fron:leichnam I

Um Gottessegen für das Gedeihen von Obst, Getreide und anderen Feldfrüchten, aber auch um die Gesundheit der Haustiere, wird bei der Bittprozession am Fronleichnamstag gebetet. Eingeschlossen in die Bitten wird auch die Erhaltung der Gesundheit für die Bevölkerung. In den Landgemeinden strömen in den Morgenstunden des Fronleichnamstags die Menschen in Festtagstracht, Opa und Oma bis zu den Enkelkindern, zur Kirche. Begleitet vom Klang der Kirchenglocken ziehen die Kirchenbesucher aus der Kirche aus und formieren sich für die Prozession. An der Spitze die Männer mit dem Kruzifix und Fahnen mit religiösen Motiven, dahinter die Kinder und die Frauen. Dann die Musikkapelle, Abordnungen der Landjugend und der Feuerwehr, alle in Galauniform.

Jetzt kommt das Herzstück des Umzuges, der Himmel, ein Baldachin mit vier Stangen und getragen von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates. Unter dem Himmel der Pfarrer in prächtigem Ornat und in den Händen trägt er das Allerheiligste, die Monstranz mit dem Leib Christi. Begleitet von den Ministranten. Hinter dem Himmel folgt der Kirchenchor und danach, gestaffelt nach Rangordnung, die Männer. Vorneweg der Bürgermeister mit den Gemeinderäten, die Lehrerschaft und der Gemeindearzt, Unternehmer, Kaufleute und Bauern. In dieser Formation zieht man in einem Umkreis von zwei bis drei Kilometer, zumeist auf Feldwegen, durch landwirtschaftliche Anbauflächen.

Glockenblume

4 Gedanken zu „fron:leichnam I

  1. In manchen Regionen (Griechenland) vergrub man lange Statuen in der Ackererde, um das Wachstum von Getreide zu befördern.
    Ich hatte diese mal gezeigt.

  2. Hallo Gerhard!

    Habe ich richtig gelesen, „Statuen“? Wenn, sind dies Fruchtbarkeitsgöttinnen? Schon immer haben die Menschen daran gezweifelt, dass ihr Einsatz und Arbeitskraft genügt, um eine gute Ernte zu erwirtschaften. Sind wir nur mit Gott, den Göttern stark?

    Gruss schlagloch.

  3. Hallo Franz,
    nein, gelängte Figuren wie Giacometti. Sollten wohl Weizen darstellen.

  4. Korrektur zu unserm Eintrag auf „fron:leichnam II“: „geschenkt“. „Fahnen“: Kuruzzen, „8. Dez.“, vor weniger als 1 Stunde auf diesem neuem Rechner angeklickt ‚google‘, „kuruzzen gnas“, „1707“ n. Jesu Geb. Angedacht: eine Vierwirte-Radtour – mit Zelt über Allerheiligen i. Mürztal? – „Häuserl i. Wald“, „Kirchenwirt Maria-Trost“, „Faßlberg“, „Weißes Rößl a. Wolfgangsee“. Anlaß: das Buch über „750 Jahre“ der Geschichte von Gnas von Helmut Pulko mit Information über Kaiser Ferdinand „den Gütigen“.

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