Bruno Kreisky…

…Polit-Stratege.

Dem politischen Strategen Bruno Kreisky gelang ein weiterer Clou, er verkürzte den Grundwehrdienst auf sechs Monate. Damit sicherte er sich die Wählerstimmen der Jungwähler.  Damals vertraute man darauf, dass die USA einen großen militärischen Schutzschirm über Europa spannt und wir darunter unbesorgt leben können. Genauso wie die Küken bei Gefahr unter die Flügel der Henne flüchten Die Europäer haben in einem Glashaus gelebt und plötzlich wirft aus dem Osten jemand Steine auf das Glashaus und auch der Schutzschirm ist brüchig geworden. Ein weiteres Zuckerl der Kreisky Regierung war das Heiratsgeld und das Baby Geld von etwa tausend Euro. Einige Paare haben sich zwecks der Heiratsprämie entschlossen zu heiraten. Heute ist von diesen „Kreiskyzuckerln“ nicht mehr viel übriggeblieben. Verfolgen wir die Geschichte der Republik Österreich so wurden beständig „Geldgeschenke“ an das Wahlvolk verteilt, um die Wähler an eine Partei zu binden.

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Gesellschaftsveränderung…

…verändert die Werte für Ruhm.

In der Philosophie gibt es die Tradition des Philosophischen-Mythos. Für Gedanken und Vorstellungen, die jenseits von Widerlegung und Beweis sind wird die Form einer Erzählung gewählt. Emanuel Kant spricht von einer ästhetischen Idee, wenn es um Überlegungen geht, die Anlass für unendliche Überlegungen wären. „Als transzendenter ist der Gegenstand der Idee – Unsterblichkeit – jenseits von Widerlegung und Beweis. Aber er ist auch kein Gegenstand von Erkenntnis, so ist es doch die Idee von ihm“.[1]„Überleben im unsterblichen Ruhm. Dies war zuhöchst geschätzt im Altertum und galt nicht nur als der gerechte Lohn für edle Taten, sondern auch als hauptsächlicher Antrieb dazu. (…) Unsterblicher Ruhm ist demnach öffentliche Ehre in Permanenz, wie das Gemeinwesen menschliches Leben in Permanenz ist.““.[2] Schon Aristoteles bezweifelte die gerechte Vergabe von Ehre und Hans Jonas meint, dass heute diesbezüglich der Zweifel noch größer ist. „Aber dazu wissen wir zu viel darüber, wie Reputationen gemacht werden, wie Ruhm fabriziert, die öffentliche Meinung manipuliert wird…“[3] Eine Ehrung sagt zumeist auch etwas über jene aus, welche die Würdigung verleihen und dient für diese als Bestätigung ihrer selbst. Wie öffentlicher Ruhm erworben wird, erleben wir täglich in den Medien. Mit Werbekampagnen wird versucht das Produkt, dabei wird kaum zwischen Personen und Sachgüter unterschieden, bekannt zu machen.

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Gott ist…

Die Lehre der Gnosis, welche in den ersten Jahrhunderten nach Christus stark verbreitet war besagt, dass Gott und der Mensch zusammengehören, aber durch die Welt getrennt sind. Die Welt ist durch einen Demiurg erschaffen. Mit dem Pneuma hat der Mensch, als Teil der Welt, einen „göttlichen Funken“. Das Bestreben des Pneumas ist, zu Gott zurückzukehren. Hans Jonas folgert, „…dass in mehr als einer Hinsicht die griechisch-römische Welt der ersten christlichen Jahrhunderte Parallelen mit der Moderne aufweist. (…) Der gemeinsame Zug, den es zu betonen gilt, ist die radikal dualistische Stimmung, die der gnostischen Haltung als ganzer zugrunde liegt…“[1] „Der Dualismus besteht zwischen Mensch und Welt und parallel zwischen Welt und Gott.  (…) In dieser dreigliedrigen Polarität gehören Mensch und Gott gegenüber der Welt zusammen, sind aber, dieser wesenhaften Zusammengehörigkeit zum Trotz, eben durch die Welt getrennt. (…) In Ihrem theologischen Aspekt besagt diese Lehre, dass das Göttliche der Welt fremd ist und keinen Anteil am physischen Universum hat; dass der wahre Gott, absolut transmundan, durch die Welt weder offenbart, noch auch nur angezeigt wird…[2] (…) „Die positive Ergänzung liegt in der Tatsache, dass das wahre Wesen des Menschen das Wissen ist, das Wissen um sich selbst und um Gott.“[3] 

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Rudi Dutschke…

„Wissenschaft als persönliches Erlebnis[1], darüber zu Ihnen zu sprechen, bin ich aufgefordert worden. (…) Denn eigentlich gehört vom wissenschaftlichen Tun doch nur an die Öffentlichkeit, was dabei herausgekommen, nicht was in einem vorgegangen ist. (…) Und dabei geht es nun einmal subjektivierend zu, das Persönliche mischt sich ein und damit die Zeitgebundenheit“[2] Verstehe ich Hans Jonas richtig, dann bringt er damit zum Ausdruck, dass es beim wissenschaftlichen Arbeiten nicht nur eine rationale, sondern auch eine emotionale Seite gibt. Letztendlich fließt auch diese in das Denken mit ein.

„Nach dem Betreten des Hörsaals steht man als älteres Semester plötzlich in einer Runde von jungen Studenten, ist etwas verunsichert und weiß nicht, wie man sich artgerecht verhalten soll. Die Anspannung ist da. Egal was kommt, höflich und locker bleiben. Seniorstudenten sind eine Ausnahme und werden von den Jungen kritisch beäugt. Ein Einsteiger Tipp, nicht die vorderen Reihen wählen, die Eingeweihten sitzen in den hinteren Reihen. Bis zu dem Augenblick, wo die Professorin oder der Professor den Hörsaal betritt, ist es spannend wie in der Grundschule. Der Professor fordert uns auf, in die vorderen Reihen zu wechseln, damit seine Stimme geschont wird. Im Berufsleben, als schrulliger Papierwarentandler, hatte ich mit dem Lehrpersonal viele geschäftliche Berührungspunkte. Dabei zu oft das Gefühl, Lehrer erwarten, dass ihre Meinung ohne Widerspruch akzeptiert wird. Außer beruflichen Fortbildungskursen habe ich nach dem Schulabschluss keinen Unterricht mehr genossen.

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Wie die mediale Überreizung…

… die Lebensgestaltung beeinflussen wird.

Aktuell gibt es viele Firmenneugründungen, zuallererst bei den Startups im IT-Bereich. Hier hoffen viele eine geniale Idee in Algorithmen zu verwandeln. Eine App für das Smartphone zu entwickeln, welches jeder Handybesitzer herunterladen wird. Ein Vorschlag von mir, soundso viele Atemzüge pro Tag und damit bewegt man sich im gesunden Bereich, eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Wer nicht so Technik affin ist, der könnte im praktischen, im alltäglichen Bereich fündig werden. Ein Serviceleistung, welche anderen Menschen das Leben leichter macht. Wo gibt es da eine Lücke? Heutzutage fehlt es oft an Personal für die einfachsten Handgriffe. Viele wollen partout nicht oder können nicht mehr selbst beim Haus oder im Garten handanlegen. Spaziere ich durch die Randgebiete von Villach, dann stehen bei jedem dritten Haus ein Servicewagen von einem selbstständigen Hausbesorger, Gartenprofi und von Firmen, welche im Winter die Schneeräumung vornehmen. Die Sparte von Reinigungs- und Hausbesorger Diensten hat immer Saison. Diese Beispiele entsprechen meiner Lebensgeschichte, nicht mitreden kann ich in der Welt der jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von dreißig Jahren. Diese unterscheidet sich gänzlich von meiner Zeit als junger Erwachsener, ohne Fernseher und Smartphons.

Die öffentliche Smartphonhörigkeit verlangt Aufmerksamkeit im Sekundentakt, in schneller Abfolge werden spaßige Vorkommnisse und konstruierte Kurzvideos zugespielt. Diese Fülle an Ablenkung und Zerstreuung übertrifft bei weitem alles, was wir vorfanden. Ich traue mir keine Vorhersage zu, wie diese mediale Überreizung die weitere Lebenszeit, die Lebensgestaltung und die Lebensentscheidungen beeinflussen wird. Heute benütze ich auch ein Handy und einen PC. Bei kurzfristigen und aktuellen Fragen benütze ich verschiedene Suchmaschinen im Internet. Im Bücherregal habe ich ein 24-bändiges Taschenlexikon von Brockhaus stehen und benütze es gerne. Dort ist die Auskunft prägnant und präzise, soweit das Lexikon aus dem Jahre 2010 auf den letzten Stand ist. Ich gewinne den Eindruck, dass was früher in zehn Jahren passiert ist, dies ereignet sich heute in einem Jahr.