Hausverstand…

…zehn Deka.

Der Diskonter Billa wirbt mit originellen und skurrilen Werbetexten: Extrem Billa oder Billa denkt heute an morgen. Einer der bekanntesten Werbesprüche war:  Billa sagt der Hausverstand. Einmal wurde ich beim Marktleiter vorstellig und habe gefragt, ob ich den Hausverstand kaufen kann und in welchen Mengen er angeboten wird? Was kosten zehn Deka Hausverstand und in welchen Güteklassen gibt es ihn. Der Hausverstand, von dem niemand weiß was er genau ist, wird gerne zu Hilfe gerufen, wenn einem ein Verhalten eines anderen Menschen unverständlich ist. Er wird von der Bevölkerung angerufen wie der Heilige Antonius von Padua. Heute ist die KI-App am Handy der Neue Hausverstand. Die Kassiererin vom Billa Supermarkt versucht beim Bezahlen das Gratismagazin Frisch gekocht an die Frau und den Mann zu bringen. Im Magazin befinden sich vielerlei Rezepte zu den Jahresfesten mit regionalen Lebensmittel, alles erhältlich bei Billa. Zumeist wird dieses Magazin gezielt an die Stammkundinnen verteilt. Die letzten Monate ist der Marktleiterin aufgefallen, dass ich einmal wöchentlich einen Lebensmitteleinkauf tätige. Dabei wurde ich von keiner weiblichen Person begleitet, vorher war es umgekehrt.

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Goldbarren…

…können wir nicht essen.

In den Medien ist viel die Rede davon, dass die alte Weltordnung zerbricht und eine neue Weltordnung im Entstehen ist. Wir Europäer sind wehleidig, wenn wir uns darüber beklagen. Die Frage ist, in welchem Jahrhundert hat es die gelobte Weltordnung gegeben? Als Europäer haben wir die Welt, wie wir sie heute kennen, erst seit einem halben Jahrtausend nach den Entdeckungsreisen, wahrgenommen. Für uns war die Welt intakt, wenn wir die entdeckten Gebiete zumeist mit Waffengewalt, unserer Ordnung unterworfen haben. Zerstört wurde die Ordnung, die Struktur der eroberten Völker und teilweise nach unserem Gutdünken ein neuer Staat geschaffen. Das größte Zerstörungspotential entfaltet sich, wenn dahinter eine Ideologie steckt. Wer Anderen seine Gesinnung oder Gedankenwelt aufdrängen will, übt keine Zurückhaltung. Dies trifft im Familienkreis, in der Nachbarschaft, auf allen Stufen des menschlichen Zusammenlebens zu. Es endet bei den vier geografischen Begriffen. Der Osten, der Westen, der Norden und der Süden. Die Mitte wird in alle Richtungen gezerrt, jede Himmelsrichtung möchte ein Stück von der Mitte bekommen. Dies könnte der Mitte, wenn sie nicht kompakt zusammensteht zum Verhängnis werden. Diese Mitte ist unser Mitteleuropa, wir bekommen die Retourkutsche für unsere Eroberungen. Inzwischen zeigt sich, dass der Westen oder der Osten um vieles stärker ist als wir.

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Im Falle eines Falles…

…klebt Uhu alles.

In kritischen Situationen besteht heute rund um die Uhr die Möglichkeit ein Notsignal abzusenden.  Zumeist setzen wir ohne Handy keinen Schritt vor die Türe, wir könnten bei der nächsten Stufe stolpern. Eine Wanderung oder eine Radtour ist heute ohne ein Smartphon im Gebäck undenkbar. Ich erinnere mich an die panische Reaktion einer Nichte bei einer Wanderung zur Klagenfurter Hütte. Zu dieser Zeit war der Besitz eines Handys noch nicht selbstverständlich und wenn, war es ein Handy mit Tastatur. Nach etwa einer halben Stunde bemerkte die Nichte, sie besaß als einzige ein Handy, dass sie ihr Handy im Auto vergessen hatte. Sie wollte partout kehrtmachen um ihr Handy aus dem, am Parkplatz abgestellten Pkw zu holen. Es könnte bei einem von uns zu einem Schwächeanfall kommen, jemand ausrutschen und sich an der Hand oder am Fuß verletzten.  Mit dem Handy bestünde die Möglichkeit eine Hilfe herbeizuholen.

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Bruno Kreisky…

…Polit-Stratege.

Dem politischen Strategen Bruno Kreisky gelang ein weiterer Clou, er verkürzte den Grundwehrdienst auf sechs Monate. Damit sicherte er sich die Wählerstimmen der Jungwähler.  Damals vertraute man darauf, dass die USA einen großen militärischen Schutzschirm über Europa spannt und wir darunter unbesorgt leben können. Genauso wie die Küken bei Gefahr unter die Flügel der Henne flüchten Die Europäer haben in einem Glashaus gelebt und plötzlich wirft aus dem Osten jemand Steine auf das Glashaus und auch der Schutzschirm ist brüchig geworden. Ein weiteres Zuckerl der Kreisky Regierung war das Heiratsgeld und das Baby Geld von etwa tausend Euro. Einige Paare haben sich zwecks der Heiratsprämie entschlossen zu heiraten. Heute ist von diesen „Kreiskyzuckerln“ nicht mehr viel übriggeblieben. Verfolgen wir die Geschichte der Republik Österreich so wurden beständig „Geldgeschenke“ an das Wahlvolk verteilt, um die Wähler an eine Partei zu binden.

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Wie die mediale Überreizung…

… die Lebensgestaltung beeinflussen wird.

Aktuell gibt es viele Firmenneugründungen, zuallererst bei den Startups im IT-Bereich. Hier hoffen viele eine geniale Idee in Algorithmen zu verwandeln. Eine App für das Smartphone zu entwickeln, welches jeder Handybesitzer herunterladen wird. Ein Vorschlag von mir, soundso viele Atemzüge pro Tag und damit bewegt man sich im gesunden Bereich, eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Wer nicht so Technik affin ist, der könnte im praktischen, im alltäglichen Bereich fündig werden. Ein Serviceleistung, welche anderen Menschen das Leben leichter macht. Wo gibt es da eine Lücke? Heutzutage fehlt es oft an Personal für die einfachsten Handgriffe. Viele wollen partout nicht oder können nicht mehr selbst beim Haus oder im Garten handanlegen. Spaziere ich durch die Randgebiete von Villach, dann stehen bei jedem dritten Haus ein Servicewagen von einem selbstständigen Hausbesorger, Gartenprofi und von Firmen, welche im Winter die Schneeräumung vornehmen. Die Sparte von Reinigungs- und Hausbesorger Diensten hat immer Saison. Diese Beispiele entsprechen meiner Lebensgeschichte, nicht mitreden kann ich in der Welt der jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von dreißig Jahren. Diese unterscheidet sich gänzlich von meiner Zeit als junger Erwachsener, ohne Fernseher und Smartphons.

Die öffentliche Smartphonhörigkeit verlangt Aufmerksamkeit im Sekundentakt, in schneller Abfolge werden spaßige Vorkommnisse und konstruierte Kurzvideos zugespielt. Diese Fülle an Ablenkung und Zerstreuung übertrifft bei weitem alles, was wir vorfanden. Ich traue mir keine Vorhersage zu, wie diese mediale Überreizung die weitere Lebenszeit, die Lebensgestaltung und die Lebensentscheidungen beeinflussen wird. Heute benütze ich auch ein Handy und einen PC. Bei kurzfristigen und aktuellen Fragen benütze ich verschiedene Suchmaschinen im Internet. Im Bücherregal habe ich ein 24-bändiges Taschenlexikon von Brockhaus stehen und benütze es gerne. Dort ist die Auskunft prägnant und präzise, soweit das Lexikon aus dem Jahre 2010 auf den letzten Stand ist. Ich gewinne den Eindruck, dass was früher in zehn Jahren passiert ist, dies ereignet sich heute in einem Jahr.