corona:vulkan

Gereizt reagieren immer mehr Menschen, wenn es auch unbeabsichtigt, beim Einsteigen in den Bus oder in der Fußgängerzone zu einer leichten Berührung kommt. Im Normalfall geschützt durch ein Kleidungsstück. Es gibt die verschiedene Corona Typen, einige rücken vor Ungeduld und trotz Bodenmarkierung beim Warten vor der Supermarktkassa auf die Pelle, sodass man den Atem im Nacken spürt. In diesen Monaten hat der Atem einen besonderen Beigeschmack, es könnte der Atem des Todes sein, bei aller Dramatik. Wie aufgeheizt die Stimmung ist zeigte sich vor ein paar Tagen bei der Kassa in einem Billa Laden. Eine Frau legte ihre Lebensmittel auf das Förderband und platzierte eine Trennung vor der nächsten Kundschaft. Danach stellte sie eine Flasche Wein auf das Förderband. Die nächste Kundin versuchte die Dame auf den Irrtum aufmerksam zu machen, was auf Grund der Maskenpflicht und den Problemen bei der Verständigung misslang. Als nächstes erdreiste sich die nachfolgende Kundin die Dame mit einem Finger am Arm anzutippen.

Damit hat sie in ein Wespennest gestochen. Wie eine Tarantel drehte sich die Angetippte herum, und brüllte die Frau hinter ihr an: „Fassen sie mich nicht an, ich will von niemanden berührt werden. Wie können sie es sich erlauben mich am Ärmel zu berühren.“ Die Zurechtgewiesene versuchte einzulenken und erklärte, dass sie es schon verbal versucht hat und es jetzt auf sanfte Art probierte. „Sie sei eine unverschämte Person und dies in Pandemiezeiten ein ungeheuerlicher Vorgang“, bekam sie zur Antwort. Die Angst vor einer Ansteckung mit Corona sitzt zu tiefst in unseren Knochen und noch tiefer in unserem Unterbewusstsein. Die Corona Ängste sind ein schlummernder Vulkan, der jederzeit wieder aktiv werden kann.

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