FASCHING:kehraus

Manche erreichen im Leben nur mit viel Mühe Aufmerksamkeit. Sie fahren von  einer Party zur nächsten und versuchen auf der  Faschingsparty durch ein schillerndes, knappes Kostüm aufzufallen. Jeder will beim Gschnas der jungen Wirtschaft gesehen werden, dort besteht die Möglichkeit Verbindungen zu anderen Kollegen herzustellen. Die Stadtpolizisten treffen sich zu einer Schnapserrunde,  die Wirte zu einem Sauschädelschmaus. Frauen bilden ein eigenes Netzwerk, für mehr Erfolg im Berufsleben und nicht durch die Beziehungen zu Männern Karriere zu machen. Die Fischer laden zur Nixenparty, die „Stempler“, Menschen welche Arbeitslosengeld beziehen, haben ihren Stemplerball und besonders lustig ist es auf dem Gschnasfest der Pfarrhaushälterinnen.

Auf dem Weg zur Arbeit trifft man Leute, die ohne es zu wollen auffallen. So, wenn jemand bei starkem Schneefall mit dem Fahrrad auf dem Fahrradweg, der nicht geräumt ist, unterwegs ist. Er  wird von einem Polizisten, der einen Schutzweg überwacht, angehalten und sein Fahrrad wird kontrolliert. Der Polizist beanstandet, dass er am Fahrrad keine Winterreifen montiert hat. Er muss dreißig Euro Strafe zahlen und das Fahrrad schieben.

Ein älterer Herr geht mit einer Katze im Transportkorb über den Hauptplatz und kehrt beim Mc Donald zu. Katzen wollen einen Big Mac fressen.

Lei drei.

5 Gedanken zu „FASCHING:kehraus

  1. Hundesteuer sucht die „Stadt Graz“ hier einzuheben.
    Trotzdem: obwohl die Frage nicht geklärt ist, ob
    im Falle einer Scheeräumung der hiesige Reinigungs-
    dienst jemandem, der mit einem Hund an der Leine
    den Gehsteig zu benutzen sucht, auszuweichen hät-
    te.
    Da hier eine Dame u n d ein Herr reinigen, ist
    aus nicht klar, ob die Dame oder der Herr zu
    befragen wären: und befragen müßte sie aber
    zur Stunde wohl auch derjenige, der den Schee
    für die nächstgelegene Villa auf seinem Gehsteig
    entfernen soll und jemanden, der mit einem
    Hund den Gehsteig zu benutzen sucht, passieren
    läßt (hier ist zwar ein Villenviertel, Graz, Ortsteil
    Geidorf, ab

  2. Good morning, Schlagloch,

    Ray Kroc mit Robert Anderson,
    GRINDING IT OUT – DIE ENTSTEHUNG VON McDONALD’S:
    dieses Buch, dessen „Verwendung … nur mit ausdrücklicher
    Genehmigung von McDonald’s Deutschland Inc.“ statthaft
    ist, durfte ich nach längeren Telefonaten der hiesigen
    Hausbrieffachanlage entnehmen.
    Das Buch ist die vielleicht gewagteste Breitseite gegen die
    Institution Universität überhaupt: trotzdem und gerade
    deswegen habe ich zur Stunde eine Frage zu stellen:
    Kann nicht in der Tat eine K a t z e (Felis … , „L. 1758“ u.Z.)
    als das Tier der Auferstehung angesehen werden? Aus
    welchem präzis und sehr weitläufig darlegbaren Grund?
    Der Zusammenhang meiner Frage ist der folgende:
    Der K r a m p u s – im „Dezember“ – ist doch nicht eine
    Katze. Das ist meine Hypothese wegen unseres Vaters.
    Er hatte seine eigene Frömmigkeit. Er lehrte mich diese
    Frömmigkeit, indem er mit vielleicht nicht leicht nachahmbar
    von oben „beschienenem“ Gesicht sagte: „Betten – b e t e n –
    tuat eh die Mutti.“
    Ihm aber fiel es im „Dezember“ zu, den Krampus abzu-
    geben. Soll ich nun sagen, daß m i c h das „das Beten
    lehrte“?
    Der Ton der Kette in einer roten – ein inneres Licht –
    Finsternis vor der Tür, geschüttelt von einer schwie-
    ligen Zimmermannshand.
    „DA IUNGERE DEXTRAM“ – „Das Schweigen im römischen
    Epos“ – von Silke Anzinger: Vergil, AENEIS, VI, 697.
    VI, 694-696:

    „Wie hatt‘ ich Angst, es möchten dir Libyens Reiche
    doch schaden!“
    Da sprach Aeneas: „Dein trauernd Bild, mein Vater,
    ist oft und oft mir begegnet …; laß, Vater, laß deine
    Hand mich fassen.“

    Der Ringfinger der rechten Hand unseres Vaters war
    amputiert: nicht das Opfer Japans, eines „Y a k u z a –
    Mitglieds“, sondern eine Kriegsinvalidität des unbe-
    kannten Schauspielers der Unsichtbarkeit vor der Tür.
    Erst nach Jahrzehnten und sehr, sehr langen Gesprächen
    mit unserem Vater erschien mir das Klirren der Kette
    vor der Tür in einem andern als einem roten Licht.
    Wenn unser Vater immer wieder stolz erzählte, wie
    der pythagoräische Lehrsatz an seiner „Bau-Fachschu-
    le“ beigebracht wurde und wie man damit Seehöhen
    – alle Höhen von allen sieben Meeren aus – berech-
    nen kann, da war in dem nicht mehr roten Licht der
    Satz Jesu: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Him-
    mel fallen.“ – „I beheld Satan as ligthning fall from
    heaven.“ „St. Luke 10,18“ in der RED LETTER
    EDITION der AUTHORIZED KING JAMES VERSION
    der HOLY BIBLE: das Geschenk meines amerikanischen
    Gastvaters als „Foreign exchange student“, der mir
    auf den e n d l o s e n Seen der e n d l o s e n
    Wälder Wisconsins das Motorboot zur Verfügung stell-
    te.
    Das war was!

  3. Aber trotzdem: was ist wirklich „Fasching“ zur Stunde?
    Grazer Kulturwissenschaft würde vielleicht klagen, in
    der „Spaßgesellschaft“ sei Fasching mangels irgendeiner
    möglichen Differenz strikt n i c h t s .
    Mir verkauft ein schwarzer „Megaphon“-Verkäufer
    (unsere Straßenzeitung) eine CD auf der überwiegend
    „K a r a o k e“-Musik aufgenommen ist. Nun „entstand“
    Karaoke „in den 1960er Jahren. Heute … [singen
    Karaoke] viele Japaner“ insbesondere in Tokyo,
    „überall in der Stadt“.
    Meines Erachtens ist „Karaoke“ in Japan sehr deutlich
    ein italienischer Einfluß: ich sage das als Verfasser eines
    Unterrichtsbehelfs für Musikbewertung für das
    Gymnasium (der Behelf kam auch zum Einsatz). Gerade
    die hohe Musikalität Italiens kann in Japan einen Widerhall
    finden.
    Aber „Fasching“ nun: sind im Fasching noch die römischen
    Luperkalien wiederzuerkennen, die Flöte des Pan, des
    Faunus und der Fauna?
    Nun werden Sie vielleicht sagen, ich würde auch den
    „spätromantischen Komponisten“ Alexander Zemlinsky
    zu einem Römer machen.

  4. Herr C.R.R. !

    Ein Krampusmuseum gibt es in Suetschach in Südkärnten und im Heimatmuseum, im Schloß Porcia in Spittal/Dr., git es einen Raum mit „lebensgroßen“ Krampusse. Eine Nichte hat sich gegen die aufkeimende Angst gewehrt, indem sie den Krampussen die Zunge gezeigt hat. Eine Volksweisheit sagt: „Angst lehrt beten“. Nur, ist Angst eine gute Lehrmeisterin?

    „Katzen haben sieben Leben“, sagt der Volksmund, ein volksnaher Auferstehungsmythos. Charly & Undine lehren uns zur Zeit das Fürchten. Angesichts der Ereignisse in Japan, was bedeutet das Wort „Furcht“ für uns?

    Gruss schlagloch.

  5. „Japan stuft Akw-Ereignisse als Unfall der Kategorie
    4 von 7 auf Störfallskala ein“: lese ich vor weniger
    als einer Stunde auf dem „Deutschlandfunk“.
    Trotzdem ist es der richtige Weg, bei jedem Unglück
    das Schlimmste zu denken – zur Stunde die größte
    mögliche Auslöschung.
    Das Schlimmste ist, was der Greis Simeon sah, als
    er das Kind Jesus im Tempel in Jerusalem nach der
    Vollendung der Reinigung seiner Mutter in seine Ar-
    me nahm – „Lk 2,29-32“ im „Neuen Testament“:

    „Nun entlässest du deinen Diener, Herr, nach
    deinem Worte in Frieden;
    denn meine Augen haben dein Heil geschaut,
    das du bereitet hast im Angesicht aller Völker,
    ein Licht zur Offenbarung für die Heiden und zur
    Verherrlichung deines Volkes Israel.“

    Keineswegs erst heute habe ich zu fragen: was
    sah der Greis Simeon, das wir mit der unbestimm-
    ten Theorie des Lichtes, die auch unsere Furcht
    vor dem Verstrahlungssupergau bedingt, beschrei-
    ben können?
    Es gibt keine Erkenntnis, die nicht zuerst vom Alter
    ausginge. Jesus begibt sich als zwölfjähriger Knabe
    in den Tempel, um das als Eckstein seines Lehrens
    festzuhalten.
    Ich kaufte heute um die Mittagszeit eine Musik-CD:
    César Franck – Orchestre du Capitole de Toulouse.
    Vincent d’Indy, „seinen Schüler“, sollen wir hören, der
    über César Franck, als er „mit 68 Jahren“ – „erst-
    mals (!)“ – „die Freude eines Publikumserfolges da-
    vongetragen hatte … ganz naiv … [sagte]: ‚Seht
    ihr, jetzt fängt das Publikum an, mich zu verstehen!'“
    Außerdem kaufte ich: Anton Bruckner, DIE 3 MESSEN,
    „Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rund-
    funks – Dirigent: Eugen Jochum“.
    Beides wurde mir empfohlen.

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