WIEN:splitter II

Kommt ein Wienbesucher in die Verlegenheit, gleich ob er aus einem Bundesland angereist ist oder einem europäischen Land, eine typische Haltung oder Geste der Wiener zu beschreiben, dann könnte er sagen: „In der U-Bahn auf den Oberschenkeln verschränkte Arme, welche die Handtasche oder den Stadtrucksack festhalten. Die U-Bahn ist ein modernes öffentliches Verkehrsmittel, man kommt mit ihr schnell zu den wichtigsten Zentren und Plätzen der Stadt. Beim genauen Hinschauen gibt es verschiedene Eigenheiten, eine ist das Misstrauen gegenüber dem Sitznachbar. Alle Taschen werden krampfhaft mit beiden Armen festgehalten. Oder ein plötzlicher Platzwechsel, wenn jemand dem Äußeren nach nicht ordentlich aussieht. Immer wieder zu beobachten ist, dass jemand seinen BicMäc mit dem Hund teilt. Ein Problem sind die Gratiszeitungen, die beim Eingang zur U-Bahnstation mitgenommen werden, durchgeblättert werden und im Waggon liegengelassen werden und später  am Boden landen. Man muss in der U-Bahn über einen Zeitungsblätterwald darübersteigen.

Gleich rechts und links vom  Eingang in den Stephansdom befinden sich die Altäre der Heiligen, wo man gegen Bezahlung ein Teelicht vor dem Altar anzündet, umso die Fürbitte zum Heiligen zu verstärken. Wer es bequemer haben will, kann gegen eine Gebühr einen Zettel ausfüllen und darauf seine Bitte schreiben und in einen Korb werfen. Von kirchlicher Stelle wird versichert, dass für alle Bitten im Korb zu einem bestimmten Zeitpunkt, am 8. 12., gebetet wird.

Alles bezahlt.       

Ein Gedanke zu „WIEN:splitter II

  1. Ich fand bei der Kepler-Brücke in Graz in der Steiermark einen Spendenaufruf von „Ärzte ohne Grenzen“ mit einer Telefonnummer, um per Handy zu spenden. Ich erhielt per SMS bestätigt, daß ich einen Geldbetrag per Handy, per SMS, gespendet hätte. Ich las nun vor weniger als einer Stunde auf diesem Bildschirm ein Interview von Stefan Binder mit Florian Lems von „Ärzte ohne Grenzen“. Ich las in der „Heiligen Schrift“, daß Jesus einen Kalender durch einen „Winter“ datiert: in Deutschland und Österreich gibt es einen Meteorologischen Winterbeginn „1. Dezember“, der im Augenblick auch einen Übergang zu einem „Sonntag“ hat; ich kann den „Sonntag“ als griechisch auffassen, wodurch er aber trotzdem auch einen Sabbat datiert. – Ich äußerte mich in diesem Zusammenhang gegenüber Peter Strasser h t t p s:/ / online.uni-graz.at/kfu_online/visitenkarte.show_vcard?

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