ein zufriedenes 2010.

    Gruss schlagloch.

  4. Lieber Franz,
    ich wünsch Dir alles Gute für das neue Jahr.
    Mögen Deine Zeilen weiterhin so inspirieren, berühren
    und doch auch in Ruhe lassen, wenn ich Deinen Stil so beschreiben darf.
    alles Liebe
    elisabeth

  5. Hallo Elisabeth!

    Danke für die Wünsche. Ich bin selbst neugierig darauf, wohin mich meine Gedanken in diesem Jahr „entführen werden“.

    Gruss schlagloch.

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