Umsatzeinbußen als …

der Contra Supermarkt eröffnete.

Der Jahresanfang ist die Zeit wo die meisten von uns, leidet man nicht gerade aus Überdruss am Leben, neue Vorsätze fassen. Es gibt Statistiken, welche Vorsätze zu den am häufigsten gehören. Ganz oben steht Gesundheit, gesünder Leben und mehr Zeit für sich und seine Mitmenschen einplanen. Dies nach den vielfältigen Familienfeiern wo es im besten Fall gemenschelt hat, bei den traditionellen Festen Weihnachten und Silvester. Es gibt auch andere Erzählungen, dass die Hoffnung auf das Zwischenmenschliche enttäuscht wurde, die große Versöhnung und Gemeinsamkeit ausgeblieben sind. Ich kenne kaum jemanden, der nicht den einen und anderen Vorsatz für das neue Jahr gefasst hat. Die Vorsätze sind dabei so individuell wie die Menschen und ihre Lebensumstände. Abhängig vom sozialen Umfeld, ob im oder nach dem Erwerbsleben. Von den Rentnern gibt es den Spruch, soweit sie nicht in ganz ärmlichen Verhältnissen leben, Gesundheit ist das Wichtigste. Alles andere können wir uns selbst richten und sind zumeist zufrieden. Bei den Selbständigen, wie ich es über vierzig Jahre war, gab es den Wunsch, dass sich die betriebliche Lage im kommenden Jahr nicht verschlechtert. Als kleiner Handelsbetrieb war es mir nicht darum die Umsätze großartig zu steigern, mein Wunsch war, für den umfangreichen Arbeitseinsatz ein durchschnittliches Auskommen zu haben.

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Die Entdeckung der Langsamkeit,

beim Besuch eines Bioladens.

Die Bemühungen, dass Geschäfte, Restaurants, Behörden oder Museen barrierefrei werden, gibt es seit Jahrzehnten. Die Diskussion für eine behindert gerechte Welt wird in der Öffentlichkeit kontrovers geführt. Zuallererst denkt man dabei, dass Menschen die einen Rollstuhl benötigen, diese Zugang zu allen öffentlichen Gebäuden haben. Unabhängig davon, ob die Mobilitätshilfe händisch bewegt wird, von einem E-motor angetrieben oder durch einen Betreuer geschoben wird. Im Mittelpunkt steht der Umstand, wie kommt jemand mit Behinderung in einen Supermarkt, in ein Kaffeehaus, in eine Bankfiliale oder kann sich einen Kinofilm ansehen. Etwas Besonderes ist Mobilität im weiteren Sinne, eine Bus- oder Zugfahrt. Wie zugänglich für alle sind Bahnhöfe, die Bahnsteige mit einem Lift erreichbar? Toll finde ich die S-Bahn und den Railjet der ÖBB, welche beim Ein- und Aussteigen mit dem Bahnsteig eine Ebene bilden. Dies kommt auch den E-Bike Fahrern, welche oft ältere Personen sind zugute. Diese sind mit dem Gewicht des Elektrofahrrades wiederholt überfordert. Bei den öffentlichen Gebäuden hat sich die Barrierefreiheit am meisten durchgesetzt. Hier kommt zugute, dass in historischen Gebäuden auch aufwendige Einbauten von Rampen und Aufzügen nicht aus Betriebsgewinnen bezahlt werden müssen, sondern aus dem Staatshaushalt finanziert werden. An deren Kosten beteiligen wir uns alle. Dies ermöglicht, dass alle großen Wiener Museen, wie ich sie kenne, ohne Zugangsbeschränkungen sind. Es ist kein Zufall, dass sich verhältnismäßig viele Rollstuhlfahrer durch die Ausstellungen bewegen. Musik hören, Bücher lesen und Ausstellungen zu besuchen sind Beschäftigungen, welche missliche Vorkommnisse im Alltag, Zerwürfnisse und Beleidigungen vergessen lassen. Zumeist für einige Stunden und dies ist ein Geschenk.

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Mindestrentner suchen…

…in den Mülleimern nach Pfandflaschen.

Verärgert zeigen sich viele Konsumenten über die Einführung eines Pfandes für PET-Flaschen und Blechdosen in Österreich. Lange bemühte sich das Umweltministerium die Fülle von Plastikflaschen für Limonaden und Mineralwasser der Wiederverwertung zuzuführen. Die verschiedenen Richtlinien haben in den letzten zwanzig Jahren variiert, auch die dafür zur Verfügung gestellten Abfallbehälter. Es gab verschiedene Moden, ja Moden, weil die Ansätze zur Müllvermeidung unterliegen wie die Kleidermode wechselnden Trends. Gut in Erinnerung ist der gelbe Sack, worin sämtliche Plastikflaschen und Plastikverpackungen entsorgt wurden. Um Platz zu sparen wurde empfohlen die Plastikflaschen zusammenzudrücken, dabei sind die unterschiedlichsten Geräusche entstanden. Gab es ein schreckhaftes Familienmitglied oder es hielt sein Mittagsschläfchen, dann war es ratsam diese Familienmitglieder vorzuwarnen. In Kärnten wurde das gesammelte Plastik im Müllofen in Arnoldstein verfeuert. Das Plastik entwickelt eine enorme Hitze und beschleunigte so das Verbrennen des Restmülls. Aufschlussreich war ein Spaziergang am frühen Morgen bevor die gelben Säcke abgeholt wurden. Mancherorts konnte ich deutlich erkennen, hier lebt eine Fangemeinde von Red Bull, Stiegl Bier oder die überall anzutreffende Coca-Cola Fangemeinde. In jüngster Zeit liefern sich die Coca-Cola- und die Red Bull Dosen ein Rennen um den Spitzenplatz, wer öfter im Gelben Sack zu finden ist.  Weiters welche Marke öfters in der freien Natur, am Wiesen- oder Waldrand, anzutreffen ist.

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Die Ansichtskarten wurden hinter…

…die Schmuckleiste der Küchenkredenz gesteckt.

Ob es heute möglich ist eine Kutschenfahrt mit der Kreditkarte zu bezahlen oder nur Bargeld angenommen wird, habe ich nicht erfahren. Beobachtet habe ich, dass im Eissalon eine Kugel Eis um zwei Euro mit der Kreditkarte bezahlt wurde. Überrascht zeigen sich viele Besucher und Bewohner der Stadt Salzburg, dass es ab Herbst in den O-Bussen keine Möglichkeit mehr gibt, beim Buslenker eine Fahrkarte zu lösen. Diese muss vorab am Fahrkartenautomaten oder im Internet gekauft werden. Für nicht online Digitalzombies wird dies eine Herausforderung oder überhaupt eine Barriere sein, um mit dem Bus zu fahren. In manchen Hausdurchgängen in der Innenstadt von Salzburg beengen Ansichtskartenständer den Durchgang. Mein Eindruck ist, dass das Angebot an Ansichtskarten den Bedarf bei weitem übersteigt. Ganz selten konnte ich beobachten, dass eine Person eine Ansichtskarte aussucht. Heute begnügen sich die meisten Besucher einen Schnappschuss, mit dem Zusatz „Liebe Grüße aus Salzburg“ per WhatsApp an die Verwandtschaft zu versenden. Die Botschaft, dass man durch die Salzburger Innenstadt bummelt, ist nur einen Mausklick entfernt. Mehr Aufwand an Zeit, Ideen und Kosten benötigt der Versand einer oder mehrerer Ansichtskarten.

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Recht auf öffentlichem Platz…

… zu stehen wo ich will.

Im Innenhof vom Toskana Trakt in Salzburg befindet sich das Café Toskana. Vom Gastgarten habe ich einen schönen Blick auf die Churfürststraße, hier führt die Route der Fiaker vorbei. Fast jeder zückt das Smartphone für ein Foto, wenn bei ihm die Kutsche vorbeifährt. Das Geklapper der Pferdehufe hallt durch die Fußgängerzone und die Plätze der Salzburger Innenstadt. Als Bub bin ich gemeinsam mit der Mama zu Beginn und am Ende des Sommers mit einer Pferdekutsche in die nächste Bezirksstadt gefahren. Dort haben wir direkt von der Kutsche weg Kirschen und Zwetschgen verkauft. Mit Pferden aufgewachsen befinde ich mich im Zwiespalt, ob Pferdekutschen in der Stadt noch artgerecht sind? Aus meiner Sichtweise haben Pferde eine lange Tradition als Zugpferde, die Pferdekutschen beherrschten anno dazumal das Stadtbild. Die Innenstädte waren schon damals gepflastert. In den engen Gassen herrschte ein dichtes Gedränge, wobei die Fußgänger das Nachsehen hatten. Sie wurden zur Seite gedrückt oder mussten zur Seite springen, wenn die Pferde im Galopp daherkamen. Vor etwa hundertfünfzig Jahren eroberten die Automobile die Städte und in der Übergangszeit kam es zu einem Kampf, zwischen Pferd und Auto um die Straßenhochheit. In der Zeit als der Autoverkehr die Zentren der Städte dominierte, wurden wiederum die Fußgänger an den Rand gedrängt. Einer Notiz auf der ORF Webseite entnehme ich, dass die erste Fußgängerzone in Österreich im Jahre 1961 in Klagenfurt eingerichtet wurde. Die ersten Fußgängerzonen in Europa wurden im Jahre 1953 in Rotterdam und in Kassel eröffnet.  In den 80er Jahren wurden die Innenstädte europaweit autofrei.

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