Gailtaler Speck…

…ein echter Genuss.

Ein radikales Umdenken gibt es für Patienten welche das Blutverdünnungsmittel Xarelto einnehmen.  Jahrzehntelang waren sie verpflichtet bei Dauermedikation von Xarelto davor das Magenschutzmittel Pantip einzunehmen. Vor einigen Jahren ist die sogenannte Fachwelt zur Auffassung gekommen, bei Dauermedikation von Xarelto geht es auch ohne Magenschutzmittel.  Notwendig in einzelnen speziellen Fällen. Das Vertrauen in die Ärzte wird durch „Doktor Google“ untergraben, seit den KI generierten Antworten öfters in Frage gestellt. Neues Zutrauen in die Kunst der Ärzte ist gefragt, manches Mal ein wenig Misstrauen. Bei einem Hausarzt verlangt der Andrang von über hundert Patienten an einem Tag ein gewisses Maß an schnellen Entscheidungen bei der Diagnose. Bei der Therapie kommt ein Abwägen von Alternativen kaum in Frage. Wer hat die Demut zu sagen, dies ist der derzeitige Stand der Wissenschaft? Ob eine Anwendung oder Erkenntnis sich in ferner Zeit als richtig erweisen wird, ist fraglich. Dürfen wir darüber hart urteilen, wenn vor dreißig, fünfzig oder achtzig Jahren diese und jene Entscheidungen getroffen wurden, welche wir heute für falsch erachten?

Weiterlesen

War er…

Beim Lesen in meinen Tageheften öffnet sich für mich ein Fenster in die Vergangenheit, ich tauche in eine verloren geglaubte Welt ein. Beim Stöbern in den aktuellen Begebenheiten kommen vielerorts verschollen geglaubte Ereignisse im Kopf zu Tage. Das letzte Tageheft hat die fortlaufende Nummer 301 und es werden noch einige Jahre vergehen, bis bei den Tageheften das Jahr voll wird. Damit ist gemeint das Tageheft 365, wie die Anzahl der Tage im Jahr. Im Schloss Tanzenberg haben wir während der Internatszeit die Tage anhand der Fenster am Gebäude gezählt. Das Schloss hat angeblich 365 Fenster, ganz genau wurde es nicht überprüft. So geschieht es bei einigen Vorhaben wo ich mit Herzblut dabei bin, bei der Herz Gesundheit. Bei dem Vorsatz den Cholesterinwert zu senken, speziell die erhöhten Triglyzeride. Der Faktor für den Fettgehalt im Blut. Das bedrohliche am Fett ist die Eigenschaft sich an der Gefäßwand der Arterien abzulagern und so den Durchfluss einzuengen. Im schlimmsten Fall die Arterie zu verschließen. Dadurch könnte ein Herzinfarkt oder Schlaganfall ausgelöst werden. Beim Gezeter um schlechtes und gutes Cholesterin gibt es unterschiedliche Meinungen, heute sagt man dazu Fake News. Es gibt Rezepte von Naturmediziner, Vorschläge aus der Volksheilkunde und eine breite Palette an Nahrungsergänzungsmittel. Sie sorgen für einen Placeboeffekt und nützen nur den Herstellern. Diese Erfahrung habe ich bei den Kernölkapseln für die Prostata Gesundheit gemacht. Diese in medizinischen Illustrierten gut vernetzte Firma aus Böhmen bietet auch Kapseln zur Cholesterin Senkung an. Beide Male blieb die erhoffte Wirkung im Verborgenen.

  

Weiterlesen

Gastritis und Burnout…

…sind ein Markenzeichen.

Blicke ich auf einige Lebensereignisse zurück so muss ich gestehen, dass ich mich über Vorkommnisse, welche nicht so verlaufen sind wie ich es mir gewünscht habe, dies in mir Ärger ausgelöst hat. Wobei ich darüber nachforsche, dass sich dieser Ärger nicht nur im Kopf ausbreitet, sondern wie sich der Ärger in körperlichen Symptomen äußerte. Den ersten Anreiz von Ärger spüre ich in meinem Magen, ein Brennen in der Magengegend.  Ein Befehl vom Kopf, gegen den Ärger hilft eine Portion ätzende Magensäure. Zur Seite geschoben wird, dass von der Magensäure nicht nur der Ärger zerstört wird, sondern auch die Magenschleimhäute in Mitleidenschaft gezogen werden. Die mildeste Form dieser Reizung ist eine Magenschleimhautentzündung. Vom Hausarzt wurde der Verdacht geäußert, dass es sich bei den wiederholt auftretenden Durchfällen, untypischen Verdauungsbeschwerden, eine Magenschleimhautentzündung die Ursache sein könnte. Im Fachjargon eine Gastritis. Wer heute im Beruf erfolgreich ist, für den gehört eine Gastritis und ein Burnout zum guten Ton, zum Markenzeichen. Eine Gastritis verursachte mir vor Jahrzehnten Probleme. Mit den derzeitigen medizinischen Präparaten gehört diese zu den harmlosen Krankheitsbildern, zu den Bagatellerkrankungen. Der damals diensthabende Arzt im Krankenhaus in St. Veit erkundigte sich bei der Visite, ob es in den letzten Monaten in meinem Alltag belastende Situationen gegeben hat? Diese Häufung von belastenden Ereignissen in kurzer Zeit hatte ich kaum vorher erlebt.

Für den Jahresbeginn wünschte ich mir ein paar freie Tage, um nach dem Weihnacht- & Silvester Geschäft durchzuatmen. Durch meinen Kopf schwirrten ein paar naheliegende Ausflugsziele mit kulturellem Ansatz im benachbarten Friaul. Am fünften Januar erreichte mich ein Anruf aus dem Finanzamt. Für die kommende Woche wurde eine Steuerprüfung angekündigt.

opfergroschen…

Es war meine erste Steuerprüfung und ich eine fiskalische Jungfrau. Ich musste die geschäftlichen Unterlagen der letzten Jahre bereitstellen. Das geplante Ausspannen wurde in die Zukunft verschoben, statt Entspannung stellte sich Anspannung ein. Die Steuerprüfung hängte damit zusammen, dass ich mein Geschäft erweitert und im selben Gebäude eine Wohnung bezogen hatte. Ein Schwerpunkt war, welche Bereiche vom Gebäude werden geschäftlich und welche privat genützt. Konsterniert war ich darüber, dass der Steuerprüfer darauf bestand sämtliche Räumlichkeiten, zu besichtigen, vom Heizkeller bis zur Dachluke. Seine persönliche Wahrnehmung entschied darüber, welche Räume geschäftlich und welche privat genützt wurden. Für die Abende beauftragte er mich diese und jene Belege für den nächsten Tag bereitzustellen, diese und jene Spesen herauszurechnen. Seine Mittagspause verbrachte der Finanzer in meiner Küche und bat um Erlaubnis die Übertragung der Weltcupabfahrt im Fernsehen anzusehen. Überrascht war er davon, dass ich Mitte der achtziger Jahre einen Schwarzweißfernseher benützte und keinen Farbfernseher hatte. Unspektakulär endete die Steuerprüfung. Alle Zahlen, welche der Prüfer auf einen kariertem Bogen Papier aufgeschrieben hatte, wurden zusammengezählt und dies ergab die Nachzahlung. Der Steuerprüfer bezeichnete die Nachzahlung als Taschengeld für den Staatshaushalt. Höre ich heutige vom Budgetdefizit, dann waren dies ein paar Opfergroschen.

Einen Farbfernseher habe ich Anfang der neunziger Jahre gekauft und bestimmt ein halbes Jahr dem Schwarzweißfernseher nachgetrauert. Mir waren die Schwarzweißbilder sympathischer, als alles in Farbe serviert zu bekommen. Den Schwarzweißfernseher habe ich einem Früh-Pensionisten geschenkt und in sein Haus nach Seltschach gebracht. Er empfing mich mit den Worten: „Jetzt kommt die Welt ins Haus“. Dieser Moment bleibt mir unausweichlich in Erinnerung.

Von der Stationsschwester…

…ein Salamibrot bekommen.

Manche sind in der digitalen Welt so versunken, dass sie die Zugfahrt nicht wahrnehmen. Dies erschwert es mit ihnen ein Gespräch anzuknüpfen.  Werden sie angesprochen, löst dies dieselbe Ablehnung wie zu Corona Zeiten aus. Spannend wird es sage ich, ich war so und so lange Buchhändler in Arnoldstein. Es kann sein, dass jemand aus dem Viererblock ein wenig über den Ort Arnoldstein Bescheid weiß oder Bekannte von ihnen im Ort wohnen. Im mittleren Drautal fährt der Zug hautnah an den Verladerampen vom Heraklithwerk in Ferndorf vorbei, wo seit Anfang des zweiten Jahrtausends viele der Werkshallen leerstehend. In der Jugendzeit führte mein täglicher Weg zum Bahnhof durch das Holzlager vom Werk und über allem thronte der Werkskran. Die Mischung aus ein paar dieser Konstellationen reicht für Gesprächsstoff bis in das Salzburgerische. Ein Brennpunkt auf der Fahrt nach Salzburg ist der Bahnhof Schwarzach / St. Veit. Einstmals war er für mich auf der Fahrt nach Bludenz der Umsteigebahnhof. Weiter ging es vorbei an Zell am See und Kitzbühel, bis die Bahn bei Wörgl durch das Inntal Richtung Innsbruck Fahrt aufnahm. Neuerdings werden die meisten Züge über den Bahnhof Salzburg geführt.

Weiterlesen