Kochen…

… geschlossene Systeme.

Mit einer guten Küche, einem schmackhaften Essen, kann vielerlei gelingen. Darum gibt es einige Gerüchte und prägnante Lebensweisheiten: Die Liebe geht durch den Magen oder mit Liebe gekocht. Das Gegenteil sind die deftigen Beispiele: Du frisst wie eine Sau, dies frisst nicht einmal der Hund oder er frisst mir aus der Hand. Es wäre ein Selbstbetrug, sagt jemand, es interessiert mich nicht, welches Menü es heute zu Mittag gibt?  Es ist ihm einerlei wer heute in der Küche steht? Das Internet ermöglicht die digitale Speisekarte, beliebt bei Berufstätigen und Alleinstehenden, welche ihr Mittagsmenü in einem Gasthof vorbestellen. Manche Gasthäuser bieten Menüs zum Abopreis an und stellen den Speiseplan für eine Woche auf ihre Webseite. Noch bequemer ist es, eine Mahlzeit durch den Kurierdienst in die Wohnung oder in das Büro liefern zu lassen. Bevorzugt werden Pizzas ausgewählt. Während der Corona Pandemie haben wir dieses Service erstmals genützt. Die schönste Variante ist zu Hause bei der besten Köchin der Welt anzurufen und einen Wunsch zu deponieren.

Einen hohen Stellenwert hat das Essen in geschlossenen Systemen, während der Schulzeit in einem Internat oder in einer Kaserne während der Bundesheerzeit. In der Internatszeit, wo der Schulbesuch und das Wohnen unter einem Dach passierte, haben wir nach öden Schulstunden in das Mittagessen große Hoffnungen gesetzt. Bevor die Türen vom Speisesaal geöffnet wurden versammelten wir uns im Innenhof vom Renaissanceschloss Tanzenberg. Gesittet, dies war Pflicht. Nach dem Öffnen drängten wir in den Speisesaal und nahmen unsere Plätze an den länglichen Tischen ein. Ein Tisch bot für acht Schüler Platz. In der Nähe der Essensausgabe saßen die Schüler der Oberstufe, alles hatte seine Rangordnung.  

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