corona:zahlen II

Muss man sich dafür schämen, beharrt man darauf, dass Meinungsverschiedenheiten nach den geltenden Gesetzen beigelegt werden? Bei solchen Vorkommnissen frage ich mich, falle ich mit meinem Alter aus der Zeit? Verliere ich an Lässigkeit und gehört es heute zum guten Ton, Vereinbarungen und Verpflichtungen nicht mehr ernst zu nehmen? Zumeist ernte ich Unverständnis und insgeheim Ratlosigkeit mir gegenüber, kann sich der Alte nicht von seiner geordneten Struktur trennen. Das letzte Jahrzehnt hatte ich den Eindruck, alles ändert sich rasant. Ich möchte sagen, mit Überschallgeschwindigkeit, sei es in der Erzeugung, in der Kommunikation, beim Verreisen, in der Freizeit. Vieles wurde globaler, alle verloren wir an Bodenständigkeit. Die Gesellschaft war gerade dabei ein weiteres Triebwerk zu zünden, um die zweifache Schallgeschwindigkeit zu erreichen, da mischte sich in das Getöse der Triebwerke ein kleiner Virus. Der Versuch musste abgebrochen werden und man war froh darüber, dass ein Triebwerk halbwegs funktionierte. Panisch horchte man auf jede Veränderung des Triebwerksgeräusch und sah sich vorauseilend um einen möglichen Flughafen um, um die vorhandenen Erfolge sicher auf den Boden abzustellen.

Das kryptische Experiment, mit dem Tauschen der Ziffern, könnten wir auch bei den Jahreszahlen machen. Vertauschen wir die letzten zwei Ziffern, dann hätten wir das Jahr 2012 statt 2021. Gerade wie man die Uhr zur Sommerzeit um eine Stunde zurückstellt, könnte man die Jahre zurückstellen. Es gäbe keine Coronapandemie, die Flüchtlingskrise wäre nicht passiert und das Ibiza Video hätte noch niemand gesehen. Unzählige Personen wären bei dem Gedanken, dass sie wieder zehn Jahre jünger sind erleichtert und würden sich mental besser fühlen.

3 Gedanken zu „corona:zahlen II

  1. 2012, mit dem Wissen, was die nächsten neun Jahre passieren würde, wäre zum verzweifeln

  2. Hallo Gerhard,

    dieses Wissen wäre bestimmt ein „zweischneidiges“ Schwert und könnte beim Einzelnen viel Unheil anrichten. Es ist gut so, dass wir trotz Zukunftsforscher eigentlich nichts genaues über die Zukunft wissen. Eigentlich nichts genaues was in drei Stunden sein wird.
    Gruss schlagloch

  3. JESU WORTE: Jesus sagt, wer das Manna in der Wüste ißt, stirbt. „Johannes 6,49“. Aber in der „Apokalypse“, „2,17“: das verborgene Manna. „Danach“, „4,1“ – „eine Tür .. aufgetan im Himmel“ und, auf Patmos, die „große Stimme“, welche sagt „ich will dir zeigen, was nach desem geschehen soll“. – In der „ZiB 2“ vor ‚unserer‘ 🙂 Mitternachtsrunde, der Mitternachtsrunde meines Harzer Fuchses Alcor: Polen, ein Land des Waldes, und Ungarn, ein Land der Heilpflanzen. Der Wald Jörg Haiders: zu „1986“ n. G. [sic]? E, „Siegfried Posch“

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