Die christlichen Kirchen plädieren für Auffangbecken unterschiedlicher Art, nach dem biblischen Auftrag zur Nächstenliebe. Die Schwächsten in der Gesellschaft, Straffällige nach ihrer Haftentlassung oder Zuwanderer werden unterstützt. Es braucht großes Vertrauen, wenn man einem Gewalttäter oder wegen Eigentumsdelikte Verurteilten eine neue Chance gibt und in der Firma einen Arbeitsplatz anbietet. Zumeist ist die Rückfallquote, kommt es zu einem Konflikt oder gibt es eine Gelegenheit dazu, hoch. Bei Jugendlichen sieht man über leichte Straftaten, es könnte sich um eine gewisse Unreife gehandelt haben, hinweg. Von den Geradlinigen, den Folgsamen und Aufrichtigen wird verlangt, dass sie dafür Verständnis aufbringen. Dabei findet oft keine ausgeglichene Bilanz statt.
Wir erwarten oft sehnsüchtig ein Gewitter, damit der Schmutz von den Straßen und den Häusern von einem Starkregen fortgespült wird. Ein reinigendes Gewitter lässt einen körperlich aufatmen, bis in die Seele hinein. Dies kann ein Vorbild für eine klärende Aussprache sein, lässt die Seele frei atmen und kann neue Horizonte eröffnen. Welches Auffangbecken erwartet unsere Seele, wenn der Körper seinen Dienst versagt. Werden wir hineingespült in das Auffangbecken des Himmels oder davor durch die Kläranlage, das Fegefeuer, gereinigt? Als denkende Wesen haben wir vieles entwickelt, für alle Unbilden des Lebens haben wir Auffangbecken installiert, zu guter Letzt ein Auffangbecken für die Seele, den Himmel.
Zur schönen Aussicht