grün:finger I

Von den meisten Menschen wird der Frühling herbeigesehnt, damit verbindet man Glücksgefühle.Täglich erlebt man wie die Tage länger werden, so beim Erwachen. Vor zwei Monaten war es beim Aufstehen noch dunkel und düster, plötzlich ist es im Schlafzimmer hell. Wohnt man an einer ruhigen Straße in der Innenstadt, genügen zumeist ein paar Bäume in der Nähe und man kann in der Morgendämmerung die Vögel zwitschern hören. Irritierend, wenn die Vögel Handyklingeltöne nachahmen. Gab es monatweise keine Sonne in der Küche, so scheint zum Frühstück die Sonne beim Fenster herein, weil der Sonnenaufgang weiter nach Osten gewandert ist. Oftmals genügen ein paar Schalen mit Blumen auf dem Balkon, um etwas vom Frühling zu spüren. Geht oder fährt man auf dem Weg zur Arbeit bei einer Parkanlage vorbei, weitet sich das Herz, wenn man die Beete mit den Tulpen, den Narzissen und Stiefmütterchen sieht. Die Äste der Bäume und Sträucher überziehen sich mit einem feinen grünen Streifen, plötzlich strecken sich grüne Finger gegen den Himmel.

Noch unmittelbarer erleben den Frühlingsstart Menschen, ich sehe einmal von den Menschen in der Landwirtschaft ab, welche in einer Kleinstadt oder am Stadtrand wohnen. Solche, welche einen Garten haben wo das Gras zu sprießen beginnt und die winterharten Frühlingsblumen ihre Köpfchen aus dem Boden strecken. Hier kann man auch sagen, man kann den Frühling riechen. Kommt es zwischendurch zu einer Schlechtwetterfront und es zeigen sich die umliegenden Berge frisch verschneit, kann man wieder den Schnee riechen. Beneidenswert, wer diese Zeit intensiv erlebt.

In einer privilegierten Situation ist jemand, wenn man ohne sein Zutun vom Wohnzimmer aus auf einen oder mehrere gepflegte Gärten blickt. Dabei beobachtet, mit wie viel Eifer und Ausdauer sich die Besitzer um ihre Gartenanlage kümmern. Dabei kann man sie beneiden oder darüber zufrieden sein, dass man das Wachstum und das Blühen mitverfolgen kann, aber keine Arbeit hat. Genuss ohne Anstrengung und ist gut beraten, wenn man diese Situation ohne schlechtes Gewissen genießt, ein wenig trifft dies auf mich zu.

Obstgarten

6 Gedanken zu „grün:finger I

  1. Hallo Gerhard!
    …dies trifft besonders heute am „Tag der Arbeit“ zu. Da in Zukunft die Arbeit weniger wird, laut Prognosen, spricht man heute auch nicht mehr von Arbeitszeit, sondern von Lebenszeit. Diese kann alle Tätigkeiten umfassen, auch was bis zur Zeit als Hobby gilt.

    Gruss schlagloch

  2. Lieber Schlagloch, ich finde das so treffend und schön beschrieben, wie der Frühling dich beeindruckt

  3. „Messias“ – Händel, Klopstock. Herder – Lessing. Das Lieblingslied meiner Mutter: „Frühmorgens, wenn die Hähne krähn“, dessen Morgen-Motiv bei Klopstock vorkommt, ein Grazer Buch-Antquariat bot uns eine zweibändige Duodez-Ausgabe, mit Kupferstichen, von Klopstocks „MESSIAS“ an, „1834“ n. Jesu Geb., New York. Mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter wurde der Mithras-Kult in Verbindung gebracht – der Wein Sodoms. Stimmt es, daß das Weihnachtsfest den Mithras-Kult ersetzt? Aber: eine Dame meinte meinem Hund Alcor und mir gegenüber, die Frage sei nicht so wichtig, warum die Versuchungen Jesu im Evangelium des Arztes Lukas in einer andern Reihenfolge erzählt werden als in einem zweiten Evangelium.

  4. Hallo Monika!
    Irgendwo und irgendwie hat wahrscheinlich jeder die Gelegenheit den „Frühling“ mitzuerleben, man muss ihn auch zulassen…

    Frühlingsgrüße schlagloch

  5. Jesus sagt im Evangelium des Jüngers, den Jesus liebt und der bei Jesu letztem Abendmahl an Jesu Brust liegt, „7,21“, daß er nur ein einziges Werk vollbracht hat. Wir weisen auf unsern Eintrag auf dem Formular „Kontakt – Gemeinde Nestelbach – Dorfplatz 2 – 8302 Nestelbach bei Graz“ von vor weniger als 1 Stunde hin, dessen Eingang bestätigt wurde. – An Donnerstagen: unser Handy – Nr. 0664 913 5616 – vom Morgen bis „12h“, Nichtsommerzeit, ausgeschaltet.

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