…in der Welt?
Hans Jonas verweist darauf, dass sich der göttliche Grund des Sein sich dem Zufall des endlosen Werdens anheimgegeben hat. Im Abenteuer von Raum und Zeit hielt Gott nichts von sich zurück. „…wenn Gott und Welt einfach identisch sind, dann stellt die Welt in jedem Augenblick und jedem Zustand seine Fülle dar und Gott kann weder verlieren noch gewinnen. Vielmehr damit Welt sei und für sich selbst sei, entsagte Gott seinem eigenen Sein.“[1] „Jeder Artunterschied, den die Evolution hervorbringt, fügt den Möglichkeiten von Fühlen und Tun die eigene hinzu und bereichert damit die Selbsterfahrung des göttlichen Grundes.“[2] „…, dass das Bild Gottes an unserem Ort des Universums in Gefahr ist, wie nie zuvor, und zwar im unzweideutigsten Erdensinne. (…) Dass es hier das absolut Unzulässige gibt, nämlich, dass der Mensch sich selbst zerstöre. Keine unbedingte Pflicht, dass es den Menschen geben soll, ist begründbar aus dem kosmischen Werdezufall, dass es ihn gibt.“[3] (…) „In unseren unsicheren Händen halten wir buchstäblich die Zukunft des göttlichen Abenteuers auf Erden, und wir dürfen Ihn nicht im Stiche lassen, selbst wenn wir uns im Stiche lassen wollten.“[4]Hans Jonas richtet einen leidenschaftlichen Appell an die Menschen, die Erde nicht durch Umweltverschmutzung und Ausbeutung der Rohstoffe zu zerstören. Die Menschheit nicht durch einen nuklearen Krieg auszulöschen. Mit unserem Verhalten gegenüber der Umwelt steuern wirauch die Schöpfung. Würden wir als Menschheit scheitern, wäre auch das göttliche Abenteuer auf der Erde gescheitert.
