fahrt:taxi II

Kommt es zu dramatischen Vorfällen bei einer Taxifahrt, dann dringt dies in die Öffentlichkeit. Zumeist erzählen dann die Betroffenen, was sie alles mit ihren Kunden erleben. Zumeist unter den Tisch fallen die Erfahrungen, welche die Kunden mit den Taxifahrern erleben. Mit zwei Koffern sind wir am Sonnabend aus Villach mit dem ICE am Bahnhof in Prag angekommen. Unser Hotel befand sich etwa geschätzte zehn Fahrminuten vom Bahnhof entfernt. Vom Bahnsteig folgten wir den Hinweisschildern zum Taxistand. Von der Eingangshalle führte links ein Ausgang zu den Taxis. Vor uns parkten etwa sechs bis acht Taxis älterer Bauart, alle in gelber Farbe. Sofort näherte sich uns eine Person, der wir die Hoteladresse zeigten. Deutsch, und eine andere Person eilte herbei. Kein Taxi besaß einen Gebührenzähler, bei der Frage nach dem Preis zückte der Fahrer aus der Hosentasche eine Preisliste, mit verschiedenen Preisen. Er zeigte auf € 25.–. Meinem Gefühl nach schätzte ich die Strecke für eine Gebühr von  zehn bis zwölf Euro ein. Ich machte ihm klar, dies wäre viel zu teuer. Er versuchte es noch einmal und zeigte auf € 20.–. Wieder lehnte ich ab und es kam ein dritter Herr. Dieser fragte, was ich bereit bin zu zahlen. Ich wollte nicht unverschämt sein und sagte € 15.–, für zwei Personen. Er sagte es ist ok und winkte einem Kollegen, der sich wutentbrannt  an das Steuer setzte. Mit dem klapprigen Opel raste er wie die Feuerwehr durch die Stadt. Das Rot der Verkehrsampeln ignorierte er und die Kurven wurden geschnitten. Der Umstand, dass die Straßen um diese Uhrzeit wenig befahren waren, verhinderte wohl das Schlimmste. Ich vertröstete mich damit, dass die Fahrt bald zu Ende sein wird, sie dauerte gerade mal fünf Minuten.

Bei der Abreise organisierte uns das Hotel ein Taxi, es kam ein neuer Mercedes Van, wo wir wie in einem Wohnzimmer auf zwei Couch gegenübersaßen. Der Fahrpreis vom Hotel zum Bahnhof betrug € 10.–.  Während der Zugfahrt blätterte ich noch einmal im Reiseführer, dort wurde vor den Wucherpreisen der Taxifahrer gewarnt.

Gebührenpflichtig .

fahrt:taxi I

Oftmals werden von Politikern, Journalisten oder Meinungsforschern, wollen sie zu einem Thema die Stimmung in der Bevölkerung wiedergeben, die Meinung eines Taxifahrers zitiert. Aufgrund ihrer Tätigkeit haben sie mit vielen Menschen Kontakt und die Zeit im Taxi wirkt für manche zum Plaudern animierend. Für Reisende ist der Taxifahrer oftmals der erste Mensch mit dem er Kontakt hat, besucht man eine Stadt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Aussagen der Taxifahrer gelten als Stimmungsbarometer,  was sich die Bevölkerung, der sogenannte kleine Mann, die Formel die kleine Frau wird ja nicht verwendet, über die Politik denkt: Zu einem Regierungsvorhaben wie der Steuer- und der Pensionsreform, zur Bewältigung der Flüchtlingsfrage oder zu einem Bauprojekt in der Innenstadt. Die Themen lassen sich internationalisieren, was weiß der Taxifahrer über die Griechenlandhilfe oder über die Gefahren die vom Islamischen Staat ausgehen, zu berichten. Die Taxifahrer und immer öfter die Taxifahrerinnen sind Sammler bzw. Sammlerinnen von Meinungen. Während der Fahrt sprechen sich die Kunden und Kundinnen bei ihnen aus, zumeist dürfte es ein Ausschimpfen über unhaltbare Zustände in der Stadt sein. Etwas worüber man sich maßlos aufgeregt hat oder etwas was einem total gegen den Strich geht. Genauso, wenn von die Regierung neue Steuern einführt oder wieder einmal Steuergelder zur Banken- und Staatenrettung ausgegeben werden.Umgekehrt hört man von den Taxifahrern Unmutsäußerungen gibt es in der Stadt Baustellen und Umleitungen. Von den Stadtvätern verordnete Verkehrsberuhigungen, Share Zonen in der Innenstadt oder neue Radfahrwege und Einbahnregelungen. Von alldem sind sie am meisten betroffen.

Aufs Maul gschaut.

auto:technik II

Als Mitfahrer in einem Auto oder Autobus zeigt sich, wie groß das Vertrauen anderen Menschen gegenüber ist. Ob man bereit ist einem fremden Menschen zu vertrauen. Für mich ist es keine Überwindung in einen öffentlichen Nahverkehrs- oder Reisebus einzusteigen und mich den Fahrkünsten  des Chauffeurs anzuvertrauen. Ich denke, ein Berufskraftfahrer hat das nötige Verantwortungsgefühl und auch die Routine um seine Fahrgäste sicher an den Zielort zu bringen. Etwas Unvorhersehbares beim Autofahren kann einem selbst, genauso wie dem Buschauffeur passieren. Unter den Bekannten gibt es einige, welche sich grundsätzlich weigern in einen Reisebus oder in ein Taxi einzusteigen. Sie fahren auch mit niemandem aus dem Freundeskreis mit, sie verlassen sich nur auf ihre eigenen Fahrkünste. Alle anderen Straßenteilnehmer halten sie für schlechte Autofahrer. Vielleicht wirft diese Einstellung eine schlechte Sicht auf ihre Verhaltensweise.

Die elektronische Zentralverriegelung ist eine andere Bequemlichkeit, mit der uns die moderne Autotechnik seit langem verwöhnt. Es gibt Autofahrer, die von dieser  Errungenschaft der Automobilindustrie nicht überzeugt sind. Dies habe ich in einer Klagenfurter Tiefgarage, nach dem Abstellen meines Autos und dem Drücken der Zentralverriegelung, erlebt. Ich sah, wie nebenan ein Autofahrer jede Türe bei seinem Fahrzeug kontrollierte, ob sie versperrt war. Zusätzlich überprüfte er alle Autoscheiben ob sie geschlossen waren. Er muss meinen verwunderten Blick bemerkt haben und erklärte von sich aus: Er gehöre noch zur alten Schule und vertraue der elektronischen Zentralverriegelung nicht voll. Vor kurzem habe er in der Zeitung gelesen, dass es Autodiebe gibt, welche in den Parkhäuser versuchen mit Störsendern die Zentralverriegelung außer Kraft zu setzten, um danach das Auto zu entwenden. Diesem Treiben versuche er vorzubeugen.

Weitere technische Innovationen wie die elektronische Klimaanlage, die Servolenkung und die Bremskraftverstärker, sowie die Berganfahrtshilfe und der Spurassistent, eingebaut auch bei Mittelklasseautos,  erleichtern uns allen heute das Autofahren.

Fahrtüchtig

auto:technik I

Meine Gedanken kreisen um die Vorstellung wie wäre es, könnte ich als nächstes Auto ein Google Driverless Car kaufen?  Würde ich es zulassen, neben dem Lenkrad Platz zu nehmen und dem Auto die Steuerung selbst zu überlassen?  Es ist vorgesehen, dass in weiterer Folge das Lenkrad im Auto überhaupt fehlen wird und die Fahrgäste einander gegenübersitzen. So wie im Eisenbahnwaggon, wo man sich während der Fahrt bequem mit dem vis-a-vis unterhalten kann. Ob ich mich dabei wohlfühlen würde, ich weiß es jetzt noch nicht. Beim Auto habe ich mich an manche technische Neuheiten  gewöhnt, wie die automatische Feststellbremse, anstatt der mechanischen Handbremse. In den ersten Monaten habe ich diese Funktion vorsichtig beäugt und aufmerksam geprüft. Manches Mal  ist man gegenüber dem technischen Fortschritt argwöhnisch. Funktioniert die automatische Feststellbremse auch auf einer stark abfallenden Straße oder einem Parkplatz?. Es gab Orte wo ich beim Parken, so am Politzner Berg, beim Aussteigen nochmals kontrolliert habe,ob die Handbremse richtig eingerastet war. Zusätzlich habe ich unter einen Autoreifen einen extra großen Stein geschoben. Inzwischen finde ich es bequem, dass die Handbremse automatisch fixiert wird und mich um nichts zu kümmern brauche. Das Sichern mit einem Stein unterlasse ich und bin dabei sorglos.

Von einer Bekannten kenne ich es anders. Diese hat  beim Kauf von einem VW-Tiguan darauf bestanden, dass ihr Auto mit einer mechanischen Handbremse ausgeliefert wird. Serienmäßig ist eine automatische Feststellbremse vorgesehen. Ihr ist es beim Rückwärtsverfahren, im Vertrauen auf die Sensoren passiert, dass sie gegen einen Grenzpfosten gestoßen ist. Das Rücklicht wurde dabei beschädigt. Wer daran schuld war, die Sensoren oder die Lenkerin ist offen. Beim Parken in der Stadt wünsche ich mir, mein Citroen hätte eine automatische Parkhilfe. Das Auto parkt auch in knappe Parklücken von selbst ein. Wahrscheinlich hätte ich die ersten Male ein mulmiges Gefühl.

Parkplatz.

hund:gerecht

In einer Anekdote, ich weiß nicht von wem sie stammt, wird folgendes erzählt:  Auf die Frage, warum er sich von seiner Frau noch noch nicht getrennt hat, sagt der Mann, sie könnten sich bei einer Trennung nicht einigen, wer der Hund zugesprochen bekommt.

Das Schweizer  Zivil- und Konkursrecht wurde kürzlich an die Gegebenheit, dass Haustiere keine Sache sind, angepasst. Gibt es unter den Partnern bei einer Trennung keinen Konsens, wer für die Katze oder den Hund aufkommt, bzw. wem die Katze oder der Hund zugesprochen wird, dann entscheidet der Scheidungsrichter nach folgenden Kriterien. Wer von den Scheidungswilligen kann dem Haustier einen tiergerechten Platz bieten, während der andere Teil Unterhaltszahlungen leisten muss. Wie im Normalfall ist diese Unterhaltszahlung bei Schulden nicht  pfändbar. Wie bei Scheidungskindern kann der andere Partner verlangen, dass er für das Haustier ein Besuchsrecht zugesprochen bekommt.

Die größte Sorge von kränklichen, älteren Menschen besteht darin, wer betreut, pflegt und füttert, müssten sie in ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim, ihre Katze oder Hund? Die Sorge um ihr über alles geliebte Tier mobilisiert gerade die älteren Menschen. Mit ganzer Kraft kämpfen sie dafür, dass sie in ihrer angestammten Wohnung bleiben können. In der Schweiz kann man in seinem Testament die Erben verpflichten, dass sie für das Haustier bei sich oder bei Dritten eine artgerechte Unterkunft bereitstellen.  Weiteres, dass ein Teil der finanziellen Mitteln von der Erbschaft für das Fressen und die Pflege der vererbten Haustiere zu verwenden ist. Ist man in der Schweiz ein Haustier in einem gut situierten Haushalt, dann kann man positiv sagen : Auf den Hund gekommen.

Bei Fuß.