…war mein Vorbild.
„Wissenschaft als persönliches Erlebnis[1], darüber zu Ihnen zu sprechen, bin ich aufgefordert worden. (…) Denn eigentlich gehört vom wissenschaftlichen Tun doch nur an die Öffentlichkeit, was dabei herausgekommen, nicht was in einem vorgegangen ist. (…) Und dabei geht es nun einmal subjektivierend zu, das Persönliche mischt sich ein und damit die Zeitgebundenheit“[2] Verstehe ich Hans Jonas richtig, dann bringt er damit zum Ausdruck, dass es beim wissenschaftlichen Arbeiten nicht nur eine rationale, sondern auch eine emotionale Seite gibt. Letztendlich fließt auch diese in das Denken mit ein.
„Nach dem Betreten des Hörsaals steht man als älteres Semester plötzlich in einer Runde von jungen Studenten, ist etwas verunsichert und weiß nicht, wie man sich artgerecht verhalten soll. Die Anspannung ist da. Egal was kommt, höflich und locker bleiben. Seniorstudenten sind eine Ausnahme und werden von den Jungen kritisch beäugt. Ein Einsteiger Tipp, nicht die vorderen Reihen wählen, die Eingeweihten sitzen in den hinteren Reihen. Bis zu dem Augenblick, wo die Professorin oder der Professor den Hörsaal betritt, ist es spannend wie in der Grundschule. Der Professor fordert uns auf, in die vorderen Reihen zu wechseln, damit seine Stimme geschont wird. Im Berufsleben, als schrulliger Papierwarentandler, hatte ich mit dem Lehrpersonal viele geschäftliche Berührungspunkte. Dabei zu oft das Gefühl, Lehrer erwarten, dass ihre Meinung ohne Widerspruch akzeptiert wird. Außer beruflichen Fortbildungskursen habe ich nach dem Schulabschluss keinen Unterricht mehr genossen.
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