Die letzten Jahre…

…wann?

Befreie ich mich von der Leier, dass sich heute die Vorkommnisse überschlagen und dass ich darunter begraben werde, ist der Gedanke, was könnte ich im letzten Lebensdrittel machen erlaubt?  Radikaler ist die Frage, was würde mir vor meinem Ableben leidtun, dass ich es versäumt habe? Von welchen Aktivitäten würde ich sagen schade, dass ich dies und jenes nicht gemacht habe? Eine herausfordernde Frage, der man sich stellen sollte. Vielleicht gibt es noch die Möglichkeit, wenn es die körperlichen und geistigen Fähigkeiten erlauben, dass das Eine und das Andere noch umgesetzt werden kann. Interessant wäre in Anlehnung an Reiseführer, diese zehn Sehenswürdigkeiten muss man in Weimar oder in Nürnberg gesehen haben, eine solche Liste für jene Dinge aufzustellen, welche man in seinem Leben noch machen möchte. Manche Reiseschriftsteller gehen einen großen Schritt weiter und empfehlen diese 101 Dinge sollten sie in München gesehen haben. Eine solche Togo Liste getraue ich mir nicht zu erstellen. Diese Anzahl an unerledigten Bedürfnissen würde mir Angst machen. Dabei käme mir der Gedanke, wie willst du dies noch schaffen? Im Inneren bewahre ich ein paar Vorhaben welche ich in den nächsten Jahren, ob dies meine letzten Jahre sein werden, umsetzen möchte. Wann die letzten Jahre anbrechen oder schon angebrochen sind, überlasse ich einem Mächtigeren. Darüber zu rätseln steht mir zweifelnden Gläubigen nicht an, die Entscheidung fällt ein viel Größerer.

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Herzgesundheit…

…Herzverpflanzung

Jeder ältere Mensch hat seine körperlichen Schwachstellen, dies können die Wirbelsäule, die Lunge, die Galle oder der Herzmuskel sein. Es ist undenkbar, dass wenn jemand fünfzig Jahre einen Beruf ausübt, dass es davon keine Abnützungen gibt. Wer als Papier- und Buchhändler gearbeitet hat, wo ein Blatt Papier so leicht wie eine Feder ist, kann dabei keine körperliche Anstrengung erlebt haben? Wer ein Paket Druckerpapier in die Hand nimmt, fünfhundert Blatt in A4, spürt etwas vom Gewicht. Dazu im Überkarton mit fünf Paketen, dann können diese je nach körperlicher Verfassung ganz schön schwer sein. Dabei war in dem Jahrzehnt, als das Kopierpapier die Hart Post abgelöst hat, im Überkarton zehn Pakete verpackt und wurden aus arbeitsrechtlichen Gründen geteilt. Alles für die Herzgesundheit! Es gibt kein zweites menschliches Organ, um welches sich mehr Mythen ranken, als um das Herz. Begleitet von Sprichwörtern, ich habe mein Herz verloren, mein allerliebstes Herzbinkerl, vor Schreck ist mir das Herz in die Hose gerutscht oder und gleich, fast stehengeblieben. Groß war die Aufregung und sensationell die Berichterstattung, als Prof. Christian Barnard im Jahre 1967  in Kapstadt die erste Herzverpflanzung durchführte.  Ist dies noch derselbe Mensch, wird mit dem Herz auch das Gemüt, die Seele des anderen Menschen eingepflanzt? Viele Spekulationen wurden aufgestellt.

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Gailtaler Speck…

…ein echter Genuss.

Ein radikales Umdenken gibt es für Patienten welche das Blutverdünnungsmittel Xarelto einnehmen.  Jahrzehntelang waren sie verpflichtet bei Dauermedikation von Xarelto davor das Magenschutzmittel Pantip einzunehmen. Vor einigen Jahren ist die sogenannte Fachwelt zur Auffassung gekommen, bei Dauermedikation von Xarelto geht es auch ohne Magenschutzmittel.  Notwendig in einzelnen speziellen Fällen. Das Vertrauen in die Ärzte wird durch „Doktor Google“ untergraben, seit den KI generierten Antworten öfters in Frage gestellt. Neues Zutrauen in die Kunst der Ärzte ist gefragt, manches Mal ein wenig Misstrauen. Bei einem Hausarzt verlangt der Andrang von über hundert Patienten an einem Tag ein gewisses Maß an schnellen Entscheidungen bei der Diagnose. Bei der Therapie kommt ein Abwägen von Alternativen kaum in Frage. Wer hat die Demut zu sagen, dies ist der derzeitige Stand der Wissenschaft? Ob eine Anwendung oder Erkenntnis sich in ferner Zeit als richtig erweisen wird, ist fraglich. Dürfen wir darüber hart urteilen, wenn vor dreißig, fünfzig oder achtzig Jahren diese und jene Entscheidungen getroffen wurden, welche wir heute für falsch erachten?

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War er…

Beim Lesen in meinen Tageheften öffnet sich für mich ein Fenster in die Vergangenheit, ich tauche in eine verloren geglaubte Welt ein. Beim Stöbern in den aktuellen Begebenheiten kommen vielerorts verschollen geglaubte Ereignisse im Kopf zu Tage. Das letzte Tageheft hat die fortlaufende Nummer 301 und es werden noch einige Jahre vergehen, bis bei den Tageheften das Jahr voll wird. Damit ist gemeint das Tageheft 365, wie die Anzahl der Tage im Jahr. Im Schloss Tanzenberg haben wir während der Internatszeit die Tage anhand der Fenster am Gebäude gezählt. Das Schloss hat angeblich 365 Fenster, ganz genau wurde es nicht überprüft. So geschieht es bei einigen Vorhaben wo ich mit Herzblut dabei bin, bei der Herz Gesundheit. Bei dem Vorsatz den Cholesterinwert zu senken, speziell die erhöhten Triglyzeride. Der Faktor für den Fettgehalt im Blut. Das bedrohliche am Fett ist die Eigenschaft sich an der Gefäßwand der Arterien abzulagern und so den Durchfluss einzuengen. Im schlimmsten Fall die Arterie zu verschließen. Dadurch könnte ein Herzinfarkt oder Schlaganfall ausgelöst werden. Beim Gezeter um schlechtes und gutes Cholesterin gibt es unterschiedliche Meinungen, heute sagt man dazu Fake News. Es gibt Rezepte von Naturmediziner, Vorschläge aus der Volksheilkunde und eine breite Palette an Nahrungsergänzungsmittel. Sie sorgen für einen Placeboeffekt und nützen nur den Herstellern. Diese Erfahrung habe ich bei den Kernölkapseln für die Prostata Gesundheit gemacht. Diese in medizinischen Illustrierten gut vernetzte Firma aus Böhmen bietet auch Kapseln zur Cholesterin Senkung an. Beide Male blieb die erhoffte Wirkung im Verborgenen.

  

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Gastritis und Burnout…

…sind ein Markenzeichen.

Blicke ich auf einige Lebensereignisse zurück so muss ich gestehen, dass ich mich über Vorkommnisse, welche nicht so verlaufen sind wie ich es mir gewünscht habe, dies in mir Ärger ausgelöst hat. Wobei ich darüber nachforsche, dass sich dieser Ärger nicht nur im Kopf ausbreitet, sondern wie sich der Ärger in körperlichen Symptomen äußerte. Den ersten Anreiz von Ärger spüre ich in meinem Magen, ein Brennen in der Magengegend.  Ein Befehl vom Kopf, gegen den Ärger hilft eine Portion ätzende Magensäure. Zur Seite geschoben wird, dass von der Magensäure nicht nur der Ärger zerstört wird, sondern auch die Magenschleimhäute in Mitleidenschaft gezogen werden. Die mildeste Form dieser Reizung ist eine Magenschleimhautentzündung. Vom Hausarzt wurde der Verdacht geäußert, dass es sich bei den wiederholt auftretenden Durchfällen, untypischen Verdauungsbeschwerden, eine Magenschleimhautentzündung die Ursache sein könnte. Im Fachjargon eine Gastritis. Wer heute im Beruf erfolgreich ist, für den gehört eine Gastritis und ein Burnout zum guten Ton, zum Markenzeichen. Eine Gastritis verursachte mir vor Jahrzehnten Probleme. Mit den derzeitigen medizinischen Präparaten gehört diese zu den harmlosen Krankheitsbildern, zu den Bagatellerkrankungen. Der damals diensthabende Arzt im Krankenhaus in St. Veit erkundigte sich bei der Visite, ob es in den letzten Monaten in meinem Alltag belastende Situationen gegeben hat? Diese Häufung von belastenden Ereignissen in kurzer Zeit hatte ich kaum vorher erlebt.

Für den Jahresbeginn wünschte ich mir ein paar freie Tage, um nach dem Weihnacht- & Silvester Geschäft durchzuatmen. Durch meinen Kopf schwirrten ein paar naheliegende Ausflugsziele mit kulturellem Ansatz im benachbarten Friaul. Am fünften Januar erreichte mich ein Anruf aus dem Finanzamt. Für die kommende Woche wurde eine Steuerprüfung angekündigt.