IS:lahm

Ein emotionsgeladenes Thema ist der Islam, die Islamisten, die Dschihadisten und die IS – Kämpfer. Trotz verschiedener Bemühungen  uns darüber zu informieren, kommen wir zumeist mit unseren Stellungnahmen nicht weit. Bei mir kommt es zeitweise zu einer Gedankenblockade, soviel ich auch hin und her überlege, ich komme zu keinem eindeutigen Resultat. Es ist unwahrscheinlich, dass man ohne tiefere Kenntnisse der umfassenden Materie, eine Beurteilung abgeben kann. Kommen Vorschläge zu einer Entschärfung des Konflikts von westlicher Seite, so haben diese westlichen Wissensstandard und Ansichten. So stoßen unsere Analysen auf der Gegenseite nur auf Unverständnis. Im Kernbereich des Islam herrscht Gleichmut, den reichen Ölpotentaten geht es darum, dass sie in einem autoritären Staat an der Macht bleiben. Dabei kommt ihnen, nach meinen Informationen, der Islam mit seiner Rechtsprechung sehr zugute. Mit den einzementierteten Vorschriften, die keine Öffnung der Gesellschaft zulassen. Das Selbstverständnis der Männer ist ein ganz anderes, als bei uns. Warum sollen diese die in den Moscheen, in den Regierungen oder auch nur am heimatlichen Herd an der Macht sind, etwas von ihren Privilegien aufgeben?  Wer ist schon bereit, egal in welchem Land der Erde, sich selbst zu reformieren?  Jene, die nur ein wenig Freiheit oder Liberalismus einfordern, werden mit aller Härte der Scharia verfolgt und bestraft.

Aus einem fehlgeleiteten Gottesverständnis knechtet und verfolgt man die andersgläubige Bevölkerung im Namen Allah. Sie sind überzeugt ihm einen Dienst zu erweisen. Dieses Denken und Handeln hat es über Jahrhunderte auch bei den Christen  gegeben. Wer in der EU unter dem Druck der Mehrheitsbevölkerung leidet, wie die Migranten, findet in den Versprechungen der Dschihadisten  eine willkommene Alternative. Speziell die Jugend, die es hinnehmen muss, dass ihnen der Wohlstand täglich auf der Nase herumtanzt. Dabei wird man empfänglich für die Botschaft von einem neuen Reich und einem neuen Menschen.

68er Bewegung.

handy:selfie II

Bei der Messfeier im Kloster Wernberg, anlässlich des Kloster- Kirchtages, wurde die Kirchengemeinde, die Kinder und die Erwachsenen in den Ablauf einbezogen. Mit kurzen Geschichten, persönlichen Texten und Liedern. Die Bereitschaft für das Spirituelle wurde geweckt, eine Garantie für die innere Verwandlung gibt es nicht. Verändert hat sich in den letzten Jahrzehnten das Verhalten der Kirchenbesucher. Wir saßen als Jugendliche mucksmäuschenstill in der Kirchenbank. Daneben versäumten  wir es nicht, nach den Mädchen auf der anderen Seite zu schielen, aber doch sehr artig. Heute gesteht man den Kindern zu, dass sie sich salopper benehmen. Kleinkinder  nicht als störend empfunden werden, wenn sie nach einer halben Stunde Liturgie die Geduld verlieren. Wie in anderen öffentlichen Bereichen, im Warteraum eines Arztes, bei einer Imbissstube, in einem Bus, in einer Konzertveranstaltung, so hat das Handy auch im Kirchenraum Einzug gehalten. Hier sind es vor allem die älteren Semester, deren Handy läutet, weil sie es vergessen haben stumm zu schalten. Manches Mal verbirgt sich dahinter auch der Umstand, dass es Mühe macht, das Handy aus-bzw. einzuschalten. So passiert es regelmäßig, dass während der Messfeier das Eine und ander Handy läutet, zumeist sehr laut, damit man es im Alltag nicht überhören kann. Es dauert zumeist um einiges länger bis es ausschaltet wird, weil so flink wie die Jugend sind die Senioren im Umgang mit dem Handy nicht. In einigen Fällen wird auch in der Kirchenbank  telefoniert, zumeist handelt es sich um eine Einladung zum Mittagstisch von den Kindern oder Enkel.

Durch das Handy sind die Tuscheleien in den Kirchenbänken und die Fotoapparate aus dem Kirchenraum verdrängt worden. Gestalten Kinder die Messfeier mit, dann wird von den Eltern mit dem Handy ein Video aufgenommen. Das Handy über eine längere Zeit mit beiden Armen hochgehoben, gerade so, wie der Priester den Kelch bei der Wandlung von Wein in Blut hochhält. In den Bänken dahinter können die Gläubigen via Handy den Handlungen am Altar folgen. Am Ende der Messe erfolgt ein Selfie mit dem Zelebranten des Gottesdienstes. Als der Kardinal von Österreich sein erstes Selfie in das Web gestellt hat,  war dies vielen Tageszeitungen ein Meldung wert. Meines habe ich vor vielen Jahren auf der Biennale in Venedig gemacht.  FOTO EINFÜGEN

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Die Gesten und die Handlungen, welche während einer katholischen Messfeier ablaufen, sind für die dasitzenden Kirchenbesucher zu zumeist irritierend. Sie sind zum passiven Zuschauen verdammt. Am Altar erfolgt eine Huldigung an den einen persönlichen Gott und die Riten erfolgen Sonntag für Sonntag  in derselben Reihenfolge. Es macht keinen Unterschied, egal ob man sich im Inland oder im Ausland befindet, ob man die Sprache des Zelebranten versteht oder nicht, der Ablauf erfolgt nach demselben Muster. Das eindrucksvollste Ritual ist die Wandlung, die Verwandlung von Brot und Wein in Fleisch und Blut Christi. Wobei dies nicht wörtlich gemeint sein kann, denn dies wäre barbarisch. Dahinter steht wohl der spirituelle Hintergrund, in der Kommunion sich ganz mit Christus zu vermählen. Eine innige Beziehung einzugehen, um ein Körper und ein Geist zu werden. Eine Beziehung wie zwischen Frau und Mann, Frau und Frau oder Mann und Mann. Vielleicht wurde diese Feier auch installiert um zu verhindern, dass sich zwischen Gott und den Gläubigen eine Distanz entsteht. So kann sich die Bindung, welche untereinander herrscht nicht lockerer werden und bei Bedarf täglich, zumindest einmal wöchentlich erneuert werden. Ich müsste einmal nachfragen, was es mit der Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi aus religiöser Sichtweise auf sich hat. Im menschlichen Alltag würde ich solche Rituale nicht gutheißen. Eines anderen Menschen Fleisch und Blut zu sich zu nehmen wiederspricht ja auf das Strengste unseren menschlichen Verhaltensweisen. Wagt es jemand von den Lesern dazu einen Kommentar abzugeben?

Es gibt auch einen Unterschied darin,  wie man auf diesen sakralen Höhepunkt vorbereitet wird, mit welchen Liedern und mit welchen Texten. Vor allem, folgen die Handlungen ganz dem Schema oder bemüht man sich eine menschliche Komponente einzubringen. Für wen sonst ist die Zeremonie gedacht? Geht es nicht auch darum, dass man sich während der Messfeier wohlfühlt? Wobei auch das geistige Niveau und die gegenseitige Sympathie zwischen den Kirchgängern und dem Priester eine Rolle spielen. Dies ist bestimmt keine ganz einfache Aufgabe. Ähnlich wie bei Senioren Cafés, wo sich viele weigern, obwohl selbst Senior, einen Seniorennachmittag zu besuchen, weil hier gibt es nur alte Leute. Am nettesten empfindet man diese Treffen noch, wenn man einen ähnlichen Beruf hatte oder Hobby ausübt und es dabei Gemeinsamkeiten gibt.

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Man fragt sich oft, was macht den Geist oder konkreter, was macht einen geistigen Menschen aus? Bei einer Beurteilung wird jeder von sich ein höheres Urteil abgeben. Das geistige Vermögen schätzt man danach ein, was man in der Schule und im Beruf erreicht hat. Bei den Schulzeugnissen stellt sich die Frage, sind sie ein Gradmesser für das Niveau eines Menschen? Besteht nicht die Möglichkeit, dass sich Fähigkeiten abseits von Schulnoten entwickelt haben? Im Berufsleben kommt viel Wissen und geistige Wendigkeit hinzu, heute sprich man vom lebenslangen Lernen. Dazu ist es notwendig, dass man von diesen Angeboten Gebrauch macht und nicht dem Irrtum unterliegt, dass einmal lernen genügt. Viele glauben sie schaffen neue Herausforderungen, wie den Sprung in die Selbstständigkeit, ohne Unterstützung. Ich konnte erleben, wie anregend ein gemeinsames Wochenende für Kleinunternehmer, veranstaltetet vom Wirtschaftsförderungsinstitut, sein kann.

Scheidet man aus dem Arbeitsleben aus, dann erhält auch der Wille zur Fortbildung  einen Knick. Am Lautesten werden Computerkurse für Senioren und Seniorinnen beworben. Die  Zukunft schätzt den Umgang mit dem Computer, ein Computerkurs hat den Stellenwert einer Lebensverlängerung. Dabei können viele Senioren mit den  zahlreichen Funktionen am PC, mit  der Vielfalt des Internet  nichts anfangen. Mit dem Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit verliert man viele Aufgaben und geistige Herausforderungen, es kann sich eine neue geistige Situation ergeben. Geht das geistige  Gegenüber verloren und versteckt sich hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, erwartet einem das Niemandsland der geistigen Herausforderung. In der Werbung wird das Rentenalter mit Reisen und Speisen gleichgesetzt, mit den bequemen Dingen im Leben. Bei den Ausflügen wird man nahe an die Sehenswürdigkeiten herangefahren, so bleibt die körperliche Anstrengung auf niederem Niveau, nach jeder Besichtigung gibt es eine Pause und eine Jause.

Die Fahrt in die Pensionsjahre gleicht einer Reise in die Wüste, wo man Gefahr läuft körperlich und geistig zu verdursten. Wissen und geistige Elastizität waren  im Berufsalltag selbstverständlich, mit dem Pensionsalter gehen sie verloren. Die größere Katastrophe ist, wenn sich die Räder vom Lebensgefährt im Sand eingraben und das Gefährt für immer in einer Dünne verschwindet.

Sandsturm.