VORSORGE:geist

Von der Notwendigkeit einer materiellen und gesundheitlichen Vorsorge sind fast alle Menschen überzeugt. Unter einer geistigen Vorsorge kann man sich kaum etwas vorstellen, noch sehen viele dafür eine Notwenigkeit. Dies beginnt schon mit der Vorstellung über den Geist und welcher Geist ist damit gemeint. Ist dies der Geist, der unser Denken in Schwung hält, der uns Lernen und Handeln lässt?  Man spricht von guten Geistern und von bösen Geistern. Wird zum Geist auch die Psyche und die Seele des Menschen gezählt. In den Religionen spricht man von der unsterblichen Seele. Zu Beginn der Schöpfungsgeschichte heißt es, der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Ist es ein und derselbe Geist, der Gott und den Menschen bewegt. Wie kann man für den Geist vorsorgen und benötigt der Geist einen gesunden Körper. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
 
Es gibt viele Vorschläge wie man die Leistung des Gehirn trainieren und steigern kann. Aber ist dieses Gehirntraining auch ein Training für den Geist. Die Religionen bieten spirituelle Übungen für den Geist an, aber ist damit der Geist gemeint, welcher in unserem Körper wohnt. Ist der Geist körperlos? Vielleicht gehört zu einer Vorsorge für den Geist ein offener Blick und ein weites Herz.
 
Von allen guten Geistern verlassen.   
10.1.08 10:51
 
 

 3 Kommentar(e)    

Rosenherz / Website
Soviele Sorgen wie es auf der Welt gibt, soviel Vorsorge kann der Mensch gar nicht in die Wege leiten. Versicherungen können ein guter Polster sein- aber was nützt eine hohe Hagelversicherung, wenn österreichische Politker die Wasserrechte verkaufen?
weichensteller / Website
Es ist derselbe Geist.
Und Er ist es, der für uns sorgt, nicht umgekehrt.
Es ist der Geist, der lebendig macht.
Sieh dir die Menschen an!


Hallo Weichensteller!
Von Menschen mit einem lebendigem Geist und einem weitem Herz bin ich sehr angetan. Manchmal kann man dies am Gesichtsausdruck ablesen.
Gruss schlagloch.

VOR:sorge

Wir sind ein Leben lang um Vorsorge bemüht. Für die ersten Lebensjahre übernehmen die Eltern die Vorsorge. Dann beginnt die eigenständige Vorsorge damit, dass man in der Volksschule gut lernt, um eine höhere Schule zu besuchen. Mit einem gutem Hauptschulabschluss kann man unter verschiedenen Lehrstellen auswählen. Ob man studiert oder eine Lehre absolviert, wer diese mit ausgezeichnetem Erfolg abschließt hat dafür vorgesorgt einen interessanten Job zu erhalten und hat gute Aufstiegschancen im Beruf. Damit verbunden ist ein höheres Einkommen. Dies ist die Vorsorge für ein attraktives Leben, ein tolles Auto, für eine große Wohnung und weite Urlaubsreisen. Auch die Ausgangsposition um einen attraktiven Partner zu finden. Damit beginnt die Vorsorge für die Kinder und etwas später die Vorsorge für das eigene Alter. Mit unserem Vorsorgedenken sind wir in einem Laufrad, in einem Laufkäfig. Um das Laufrad in Bewegung zu halten, sind wir dabei selbst immer am Laufen und es kann vorkommen, dass unsere Lunge in das Stocken gerät. Dann bricht die Vorsorgeplanung ab und stellt die Vorsorge in Frage. Manche sorgen sich nur um die Zukunft hier auf Erden, um die materielle Vorsorge. Andere treffen auch Vorsorge für das Leben nach dem Tod, für ein Weiterleben nach dem Tod. Beobachtet die Vögel des Feldes, sie säen nicht, aber sie ernten doch. 
8.1.08 14:22
 
 

 6 Kommentar(e)     

jary / Website (8.1.08 18:08)
ah ein biblisches wort, aber wie war, wie war…
weichensteller / Website
Immer vorsorgen heißt ja nie da sein: immer sich voraus.
Zuletzt sich verfehlt.LGW
Gerhard
Man kann „in der Vorosrge“ alles „richtig“ machen, aber dennoch das Ziel verfehlen.LG
Gerhard
schlagloch
Hallo !
Die Einen werben für die Vorsorge gegen Krankheit, Arbeitslosigkeit, Pension und für das Alter, für die dieseitige Vorsorge. Die Anderen predigen für die Vorsorge für das Jenseits. Für den Augenblick gibt es keine Befürworter. Der Mensch ist letzendlich allein.Gruss schlagloch.
Gerhard
Hallo Schlagloch,
die Befürworter des Augenblicks oder der „Gegenwart „sind eigentlich recht zahlreich und in den Medien gut vertreten. Doch hält man sich nur schlecht daran.Gruß
Gerhard

weichensteller / Website
Naja, nur wenn die dem Genuss und Konsum das Wort reden, sind sie noch lang nicht im Augenblick. Gegenwart ist ganz was anderes.

SEELEN . RHEUMA

Bei dem Wort Rheuma denken viele an die eigenen Lendenwirbel-,  Brustwirbel- oder Halswirbelbeschwerden. Mit Massagen, Heilbäder, Moorpackungen und Heilgymnastik können die Beschwerden gelindert werden. Die beste Wirksamkeit erreicht man bei blockweißer Anwendung oder, wenn es der Krankenversicherer bewilligt, im Rahmen eines Kuraufenthaltes. Trotz der vielen Spa- und Wellnässangebote bescheinigt man der traditionellen Kur mit einer Aufenthaltsdauer von drei bis vier Wochen die besseren Heilungserfolge. Bei einem Kuraufenthalt kann man die Therapien langsam konsumieren. Dabei hat man Zeit seine Gedanken zu ordnen, sie ausklingen zu lassen und sie nicht durch neue Termine zu belasten. 
 
Vom Weichteilrheuma sagt man, dass es im Körper einmal in diesem Muskel, dann wieder in einem anderem Muskel auftritt. Oft spielen dabei Temperaturschwankungen und Wetterumschwünge mit, es gibt Funktionseinschränkungen und Dauerschmerz. Weniger bekannt und erforscht ist das Seelenrheuma. Die seelischen Verletzungen führen einmal zu Magengeschwüren, zu Herzrasen, Nackenschmerzen oder Verspannungen in den Zehen. Wird es an einer Stelle eingedämmt, dann tritt es an zwei anderen Stellen erneut auf. Es ist ein ständiges Fließen im Körper.
 
Die Fließgeschwindigkeit. 
 

 Kommentar(e)     

Gerhard (19.10.07 16:42)
Der Körper als Spiegel der Seele. Er drückt aus, was gerade los ist, was gärt, was problemhaft ist.
Es gibt ja meines Wissens Übersichten, wo was aufzutreten pflegt, wenn man bestimmte Charaktereigenschaften oder Problemfelder hat.
Doch genaues weiß niemand. Im Nachgang kann man dann oft sagen: Diese oder jene Krankheit musste ja kommen…
(20.10.07 22:32)
Hallo schlagloch!Den Begriff „Seelenrheuma“ habe ich noch nie gehört, aber ist meist so, dass man erst Hilfe und Heilung sucht, wenn es körperlich schmerzt. Also muss eine Seele – wenn man es so ausdrücken will – , die in Disbalance ist, sich wohl auf diese Weise bemerkbar machen, damit man darauf reagiert. Heilpraktiker setzen ja im Allgemeinen auf ganzheitliche Therapien, die den Gemütszustand miteinbeziehen. Blockaden im Energiefluss sollen aufgearbeitet werden, damit die optimale „Fließgeschwindigkeit“ wieder erreicht werden kann. Die Schulmediziner arbeiten anders und so verschiebt sich manches Leiden von einem Punkt zu anderen. ..ein Zusammenspiel von beiden wäre wohl das Beste.

Schönes Wochenende und lG
Isabella.

schlagloch
Hallo Gerhard!
„Im Nachhinein sagt man, diese oder jene Krankheit musste ja kommen“. Vom freien Willen sagt man, nach der neuesten Hirnforschung, es gibt ihn gar nicht. Alles sei vorbestimmt. Da ist mir das Fließen lieber, alles fließt.
Gruss schlagloch.

schlagloch
Hallo Isabella!
Ich habe den Begriff „Seelenrheuma“ noch nie gehört, bis er auf meinem Bildschirm gestanden ist. Ich möchte fast sagen, ich weiß es nicht, wer dieses Wort dorthin geschrieben hat. Jetzt steht es da und es gefällt mir. Wenn die Blokaden beseitigt sind und die Körperenergie wieder fließt, wird auch das Rheuma schwächer werden.
Gruss schlagloch.

KUNST . GRIFF

Wie und wo spüren wir unsere Seele?  Die Hand oder den Fuß spüren wir, wenn sie schmerzen oder wenn wir sie bewegen. Unsere Psyche spüren wir, wenn wir uns über etwas freuen, oder wenn wir traurig sind. Körperlich spüren wir unsere Psyche wenn unsere Schultern verspannen oder vor Aufregung das Herz klopft. Warum wünschen wir uns ein Weiterleben nach dem Tod, im Jenseits. Unser  Leben auf der Erde ist unvollkommen und beschwerlich, dies wird trotz Fortschritt so bleiben. Wir müssen lernen diese Unzulänglichkeit zu ertragen, mit ihr umzugehen. Wer ist der Mann, der uns ein Paradies verspricht, das nicht von dieser Welt ist. Wenn wir hier gut arbeiten und fleißig sind, dann können wir uns ein irdisches Paradies einrichten. Das himmlische Paradies ist nicht überprüfbar. Ist die Sehnsucht nach einem Himmel in unserem Gehirn oder Genen verankert oder wurde diese Sehnsucht durch Erzählungen geweckt. Ist es die Angst vor dem Nichts, dass unser Hirn zu diesem Kunstgriff greift .
 
Fragen erlaubt.   
 

Kommentar(e)     

Gerhard (10.10.07 00:41)
Heilsversprechungen gibt es viele.
Vielleicht liegt das Glück, so denke ich, in der blossen Annahme des Lebens so wie es nun mal ist.
Nehmen wir Schmerz, Kummer, Not, Ungerechtigkeit , Alter und Sterben einfach an! Sowohl das alltägliche Leiden wie auch die vorbeikommende Freude.
Nichts muß dauern, nichts vollkommen sein, auch Scheitern auf breiter Basis darf sein – was soll es letztendlich.
weichensteller / Website (10.10.07 11:18)
Cioran, den ich in Rumänien besucht habe, schreibt von der völligen Untauglichkeit des Menschen zum Glück. Er hat zwischen den beiden Bäumen gewählt und sich für den Baum der Erkenntnis entschieden, den Baum des Lebens aber vernachlässigt.
Interessant, dass in den Postings Christus mit Buddha einfach gleichgestellt wird. Das entleert natürlich ihre Botschaft, die völlig entgegengesetzt ist.
Aber die Seele spüren wollen, das würde beiden niemals einfallen, das ist ein Widerspruch ad definitionem.
schlagloch /
Hallo Gerhard!
„Nichts muß dauern, nichts muß vollkommen sein, auch Scheitern“, vielleicht verbirgt sich dahinter eine Lebensformel.
Gruss schlagloch.
schlagloch /
Hallo Weichensteller!
Haben wir nicht einen leiblichen Körper mit Geist erhalten, um die Seele spüren zu können? Wenn wir mit unserem leiblichem Körper etwas für die Seele tun können, dann müssen wir mit diesem Körper auch die Seele spüren können.
Gruss schlagloch.
weichensteller / Website (11.10.07 23:11)
Also unser europäischer Begriff von SEELE hat zwei Wurzeln:
1. die griechisch-heidnische, bes. Platon. Hier ist Seele das Eigentliche des Menschen, das die Materie zu Leben erweckt, bzw. nach dem Tod dieser äußeren Hülle weiterlebt.
2. die biblische: nefes im AT, psyche im NT. Grundbedeutung des hebräischen Ausdrucks: Kehle, Schlund, Hals; z.B. „das Wasser geht bis zur Seele“ (=Hals), Ps 69,2) / Seele als Begehren: „meine Seele dürstet nach Gott“, Ps 42,2 / Seele als Leben, Atmen, Atem: Gott haucht Adam Leben ein, „die Seele aushauchen (Jer 15,9); Mk 8, 35 f: seine Seele gewinnen/verlieren / Seele als Person (=sterblich): „möge meine Seele den Tod des Aufrechten sterben!“ (Num 23,10)
In der Bibel ist also mit Seele immer der ganze Mensch gemeint, niemals nur ein Teil (im Gegensatz zu Körper/Leib/Geist…), und die Vorstellung einer Auferstehung NUR der Seele ist überhaupt nicht biblisch: Auferstehung meint den ganzen Menschen!

Und zu schlagloch:
Eine Reflexivität (Selbstbezug, Selbstwahrnehmung, Spüren) der Seele ist nirgendwo je einem Menschen eingefallen, weder in der christlichen Tradition noch in der fernöstlichen. Der Anfang solchen Denkens könnte vermutlich in der Aufspaltung des Menschenbildes in der neuzeitlichen Philosophie gesehen werden, etwa ab Descartes. Dann aber alle Ganzheiten spaltend. Beachte den totalen Bedeutungswandel von Seele/Psyche im 19. Jht bei Freud!

Sowenig zur Begriffs- und Ideengeschichte und zu meiner Zurückhaltung zu Seele und Körper…

Grüße
weichensteller

Gerhard (12.10.07 00:22)
Hier ist der m.E. der Begriff Seele unklar, wird verschieden verwendet. Im popopulären Sinn meint Seele mein innerstes Wesen, den Kern meiner Person, da, wo man mich „findet“.
Seele = eigentliches Ich, mein „Selbst“, das, was mich ausmacht. Und dieser Kern „thront“ fürwahr über „die Teile“, macht „mich“ aus.

petros / Website (16.10.07 15:08)
Wie du schon sagst: Fragen erlaubt.

Antworten (ob nun philosopische, naturwissenschaftliche, theologische…) gibt es viele.

Ich glaube.

LG
Petros