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Die Gesten und die Handlungen, welche während einer katholischen Messfeier ablaufen, sind für die dasitzenden Kirchenbesucher zu zumeist irritierend. Sie sind zum passiven Zuschauen verdammt. Am Altar erfolgt eine Huldigung an den einen persönlichen Gott und die Riten erfolgen Sonntag für Sonntag  in derselben Reihenfolge. Es macht keinen Unterschied, egal ob man sich im Inland oder im Ausland befindet, ob man die Sprache des Zelebranten versteht oder nicht, der Ablauf erfolgt nach demselben Muster. Das eindrucksvollste Ritual ist die Wandlung, die Verwandlung von Brot und Wein in Fleisch und Blut Christi. Wobei dies nicht wörtlich gemeint sein kann, denn dies wäre barbarisch. Dahinter steht wohl der spirituelle Hintergrund, in der Kommunion sich ganz mit Christus zu vermählen. Eine innige Beziehung einzugehen, um ein Körper und ein Geist zu werden. Eine Beziehung wie zwischen Frau und Mann, Frau und Frau oder Mann und Mann. Vielleicht wurde diese Feier auch installiert um zu verhindern, dass sich zwischen Gott und den Gläubigen eine Distanz entsteht. So kann sich die Bindung, welche untereinander herrscht nicht lockerer werden und bei Bedarf täglich, zumindest einmal wöchentlich erneuert werden. Ich müsste einmal nachfragen, was es mit der Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi aus religiöser Sichtweise auf sich hat. Im menschlichen Alltag würde ich solche Rituale nicht gutheißen. Eines anderen Menschen Fleisch und Blut zu sich zu nehmen wiederspricht ja auf das Strengste unseren menschlichen Verhaltensweisen. Wagt es jemand von den Lesern dazu einen Kommentar abzugeben?

Es gibt auch einen Unterschied darin,  wie man auf diesen sakralen Höhepunkt vorbereitet wird, mit welchen Liedern und mit welchen Texten. Vor allem, folgen die Handlungen ganz dem Schema oder bemüht man sich eine menschliche Komponente einzubringen. Für wen sonst ist die Zeremonie gedacht? Geht es nicht auch darum, dass man sich während der Messfeier wohlfühlt? Wobei auch das geistige Niveau und die gegenseitige Sympathie zwischen den Kirchgängern und dem Priester eine Rolle spielen. Dies ist bestimmt keine ganz einfache Aufgabe. Ähnlich wie bei Senioren Cafés, wo sich viele weigern, obwohl selbst Senior, einen Seniorennachmittag zu besuchen, weil hier gibt es nur alte Leute. Am nettesten empfindet man diese Treffen noch, wenn man einen ähnlichen Beruf hatte oder Hobby ausübt und es dabei Gemeinsamkeiten gibt.

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Man fragt sich oft, was macht den Geist oder konkreter, was macht einen geistigen Menschen aus? Bei einer Beurteilung wird jeder von sich ein höheres Urteil abgeben. Das geistige Vermögen schätzt man danach ein, was man in der Schule und im Beruf erreicht hat. Bei den Schulzeugnissen stellt sich die Frage, sind sie ein Gradmesser für das Niveau eines Menschen? Besteht nicht die Möglichkeit, dass sich Fähigkeiten abseits von Schulnoten entwickelt haben? Im Berufsleben kommt viel Wissen und geistige Wendigkeit hinzu, heute sprich man vom lebenslangen Lernen. Dazu ist es notwendig, dass man von diesen Angeboten Gebrauch macht und nicht dem Irrtum unterliegt, dass einmal lernen genügt. Viele glauben sie schaffen neue Herausforderungen, wie den Sprung in die Selbstständigkeit, ohne Unterstützung. Ich konnte erleben, wie anregend ein gemeinsames Wochenende für Kleinunternehmer, veranstaltetet vom Wirtschaftsförderungsinstitut, sein kann.

Scheidet man aus dem Arbeitsleben aus, dann erhält auch der Wille zur Fortbildung  einen Knick. Am Lautesten werden Computerkurse für Senioren und Seniorinnen beworben. Die  Zukunft schätzt den Umgang mit dem Computer, ein Computerkurs hat den Stellenwert einer Lebensverlängerung. Dabei können viele Senioren mit den  zahlreichen Funktionen am PC, mit  der Vielfalt des Internet  nichts anfangen. Mit dem Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit verliert man viele Aufgaben und geistige Herausforderungen, es kann sich eine neue geistige Situation ergeben. Geht das geistige  Gegenüber verloren und versteckt sich hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, erwartet einem das Niemandsland der geistigen Herausforderung. In der Werbung wird das Rentenalter mit Reisen und Speisen gleichgesetzt, mit den bequemen Dingen im Leben. Bei den Ausflügen wird man nahe an die Sehenswürdigkeiten herangefahren, so bleibt die körperliche Anstrengung auf niederem Niveau, nach jeder Besichtigung gibt es eine Pause und eine Jause.

Die Fahrt in die Pensionsjahre gleicht einer Reise in die Wüste, wo man Gefahr läuft körperlich und geistig zu verdursten. Wissen und geistige Elastizität waren  im Berufsalltag selbstverständlich, mit dem Pensionsalter gehen sie verloren. Die größere Katastrophe ist, wenn sich die Räder vom Lebensgefährt im Sand eingraben und das Gefährt für immer in einer Dünne verschwindet.

Sandsturm.

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Mit voller Aufmerksamkeit sitze ich in der Kirchbank der Barockstadt Schärding und suche das  Gesicht des Pfarrers. Die Bewegungen des Mundes und der Augen kann ich wahrnehmen. Das Gesicht, er ist Afrikaner, ist im Halbdunkel der Kirche nicht sichtbar. Beim Vorlesen der Messtexte und erst recht bei der Predigt, ist manches durch die Aussprache unverständlich geblieben. Zudem war das Thema für mich ein unverständliches, weil man vom Tod und der Zeit danach nichts weiß. Man hofft, dass man ohne Schmerzen und quälende Gedanken sterben wird. Man erwartet Momente der Reue und des Bedauern, dass man an den Vorkommnissen der Vergangenheit nichts ändern kann.

Von den neuesten Erkenntnissen der Physik kommt Zuversicht, die Gedanken bewegen sicher schneller als mit Lichtgeschwindigkeit. So kann man Handlungen wieder ausradieren und ungeschehen machen. Sobald eine Tat, sei es eine Gute oder eine Böse, aus dem Gedächtnis gelöscht ist, ist sie auch aus der Wirklichkeit, der Welt entfernt.Bei physikalischen Untersuchungen, wie einem Blutbild oder einer Röntgenaufnahme vom Körper kann man Mängel und Fehler messen und sehen. Bei Sätzen aus der Bibel braucht es einen Interpreten, dass die Augen geöffnet werden. Die guten und schlechten Taten wird uns Gott vor Augen führen und uns sehend machen. Oder ist es unser Gewissen selbst, das Gott ist und über die Guten und die bösen Taten urteilen wird. Ist Gott in unserem Wesen eingebaut, wie ein Wiederherstellungspunkt in einem Laptop. Ein Reparatursystem unserer Taten und Gedanken, wenn einmal etwas ausfällt.

Hört man entspannende Musik, am besten Klassik, dann spürt man wie der Körper reagiert. Die Muskeln im Nackenbereich entspannen sich, der Herzmuskel beruhigt sich, über die Handfläche der rechten Hand einatmen. Bei den Kneippgüssen ist das Wasser, das über die Oberschenkel fließt, einmal warm und dann wieder kalt. Im Moment des Wechselgusses zieht sich die ganze Kopfhaut zusammen. Für einen Moment sind alle Poren der Haut gegen den Wechsel, das ganze Gehirn wird durcheinander gerüttelt, als hätte es einen Stromstoß bekommen. Man weiß nicht, ob sich dieser Sturm im Kopf wieder legt und wie sich die Gedanken wieder ordnen.

Sterbestunde.

 

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Bei der großen Zahl von Seen in Kärnten, angeblich 1278,  ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Sagen von Nixen und Wassergeistern überliefert sind. Die Begegnung mit einem Wassergeist im gebirgigen Montafon überrascht. Unter der Kirche von Gaschurn befindet sich eine Ruhe Oase nach dem Motto: „Wasser und Geist“. Dort stehen Sitzbänke und es gibt zwei Brunnen. Überall finden sich Zitate aus der Bibel: „ Wer aus diesem Brunnen trinkt, wird niemals Durst haben.“  „Der Geist der über dem Wasser schwebte und dem Kosmos seine Ordnung gab.“ An der Friedhofsmauer  reifen die Weintrauben heran. Hier kann man seinen Gedanken nachhängen.

Den Geist schweben zu lassen ist räumlich schwierig, da der gegenüberliegende Hang nur eine Armlänge entfernt ist. Über die Berge zu blicken ist unmöglich. Den Ausweg, den Blick talauswärts zu richten, ist möglich. Dort lockt die Freiheit und die Jungen fahren zur Arbeit und zur Unterhaltung talauswärts. Die Hoffnung verspricht ein ungezwungenes Leben, aber auch Gefahren lauern dort. Solange als möglich verhindern die Erwachsenen die Flucht aus dem Tal. Der Weg aus dem Tal wird als schwierig dargestellt, eine Versuchung, der man widerstehen soll.

Wiedersagt ihr dem Teufel, ja wir wiedersagen. Draußen liegt das Verderben und mancher ist den Verlockungen, wie Drogen, Alkohol und Spielsucht erlegen. Dort leben die Einflüsterer: „Man kann beim Glücksspiel sehr reich werden“.

Saureich.