Bruno Kreisky…

…Polit-Stratege.

Dem politischen Strategen Bruno Kreisky gelang ein weiterer Clou, er verkürzte den Grundwehrdienst auf sechs Monate. Damit sicherte er sich die Wählerstimmen der Jungwähler.  Damals vertraute man darauf, dass die USA einen großen militärischen Schutzschirm über Europa spannt und wir darunter unbesorgt leben können. Genauso wie die Küken bei Gefahr unter die Flügel der Henne flüchten Die Europäer haben in einem Glashaus gelebt und plötzlich wirft aus dem Osten jemand Steine auf das Glashaus und auch der Schutzschirm ist brüchig geworden. Ein weiteres Zuckerl der Kreisky Regierung war das Heiratsgeld und das Baby Geld von etwa tausend Euro. Einige Paare haben sich zwecks der Heiratsprämie entschlossen zu heiraten. Heute ist von diesen „Kreiskyzuckerln“ nicht mehr viel übriggeblieben. Verfolgen wir die Geschichte der Republik Österreich so wurden beständig „Geldgeschenke“ an das Wahlvolk verteilt, um die Wähler an eine Partei zu binden.

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Wie die mediale Überreizung…

… die Lebensgestaltung beeinflussen wird.

Aktuell gibt es viele Firmenneugründungen, zuallererst bei den Startups im IT-Bereich. Hier hoffen viele eine geniale Idee in Algorithmen zu verwandeln. Eine App für das Smartphone zu entwickeln, welches jeder Handybesitzer herunterladen wird. Ein Vorschlag von mir, soundso viele Atemzüge pro Tag und damit bewegt man sich im gesunden Bereich, eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Wer nicht so Technik affin ist, der könnte im praktischen, im alltäglichen Bereich fündig werden. Ein Serviceleistung, welche anderen Menschen das Leben leichter macht. Wo gibt es da eine Lücke? Heutzutage fehlt es oft an Personal für die einfachsten Handgriffe. Viele wollen partout nicht oder können nicht mehr selbst beim Haus oder im Garten handanlegen. Spaziere ich durch die Randgebiete von Villach, dann stehen bei jedem dritten Haus ein Servicewagen von einem selbstständigen Hausbesorger, Gartenprofi und von Firmen, welche im Winter die Schneeräumung vornehmen. Die Sparte von Reinigungs- und Hausbesorger Diensten hat immer Saison. Diese Beispiele entsprechen meiner Lebensgeschichte, nicht mitreden kann ich in der Welt der jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von dreißig Jahren. Diese unterscheidet sich gänzlich von meiner Zeit als junger Erwachsener, ohne Fernseher und Smartphons.

Die öffentliche Smartphonhörigkeit verlangt Aufmerksamkeit im Sekundentakt, in schneller Abfolge werden spaßige Vorkommnisse und konstruierte Kurzvideos zugespielt. Diese Fülle an Ablenkung und Zerstreuung übertrifft bei weitem alles, was wir vorfanden. Ich traue mir keine Vorhersage zu, wie diese mediale Überreizung die weitere Lebenszeit, die Lebensgestaltung und die Lebensentscheidungen beeinflussen wird. Heute benütze ich auch ein Handy und einen PC. Bei kurzfristigen und aktuellen Fragen benütze ich verschiedene Suchmaschinen im Internet. Im Bücherregal habe ich ein 24-bändiges Taschenlexikon von Brockhaus stehen und benütze es gerne. Dort ist die Auskunft prägnant und präzise, soweit das Lexikon aus dem Jahre 2010 auf den letzten Stand ist. Ich gewinne den Eindruck, dass was früher in zehn Jahren passiert ist, dies ereignet sich heute in einem Jahr. 

Eine Behinderung…

auf dem Präsentierteller.

Das große Sesselrücken beginnt, wenn man in der Gaststube mit dem Rollstuhl einen Sitzplatz ansteuert. Einen Vorteil haben diejenigen, welche über einen Wendigen verfügen, der Kostenlose von der Gesundheitskasse zeigte sich als sehr sperrig. Eine Möglichkeit wäre, dass es in der Nähe des Speisesaaleinganges einen Sitzplatz für Behinderte gibt. Wie auf den Parkflächen vor den Einkaufszentren. In den Lokalitäten wird jeder Quadratmeter mit Tischen und Sesseln ausgenützt, da wird es manchmal eng. Die besten Plätze in den gehobenen Restaurants, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, könnten so platziert sein, dass sie etwas beobachten könnten. Nicht jeden Tag kommen die Räderstuhlfahrer aus den eigenen vier Wänden hinaus. Sie möchten etwas erleben, zumindest optisch. Das Land Kärnten ist reich an Seen und wirbt damit, aber zugänglich sind nur wenige Meter Seeufer. Das unmittelbarste Seeerlebnis bekommt man, wenn ein Restaurant mit einer Seeterrasse besucht wird.

In Millstatt am Millstätter See verspricht ein Hauben Lokal einen unverbauten Blick auf den See. Bei der Frage nach einem behindertengerechten Zugang wird der Rezeptionist etwas unsicher. Eine Möglichkeit besteht durch die Liegewiese auf die Seeterrasse zu kommen. Die Liegewiese entpuppt sich als barrierearm, hinterrücks ist sie zu bewältigen. Zum Scheitern verurteilt erweist sich der Kiesel auf der Terrasse. Den Vorschlag einen Tisch in der Liegewiese zu platzieren und dort zu Speisen, ist gut gemeint, stört sich an meiner Empfindlichkeit. Seitdem ich öfters mit einem Sitzmobil unterwegs bin, sehe ich das Angebot nicht als hilfreiche Geste an, sondern als Absonderung. Eine körperliche Einschränkung auf dem Präsentierteller.  Mit gemeinsamen Kräften, Ober und wir, erreichen wir einen Tisch auf der Terrasse, direkt am Ufer. Jeder Pflaster- oder Kieselweg bedeutet eine starke Belastung für meine Brustwirbelsäule. Das Gericht, Hendlbrust mit Eierschwammerl Soße, war ausgezeichnet. Beim Bezahlen konnte ich auf die Frage des Obers, ob alles in Ordnung gewesen ist, den Hinweis, dass ein barrierefreier Zugang zum Restaurant und der Terrasse fehlt, nicht unterdrücken.

Emeritierter Buchhändler…

…und Pensionsexperte.

Wer öfters, wie ich, mit dem Zug von Villach nach Salzburg fährt erlebt, bewegt sich der Zug aus dem Bahnhof Villach in das Drautal, eng der Drau entlang, herrscht unter den Reisenden noch viel Unruhe. Paare und Alleinreisende sind auf der Suche nach dem optimalen Sitzplatz. Für mich ist wichtig, dass ich einen Sitzplatz in Fahrtrichtung ergattere, die Landschaft entgegenkommt und ich nicht der Landschaft hinterherblicken muss. Vielleicht damit zu erklären, dass ich auch im fortgeschrittenen Alter nach etwas Neuem suche. Etwas Neues erleben möchte und nicht gerne dem Vergangenen hinterherblicke. Ich bin dennoch nicht abgeneigt mich an unsere schönen Reisen zu erinnern. Dies verstärkt beim Ansehen einer Fernsehdokumentation sei es über Amsterdam, Prag, Lissabon oder Rom. So werden zurückliegende Eindrücke und vorhandenes Wissen aufgefrischt. Vor zwei Jahrzehnten war ich bestrebt, vornehmlich im Großraumwagen an einem Vierertisch Platz zu nehmen. Ich hatte die Hoffnung, dass die freien Plätze besetzt werden und es ergeben sich auf irgendeine Art und Weise mit den anderen Reisenden ein Gespräch.

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Bevor der Schrei…

… in der Kälte erfriert.

Es ist alles ausgeschöpft, das Vaterunser, der Rosenkranz, das Flehen zu Gott. Mein Gott warum hast du mich verlassen, bedeutet, dass der Ruf nach menschlicher Hilfe ergebnislos war. Dieser Schrei wird in das Grab mitgenommen und im Jenseits wieder ausgestoßen. Wie die Hilfe dort aussehen wird wissen wir nicht. Dies können wir uns im Hier und Jetzt nicht vorstellen. In kurzen Momenten davon träumen und hoffen, dass es drüben eine Hilfe gegen die Verzweiflung geben wird. Mit der Altersweisheit versuchen sich in die Luft zu erheben, über die Erde zu schweben und dem Schlund der vergangenen Jahrzehnte zu entkommen. Wer hört den Ruf aus der Gletscherspalte, bevor der Schrei in der Kälte erfriert.

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