…aus dem Schnee.
Zu unserer körperlichen Ertüchtigung absolvierten wir während der Grundausbildung Orientierungsläufe. Morgens wurden wir in einem Waldgebiet in der Umgebung von Graz, versorgt mit einer Jause, Kompass und Wanderkarte, ausgesetzt. Mit Unterstützung der Karte mussten wir verschiedene Kontrollpunkte ansteuern. Dort wurde der Ausweis abgestempelt und zu einer bestimmten Uhrzeit mussten wir uns beim vereinbarten Sammelpunkt einfinden. In Kleingruppen von vier bis fünf Personen waren wir unterwegs. In welchem Tempo wir diese Aufgabe bewältigten war unserer Kondition und unserem Geschick im Kartenlesen geschuldet. Jener Gruppe welche als Erste den Sammelpunkt erreicht, winkte ein Urlaubsschein für das Wochenende. Beim ersten Orientierungslauf gaben alle Gas, jede Gruppe fühlte sich berufen Erste zu werden und den begehrten Urlaubsschein zu ergattern. Ich erinnere mich, dass wir darauf verzichtet haben unsere Jause zur Mittagszeit gemütlich zu verzehren. Während dem Gehen, es war mehr ein Hasten, haben wir die Fleischschmalzkonserve geöffnet, die Brote bestrichen und verzehrt. Erster wurde unsere Gruppe trotz dieses Eifers nicht. Das Beste, was aus der Bundesheerzeit nachwirkt ist die Fähigkeit, mich mit Hilfe einer Wanderkarte und eines Kompasses im Gelände zu orientieren. Diese Fähigkeit wird fünfzig Jahre später durch die Google Funktion Maps am Handy obsolet.
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