uni:tag

Gedanken sollte man sich um die eigene Zukunft machen, auch wenn man  im Ruhestand ist. Nicht nur in die Vergangenheit zurückzublicken. Das Verharren im Gestern blockiert die Energie für die Zukunft. Man kann auf der Stufe des Erfolges und der gleisteten Arbeit der letzten Jahrzehnte kurz innehalten und dann diesen Lebensabschnitt abschließen. Die Meisten sind gegenüber ihrer vergangenen Arbeit zu selbstkritisch, selbst, wenn es zum Abschied Lob gegeben hat. Sie verlängern damit in die Pension hinein die Unzufriedenheit. Besser ist es mit den gelebten Jahre Frieden zu schließen. Neben dem  Beruf als Kaufmann habe ich bei der Organisation von kaufmännischen und kulturellen Veranstaltungen mitgeholfen. Ist der Wille vorhanden, zahlt es sich aus sich weiterzubilden: Mit dem Besuch einer Schreibwerkstatt, eines philosophischem Seminar und einer Vorlesung zur regionalen Geschichte.

Nach ein paar Semestern als außerordentlicher Student auf der Uni, kann ich vom Unialltag einiges erzählen. Ich, sechzig Plus, empfinde vieles anders, als die Studentinnen und Studenten, zwanzig Plus. Betritt man als Neuer die Aula der Alpenadria Universität, dann ist der erste Eindruck verwirrend, ein wenig chaotisch. In allen Ecken und Enden sitzen, stehen und plaudern junge Menschen. Der größere Teil von ihnen arbeitet am Laptop oder blättert am Handy. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man inmitten dieses Gewirrs von Stimmen, des Kommen und Gehens, seine Aufgaben erledigen kann. Zusätzlich werden dazu noch die Emails und die neuesten Postens auf Facebook und Twitter verfolgt. Am Buffet herrscht immer ein Gedränge, die Aufbruchsstimmung  macht die jungen Menschen hungrig. Ohne einen Sandwich und einem Coca Cola kann man nicht lernen. In meiner Jugend hat es geheißen: „ Ein leerer Magen studiert nicht gerne“.

Auszeit.

 

6 Gedanken zu „uni:tag

  1. Hallo Schlagloch 🙂
    Verstehe ich das jetzt richtig? Du hast jetzt oder in jüngerer Vergangenheit einige Semester an der Uni zugebracht, um dich weiterzubilden?
    Beeindruckend. Was hast du denn dort für Kenntnisse erworben?
    Grüßli zum Wochenende 😉

  2. JESU WORTE am Ende des Evangeliums des Arztes LUKAS – Jesus verlangt Speise, die Anwesenden sind in einen MANISCHEN ZUSTAND verfallen und nicht in der Lage, über ihren Glauben zu urteilen: MANIE und DEPRESSION sind aber wohl untrennbar verbunden. Ich sagte das, weil die INSTITUTION MEDIZIN doch wohl an die INSTITUTION UNIVERSITÄT gebunden blieb.

  3. Hallo Schlafmütze!

    Stimmt. Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass man auch Vorlesungen besuchen wollte, aber es dann nicht gemacht hat. Ich habe es gemacht und in kleinem Umfang behalte ich es in der Zukunft bei. Vorrangig war mir, der Bereich „Schreiben“ , theoretisches und praktisches. U. a. besucht: Schreiben & Publizieren, Philosophieren anfangen, Geschichte des Alpen-Adria Raumes, Schreibprojekt (dabei den Anfang eines Buches er schrieben), BlogLife ( hier warte ich noch auf meine Note für meine Seminararbeit) usw.

    Manche Texte, Geschichten und Reportagen werde ich im Blog online stellen.

    Gruss schlagloch.

  4. Herr Siegfried Paul Posch!

    Es heißt, dass Manie und Depression sehr eng mit der Literatur verbunden sind. Wahrscheinlich heilt die Medizin nicht nur Krankheiten, sondern die Medizin als Wissenschaft bringt auch immer neue Krankheiten hervor, eine Krankheitsgebärmaschine.

    Gruss schlagloch.

  5. Hallo Schlagloch 🙂
    Ich staune. Besonders „Philosophieren anfangen“ halte ich nicht nur für extrem spannend, sondern auch für enorm schwer.
    Interessant ist sicher auch „Geschichte des Alpen-Adria Raumes“.
    Während generell „Schreiben und Publizieren“ eine eher trockene Materie ist, oder?
    Toll, bin wirklich beeindruckt. Also nix ist mit lustigem Rentnerleben 😉
    Liebe Grüße 🙂

  6. JESU WORTE über den philosophischen Begriff „Gerechtigkeit“ im Evangelium bei „MATTHÄUS“ – „23, 23“: wir bezahlen mit enornem Buchhaltungsaufwand Steuer für Minze, aber für das Einfache fehlt uns jeder Sinn. Mir fiel seit Wochen auf, daß, bei einfacher genauer Betrachtung, nicht nur die Hornissenschwebfliege, sondern auch die Hornisse die Minze liebt, der wir das Gelobte Land verdanken – s., in der Schrift „BUCH 2 MOSE 23, 28“, „BUCH 5 MOSE 7, 20“, „BUCH JOSUA 24, 12“, dieses Kapitel berichtet auch über den Tod des Priesters, des Neffen des Moses, der das Priestergewand hat. – Ungerecht scheint mir auch, daß in Berlin Bernhard Lichtenberg vergessen wird, dessen Gedenktage am „23.“ im Monat wären: die Wirtschaftskammer in Graz hat ein Denkmal vom „23. November 1988“ für den Hafen von Triest, als „DIE MAUER“ zu fallen begann.

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