glocken:klang II

Auch in den nächsten Wochen wird die EU-Führung noch immer darüber diskutieren, dass die Flüchtlinge bereits in der Türkei oder in Griechenland einer Auslese unterzogen werden sollten. Eine Unterscheidung treffen, zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen, wie es immer angekündigt wird. Abseits der Diskussionen um Flüchtlingsströme und deren Kontrolle oder wo sie für eine Nacht untergebracht werden, gibt es so etwas wie Normalität und eine andere Seite des gesellschaftlichen Lebens. Neben den sich selbst lobenden und möglichst oft in Szene setzenden Gutmenschen gibt es die vielen Beschäftigten und die Unternehmer in diesem Land. Dessen Arbeit ermöglicht es, dass die Flüchtlinge mit Decken, Essen und Unterkünften versorgt werden können. Der Obmann der Wirtschaftskammer beschwerte sich öffentlich über die Einführung der Registrierkassenpflicht. Diese erweckt den Eindruck, dass man die Unternehmer unter Generalverdacht stellt, dass sie Steuern hinterziehen.

Welchen Aufschrei gäbe es in den Medien, wenn man die Asylbewerber unter Generalverdacht setzen würde, dass sie gewalttätig werden.Ohne, dass die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber nicht regelmäßig ihre Steuern abliefern würden, könnte sich unsere Regierungsspitze nicht mit einem Lächeln vor die TV Kameras stellen und sagen: „Wir schaffen es.“

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4 Gedanken zu „glocken:klang II

  1. Hallo Schlagloch,

    hier klingelt es öfters. Ich habs bis an mein Ohr vernommen und bin jetzt zu dir gekommen. Du lebst also noch, und schreibst also noch.
    —–
    Flüchtlings.Auslese
    Das Wort klingt zärtlich, hat aber eine grausige Bedeutung.

    Grüße an den Herrn Schlagloch aus dem Rosenherz

  2. Hallo Rosenherz,

    wie ist Dein „hier klingelt es öfters“ zu verstehen? Ja, ich blogge noch, seit einem Dutzend Jahre. Inzwischen „langzeitarchiviert“ vom Literaturarchiv Marbach.

    Vielleicht ist es mit der Flüchtlingslage wie in der Geschichte mit dem „verlorenen Sohn“. Der daheim gebliebene Sohn, welcher den Vater in allem hilft, ist kaum ein Wort des Lobes wert. Als der „verlorene Sohn“, der alles verprasst hat, nach Hause kommt, gibt es für ihn ein Festmahl.

    Das milde Wetter macht es möglich, auf dem Balkon blühen noch die Rosen.

    Gruss schlagloch

  3. Lieber Schlagloch,
    mit dem Klingeln meinte ich, sich Gehör verschaffen durch das läuten von einem Glöckchen. In deinem Fall im übertragenen Sinn. „Ich habs läuten gehört“ meint, dass ich mal wieder an dich und dein Weblog gedacht habe und hierher gekomemn bin.

    Die Geschicht emit dem verlorenen Sohn erinnert mich daran, wie das noch bei den Bauernhöfen vorkommt. Die Kinder, die wegezogen sind und manchmal zu Besuch heimgekommen, scheinen oft mehr zu gelten bei den Eltern, als jene die den Hof übernommen haben und sich tagtäglich um die alternden Eltern kümmern.

    Liebe Grüße aus NÖ
    Rosenherz

  4. Hallo Rosenherz!

    Deiner Beobachtung bei den Bauern kann ich mich nur anschließen.

    Gruss schlagloch

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