barcamp:nachlese II

Wie gefangen ich vom Blogcamp und vom Besuch des Kunsthauses Graz war, zeigte sich bei der Abreise am Bahnhof. Mit ungläubigem Staunen blickte ich auf den Monitor mit den Abfahrtszeiten, nirgends konnte ich die Zugverbindung nach Villach entdecken. Etwas Verzweiflung machte sich breit, als zum angegebenen Abfahrtstermin ein RJ angezeigt wurde der den Flughafen Wien als Ziel hatte. Wo ist mein Zug nach Villach, weder vorher noch später konnte ich eine Zugsverbindung  nach Villach entdecken. Bis ich für mich lokalisiere, dass es keine Direktverbindung gibt, sondern der RJ nach Wien ist auch mein Zug. Umsteigen in Bruck an der Mur, erst dann geht es direkt nach Villach. Ich war erleichtert.

In Judenburg herrscht leichtes Schneetreiben. Ich formuliere meine live Blogbarcampstichwörter in meinem Notes aus. Wie kann man Außenstehenden  das Wesen eines Barcamps erklären? Vielleicht so, wie den Unterschied zwischen dem gedruckten Brockhauslexikon und der freien Enzyklopädie Wikipedia. Beim Brockhaus gibt es eine installierte Redaktion und einen Wissenschaftsbeirat. Diese Erstellen die Schlagwörter mit den Inhalten, von einem Fachbeirat überprüft. Man kann sagen, der Eintrag gibt den derzeitigen Wissenstand wieder. Bei Wikipedia ist der Personenkreis welche mitarbeiten eigentlich unendlich. Jeder der sich befähigt glaubt, kann an den Einträgen mitarbeiten. Die Kontrolle  erfolgt durch Wissenswächter, die aber nicht unbedingt die fachliche Autorität wie die Redaktion beim Brockhaus haben. Ein Vorteil ist, die Einträge können sich dem geänderten Wissenstand schneller anpassen.

Zu den Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Google.

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