HAUS:arzt

Die Kompetenz des Hausarztes wird oft angezweifelt.  Das meiste Vertrauen gilt den Fachärzten, egal ob es sich dabei um einen Urologen, einen Internisten, einen Orthopäden oder einen Hautarzt handelt. Dabei ist die Vielseitigkeit des Hausarztes unbestritten, er gehört zu denjenigen, welche einen ein ganzes Leben lang begleiten. In jungen Jahren braucht es selten einen Arzt, außer es gibt einen Unfall. Man baut auf die natürlichen Ressourcen des Körpers, vertraut auf das  Immunsystem. Die Arztwahl wird ab Dreißig akut und man begibt sich auf die Suche nach einem Arzt, dem man vertraut. Manchmal spielt dabei der Zufall eine Rolle und es zeigt sich erst im Laufe der Jahre, ob man die richtige Wahl getroffen hat. Stellt sich Vertrauen ein, dann hat man einen wichtigen „Partner“ für das Leben gefunden, eine Lebenssäule. Vom Hausarzt erfährt man die Aufklärung, die einem die Spezialisten schuldig bleiben. Er erläutert, in welchem Wechselspiel die verschiedenen Beschwerden zueinander stehen.

Dabei geht es nicht  um den Darm oder die Hüfte, da werden  auch die Gefühle und die Belastungen des Alltags bei der Beurteilung des Krankheitsbildes herangezogen. Beim Hausarzt ergeben die Befunde ein Gesamtbild, er kennt das soziale Umfeld, die Lebenssituation und findet ein menschliches Wort, dass zur Genesung beiträgt. Von ihm wird man nicht leichtfertig in ein Krankenhaus eingewiesen oder mit einem Befund abgestempelt. 

Eine neue Situation ergibt sich, wenn der Hausarzt in Pension geht oder wenn man einen Wohnungswechsel vornimmt,  da schätzt man die Jahre umso mehr, die einen  der selbe Hausarzt betreut hat.

Risikogesundheit.

9 Gedanken zu „HAUS:arzt

  1. sehr gut auf dem punkt gebracht!
    ein guter hausarzt is aber schwer zu finden, denn viele die im spital während ihrer ausbildung keine anstellung finden, gehen dann in den niedergelassenen bereich.
    lg

  2. Nach so viel Erfahrung zweifle ich die Kompetenz aller Ärzte an.
    Was wissen sie von meinem Körper? Nur so viel, wie ich ihnen mit meinen Worten beschreiben kann wo´s felt plus die Ergebnisse ihre Gerätschaften…nicht zu vergessen.
    Ich vernachlässige Arztgänge bewußt, gehe kaum noch hin, eigentlich gar nicht, obwohl ich doch sollte …als „Rentner“, …damit sie was „zu schreiben“ haben…
    Aber nur das Sitzen im Wartezimmer macht mich schon krank…..

    Nein, unsere Hausarzt, ich kenne ihn schon lange und er ist auch nur knapp älter als ich, ist ein reiner „Symptombehandler“.
    Von anderen Dingen will er nix wissen.
    Jeder Arztbesuch zeigt mir eigentlich von Neuem, dass ich dort nix zu suchen habe.
    Verschrieb er mir doch bei über 40 Fieber Berlosin. Davon bekam ich Ausschlag, aber das Fieber senkte es nicht.
    Ich kümmerte mich dann selber , nahm Schüssler Salze und Umckaloabo…und schwupp….war das Fieber weg….
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  3. Dr. Guttenberg

    Nicht ein Grad „Dr. med.“ ist für Mitglieder des Ver-
    fassungsgerichtshofs in Österreich vorgeschrieben,
    wohl aber die Vollendung von „rechts- und staatswis-
    senschaftlichen Studien“.
    Nach einer Anerkennung eines deutschen Grades
    bei Übernahme einer Funktion an der Universität,
    wenn nun also ein Deutscher die Voraussetzung er-
    füllt, hätte folglich Österreich über Herrn Dr. Gutten-
    berg zu befinden.
    Trotzdem aber scheint zur Stunde nicht klar, wer in
    Österreich über den Grad von Dr. Guttenberg zu
    befinden zuständig wäre.

  4. Hallo!

    @ herzglitzern

    Wie die „neue Generation“ der Hausärzte ist, weiß ich nicht. Die beliebten Hausärzte haben auf jeden Fall viele Patienten.

    @ GreyOwl

    Das Wesentliche in der Kommunikation ist, dass ich von meinem Gegenüber nur soviel weiß, wie sie/er mir erzählt. Trifft auch auf das Gespräch zwischen Patient/Arzt zu. Vielleicht sind manchmal auch die Erwartungen zu hoch und nicht jeder Hausarzt ist ein „Idealfall“….

    Gruss schlagloch.

  5. Grüss Gott Schlagloch,

    die Ärzte sind nicht nur schlecht. Es liegt, wie du ganz richtig sagtst, auch daran wie weit ich den Arzt in mich hineinschauen lasse. Die Qualitäten meiner Hausärzte waren unterschiedlich. Der Arzt in meiner Kindheit war super und ist gern auf Menschen zu gegangen. Dann gab es eine, die hat mich überhaupt nicht ernstgenommen, ja, sogar mir geschadet.
    Inzwischen hat Norbert den Besten Arzt aller Hausärzte aufgetan und ich gehe so gern zu ihm wie zu meiner damaligen Psychiaterin, die leider gestorben ist. Vertrauen haben ist das Wichtigste an der ganzen Sache.
    Der Gesundheit ist nichts abträglicher als das Verharren in alter Denke und alten Erlebnissen. Es braucht Mut einen Schritt weiter zu gehen. Gottseidank habe ich den.

    Liebe Grüsse aus dem närrischen Leutkirch//Erika

  6. ….der Doktor in meiner Kindheit hatte einen Schäferhund. Der durfte bei mir sitzen als ich damals auf den Abtransport ins Krankenhaus warten musste.
    Das war ein grosser Trost für mich.

  7. Hallo Erika!

    Wenn man den „Besten“ aller Hausärzte hat, dann dauert eine Grippe bestimmt nur drei Tage. Vertrauen ist eine gute Heilungsgrundlage.

    Gruss schlagloch.

  8. Müßte nicht in der Tat zur Stunde die Universität die Fach-
    ärzte zuerst auslesen? Allerdings: wenn feststünde, daß
    der Hausarzt nur der schlechtere Facharzt ist, nur die Aus-
    bildung zum Facharzt nicht geschafft hat: dann werde ich
    wohl zu keinem Hausarzt mehr gehen wollen.
    Also muß ich trotzdem voraussetzen, daß der Hausarzt
    in seinem Wirkungsbereich der h ö h e r e A r z t ist.
    Seit wann genau – seit welchem Jahr u.Z. – ist das Problem
    aber gelöst: und aus welchem Grund?

  9. Japan: wir können etwas tun für Japan. Vergleichbar
    mit der Erkrankung durch das Atom ist die Lepra, der
    Aussatz.
    Heilerfolge bei Lepra erzielt unsere Schulmedizin
    mit hoher Sicherheit und der Bedarf an Ärzten hiefür
    ist gegeben.
    Ich sage das, da ich hier Spendenaufrufe des deutschen
    und österreichischen Indien-Kinderhilfswerks („Ö I K“)
    habe. „Eine Großteil“ der an Lepra Leidenden lebt in
    Indien.
    Die Rückkoppelungseffekte des Einsatzes des Arztes
    und der Krankenpflege in Wissenschaft und Forschung
    für den Aussatz auf den schulmedizinischen – und viel-
    leicht nicht nur schulmedizinischen – Fachbereich der
    Strahlenkrankheit: man muß es doch nicht unbedingt
    für unvernünftig halten, solche Rückkoppelungseffekte
    vorauszusetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.