whats:app

Seitdem ich WhatsApp verwende wird die Verwandtschaft, Freunde und Bekannte mit Schnappschüssen vom Urlaubsgeschehen versorgt. Auch die Urlaubsgrüße werden so schnell und kostengünstig versendet. Das Nachsehen haben die Verkäufer von Ansichtskarten, selten verirrt sich noch ein Tourist zu einem Kartenständer. Auf den Sozial Media fallen beim Verreisen alle Hüllen. Von den Reiseveranstaltern, welche ökologisch nachhaltige Reisen anbieten wird man  aufgefordert, während des Urlaubs beim Fotografieren mit anderen Personen respektvoll umzugehen. Meine Passion ist abseits von den Sehenswürdigkeiten, die Stimmung eines Ortes oder Augenblickes zu erfassen. Mit der Kamera einen liebevollen Blick auf das nicht Aufgeräumte, etwas schlampige Geschehen zu werfen. Als Mitteleuropäer sind wir fixiert auf das absolut Perfekte. Meinem Auge tut es gut, wenn ich bei einem Stadtbummel etwas Desolaten begegne. In unserer Optimierungsgesellschaft wirkt es für mich erlösend, stolpere ich über eine menschliche Schlampigkeit. Am Dorfrand an einer Ansammlung von wertlosem Gerümpel vorbeigehe, ausrangierten landwirtschaftlichen Geräten, kaputten Fahrrädern, beschädigte Behälter und Sessel. Vielleicht gibt es dafür irgendwo eine Verwendung und es erspart einen Neukauf.

Stark frequentiert ist in Rovinj die Gries Gasse, welche mit glatten Stufen steil zur Kathedrale der Ephemera emporführt. In dieser schmalen Gasse sind eine Unzahl von kleinen Ateliers und Kunsthandwerks Läden angesiedelt. Zu sehen sind kreative Objekte in Holz und Ton, Landschaftsbilder in Acryl-, Öl- und Aquarellmalerei.

Dieses reizvolle Gässchen ist ein Touristenmagnet und es wäre sinnvoll die Läden finanziell zu unterstützen. Die Stadtgemeinde könnte für die Miete aufkommen. Für die Innenstadt sind die Künstler eine Bereicherung. Diese Förderung könnte man mit der EU-Förderung für die Bauern, für die Bewirtschaftung der Almen, vergleichen. Nicht fördern muss man ein Restaurant an der Uferpromenade, wo man bei der Bestellung Spaghetti mit Meeresfrüchten, Spaghetti mit Meeresabfällen bekommt.

Muscheln

5 Gedanken zu „whats:app

  1. Wir sollten an der Tür einer Kirche, in der Kärntner sangen, eine Information erhalten, die wir dann aber nicht erhielten – tangierend das „Arzt heile dich selbst!“, aber kann Jesus das gesagt haben? Soll das für Suchtgifte gelten? Jean-Paul Sartre: im Hotel „Goldener Adler“ in Innsbruck, „1972“ n. Jesu Geb., wo ich mit meinem Sohn auf der Fahrradfahrt nach Bobbio eine Fahrradreparaturwerkstätte aufsuchen mußte. Eine Dame, die mir das „Nobody is perfect!“ zitierte, nahm von uns förmlich die Zurechtweisung entgegen (wohl ein singulärer Fall), daß wir vollkommen sein sollen wie der Vater im Himmel – JESU WORTE.

  2. Grüß Gott Herr Siegfried Paul Posch!

    …vollkommen sein wie der Vater im Himmel, dies würde einem Verbot des Menschlichen gleichkommen. Gibt es den Menschen nicht, braucht es dann Gott und gibt es IHN dann? Bis heute und nach vielen Fragen, habe ich darauf noch keine Antwort bekommen.

    Gruss schlagloch

  3. Ich erwachte gerade aus einem TRAUM – von einem Radfahrer. Der Radfahrer hatte mir am Abend gesagt: „Der Gott der Juden existiert nicht, die Juden haben ihren Gott erfunden.“

  4. Grüß Gott Herr Siegfried Paul Posch!

    … eine Gleichung mit drei unbekannte Größen, der Traum, der Radfahrer und Gott.

    Gruss schlagloch

  5. „Großer Gott, wir loben dich“, … „heilig, Herr der Himmelsheere“ – verwendet für einen Gottesdienst in Graz. Es kam aber zu einem Dissens. Auf diesem Bildschirm erschien nach Jesu neunter Stunde am Kreuz eine Buchhandlung in Wolfsberg in Kärnten und zugleich eine in Klagenfurt und eine in Judenburg. Ich durfte mit jener in Judenburg ein Telefongespräch führen. Siegfried Paul B. Posch

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