AN:kündigung

Bei vielen Veranstaltungen stellt sich die Frage, wie man diese, und wann man diese ankündigen soll, oft hängt der Zuspruch für die Veranstaltung vom richtige Zeitpunkt ab. Dazu soll das passende Medium gefunden werden, welches die  notwendige Aufmerksamkeit schafft und  die Zielgruppe erreicht. Es soll nicht zu früh und nicht zu spät passieren, gerade so, dass die Menschen rechtzeitig planen und sich daran erinnern können. Dies gilt auch für Geschäfts- und Ausstellungseröffnungen, für Fachmessen, genauso wie für Pilgerreisen oder Schiffsrundfahrten und Konzertankündigungen. So geschieht dies bei der Kirchtagswoche oder bei der Saisoneröffnung des Strandbades. Dazu gibt es Ankündigungen privater Natur, eine runde Geburtstagsfeier, die Geburt eines Kindes, oder die Hochzeit. Eine Pflichtmitteilung ist, wenn jemand verstorben ist.

Bei so vielen Möglichkeiten stellt sich die Frage, wann ist der richtige Zeitpunkt  für die Bekanntgabe, dass man in den Ruhestand gehen will und  sein Handelsgeschäft abgeben will. Soll man auf die Mundpropaganda hoffen, dass sich dies hinter vorgehaltener Hand verbreitet oder soll man vor den Vorhang treten und dies öffentlich machen. Damit würde man dem Bedauern darüber den Wind aus den Segeln nehmen und jedermann frei stellen, dass Geschäft weiterzuführen. Das sozusagen die Dorfbevölkerung das weitere Schicksal ihrer Nahversorgung selbst in die Hand nimmt und mitbestimmt.

Zeitenwechsel.

OFFENE:frage

Wie soll man das Alter sehen und ab wann hat man zu einem bestimmten Thema die richtige Meinung? Welche Meinung zählt, die des Zwanzigjährigen, des Vierzigjährigen oder des Fünfzigjährigen. Als Beispiel die Ereignisse im Nahen Osten, in Ägypten, wo die Bevölkerung versucht sich von der Diktatur und dem Polizeistaat zu befreien, ihren Langzeit Diktator abzuschütteln. Die Meinung eines Zwanzigjährigen wird spontaner und offener ausfallen, er wird die neuen Chancen sehen, die sich für die Bevölkerung auftut. Die Möglichkeit einer neuen Freiheit, wie es für die jungen Erwachsenen auf Facebook funktioniert. Die Aussicht, dass die Ägypter ihren Lebensstandard erhöhen können.

Vorsichtiger wird ein Fünfzigjähriger wird mit seinem Optimismus sein. Es könnten die Fundamentalisten die Regierung übernehmen und welche politischen Veränderungen in dieser Region sind die Folge? Wie wirkt sich diese auf die Weltpolitik aus und kommt es zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse im Nahen Osten? Wer gewinnt in dieser Region mehr Einfluss, die USA, China oder Europa. Seine größte Sorge wird der Entwicklung des Ölpreises gelten und die Auswirkungen auf die Wirtschaft, das Wirtschaftswachstum und den Exporten. Dabei schwingt die Sorge um den erreichten Lebensstandard, um den Besitz und um die nächste Urlaubsreise mit. Ist es möglich, dass man als Fünfzigjähriger sich zu einem Thema, sei es Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik so äußern kann, als sei man zwanzig oder dreißig Jahre alt? Eigentlich kennt man diese Altersstufen aus eigener Erfahrung und Anschauung. Oder ist es möglich, dass sich ein Zwanzigjähriger in einen Dreißigjährigen oder Fünfzigjährigen hineinversetzten kann.

Vorstellungskraft.

NICHT: versäumt

Den Bildern, als über das Wunder von Chile berichtet wurde, wie wir sie in der vergangenen Woche gesehen haben, wo jede Falte, jede Träne, jede Regung  im Gesicht der Geretteten und der Angehörigen von den Fernsehkameras übertragen wurde, konnte man sich nicht entziehen. Bestimmt hat es vielen Menschen für Stunden geholfen ihrer eigenen misslichen Lage zu entfliehen. Selten wird die Situation so lebensgefährlich sein, wie bei den Bergknappen. Die Bergleute wurden den Millionen Fernsehzuschauern gewaschen, frisch rasiert und mit sauberer Kleidung präsentiert, welche von der Firma Oakley gesponsert wurde, als kämen sie gerade von einer aufregenden Höhlenexpedition, mit überraschenden Entdeckungen zurück.  Bei einem solchen Ereignis stellt sich die Frage, wie lange könnten wir heute ohne das Medium Radio, Fernsehen und Internet leben. Gibt es jemanden im Westen der von dem Grubenunglück nichts gehört und diese Bilder nicht gesehen hat? Solche Ereignisse, die auch Medienereignisse genannt werden, lassen auch nicht Betroffene enger zusammenstehen. Es erleichtert, trifft man auf Bekannte, ein Gespräch anzuknüpfen, es bildet eine gemeinsame Gesprächsbasis, die alle verbindet.

In den Ferien stellte ich nach einer Woche fest, dass ich ohne die tägliche Tageszeitung und den Fernsehnachrichten nichts versäumt habe. Viele Nachrichten die wir hören, sehen und lesen, erreichen nicht unser Gedächtnis, weil sie für uns keine persönliche Bedeutung haben. Die wenigen Neuigkeiten, die auch für unseren Alltag etwas bedeuten, das Leben beeinflussen werden, erfährt man später bestimmt aus der Nachbarschaft.

Der Gartenzaun.

FASSUNGS:los

Die Lebenszeit des einzelnen Menschen ist nicht nur zum Jahresbeginn ein Thema. Viele ältere Menschen sind froh darüber, wenn sie über den Jahreswechsel gekommen sind und der größere Teil vom Winter vorüber ist. Die kalte Jahreszeit bringt vermehrt die Möglichkeit einer Verkühlung, Husten, Grippe oder Lungenentzündung. Ein erhöhtes Risiko auf einem vereisten Gehsteig zu Fall zu kommen. In Südkärnten hat der  Winter an Schrecken eingebüßt, es gibt keine durchgehende Kälte, Schnee und Eis mehr. Es wechseln sich Schneefall und Regen, Kälte und Tauwetter ab. Viele blicken mit Zuversicht auf den März, auf das kommende Frühjahr.

Trotz steigendem Lebensalter, fällt man nicht einem Unfall oder einer heimtückischen Krankheit zum Opfer, schaffen wir es nicht, das Wissen, welches sich seit Jahrtausenden angesammelt hat, vollständig  zu studieren. Wie sollen wir das Geheimniss der Religion von tausenden Jahren erfassen, -zig tausende Romane lesen, die neuesten Theorien von Mathematik oder Physik begreifen, wir bleiben fassungslos. In den Bibliotheken treten wir den Ansammlungen von Wissen und Erfahrungen mit Staunen gegenüber. Heute kommen das Radio, das Fernsehen und das Internet dazu. Man kann nur hoffen, dass man eine Offenbarung erlebt, was einem wichtig ist. Früher hat es genügt, wenn der Vater seine Erfahrungen an die Kinder, oder der Lehrmeister sein Wissen an den Lehrling weitergegeben hat. Dies hat für einen Lebensentwurf genügt.

Brockhaus.