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SCHNEE:palmen

Freitag, 03. April 2009

Es gibt kein verrückteres, zeitloseres, ergiebigeres Thema als über das Wetter zu sprechen und zu schreiben. Es vergeht kein Jahr, wo man nicht sagt, das Wetter spielt verrückt. So ärgern sich jetzt viele Leute darüber, dass das Italientief nicht abzieht. Die einen sprechen davon, dass jüngere Forschungen eine neue Eiszeit prophezeien, einen Ganzjahreswinter. Zurzeit ist durch die Banken- und die Wirtschaftskrise, die Arbeitsplatzverluste, das Thema der Klimaerwärmung, des Klimawandels, völlig aus den Nachrichten und aus den Tageszeitungen verschwunden. Bei einer Wetterperiode, wo es im Gasteinertal täglich leicht schneit, glaubt niemand  an die Klimaerwärmung. Daran, dass in einigen Jahrzehnten, stimmen die Forschungen, es Schneesicherheit nur in einer Meereshöhe ab zweitausend Meter geben wird. Man sagt voraus, dass Ende dieses Jahrhunderts, in den Alpentälern Palmen wachsen werden. Den Hobbygärtnern kommt dies gerade recht, so erübrigt sich die mühselige Arbeit, die Palmen über den Winter in das Haus zu stellen. 

Einen Vorgeschmack auf diese Zeit bieten die Skiorte im Gasteinertal an. Sie laden zum Ende der Skisaison zu einer Party unter dem Motto: „Palmen auf den Almen”, ein. Man versucht mit dem Aufstellen von Kübelpalmen im Freien, die Stimmung von Schnee und Sand, zu vereinen. Tropen und Alpen auf einen Fleck. Es könnte sein, dass der Schnee einmal fehlen wird und die Palmen von selbst wachsen werden, dann braucht es um die Palmen Kunstschnee. 

Der Zeit voraus. 

 

SCHNEE:ade

Samstag, 28. Februar 2009

Viele Menschen fürchten sich vor den Folgen des Winters. Die ergiebigen Schneefälle sind eine Belastung für die Dächer und in den alpinen Tälern hat die Lawinengefahr zugenommen. Manche Orte oder Talschaften sind durch die Schneefälle der letzten Tage unerreichbar. In der Stromversorgung kommt es zu Ausfällen durch unterbrochene Stromleitungen, verursacht von umgestürzten Bäumen. Für die Autofahrer sind manche Wintereinbrüche Chaostage, und nicht immer bleibt die Fahrt unfallfrei. Betrachtet man in unseren Breiten den Winter, den Schneefall, die Minustemperaturen als ein Muss, so kann man dies bei einer Fahrt nach Venedig auch anders erleben. Schon vor Undine gibt es im Tal keinen Schnee mehr und Ende Februar sind hier die Äcker und Wiesen grün. Bis hier her reicht der starke Arm des Winters nicht, seine Kraft wurde schon vorher gebrochen. In Venedig sind die Tische vor den Pizzerias gedeckt, und viele sitzen bei Sonnenschein im Freien. Hier genießen die Menschen das Leben auch ohne Schnee.

 

Ein Gleichnis auf das menschliche Leben. Oft glaubt man, dass man sich dem Einfluss, der Macht, eines anderen Menschen nicht entziehen kann. Man nimmt seine Ausbrüche, die Unbilden als gegeben hin. Vielfach braucht es nur einen Ortswechsel oder einen Blickwechsel und man erkennt, dass es auch ohne die Unbilden geht. Man muss nicht alles als gegeben hinnehmen.

 

Lebensgenuss.

ZWISCHEN:hoch

Freitag, 30. Januar 2009

Viele freuen sich darüber, dass nach einer Woche trübem Wetter und tageweisen Schneefällen in Südkärnten ein Zwischenhoch herrscht. Jetzt sollte man sich überlegen, wie man diese Tage nützen will, um etwas vom lang ersehnten Sonnenschein zu genießen. Der Neuschnee verstärkt die Strahlkraft der Sonne und wirkt auf die Stimmung. So kommt es auch beim persönlichen Empfinden zu einem Zwischenhoch. Übt man eine Wintersportart aus, dann hat man den doppelten Effekt. Beim Langlaufen sehe ich, dass sich der Ast einer Staude aus dem Schnee löst und in seine ursprüngliche Position zurückkehrt, wie die Elstern viele Kurven fliegen, um die Sonne zu genießen. 

Die Witterung lässt sich einigermaßen vorhersagen, beim Wetter wechseln sich Tiefs und Hochs ab, manchmal gibt es zwischen den Tiefs ein Zwischenhoch. Von der Volkswirtschaft erfährt man zurzeit von keinem Zwischenhoch. Beim Wetter ist es möglich eine einigermaßen genaue Prognose, zu erstellen. Zur Entwicklung der Wirtschaft können selbst die Wirtschaftsforscher keine genaue Prognose abgeben. Auch die Wirtschaftsaussichten beeinflussen das menschliche Gemüt. Von einem Hoch und sei es nur ein Zwischenhoch ist nirgendwo die Rede. 

Tiefdruckgebiet.

WINTER : 2008

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Nach der Ankündigung in den Nachrichten, dass in den nächsten Tagen in Südkärnten ergiebige Schneefälle zu erwarten sind, äußern manche Kunden die Befürchtung, dass die Schneefälle das Ausmaß wie im Film „The Day After Tomorrow“ erreichen könnten. In diesem Katastrophenfilm kam es nach einem Temperatursturz im Atlantischen Ozean zu einer riesigen Flutwelle und die nördliche Halbkugel versank innerhalb weniger Wochen unter einer Hundertmeter dicken Schneedecke. Alles vereiste bei antarktischen Minusgraden innerhalb von Tagen. Der Klimatologe Jack Hall, welcher die westlichen Regierungen vor dieser Klimakatastrophe gewarnt hatte, begibt sich auf den Weg nach New York um seinen Sohn Sam aus den Schneemassen zu retten. Viele sahen in dem Film die Wettervorhersage für den Winter 2008.

 

Bitte einen Eislutscher.

WINTA:weihnocht

Mittwoch, 12. November 2008

WINTA 

Im Winta erstorrt dos

Lebn in da Natur,

iba olls legt sich a Schicht

Schnea, de Bachlan

und Teich san zuagfron.

A ban Mensch konns

Winta wearn,

dos Gmiat konn zuagfriern,

iba de Gedonkn legt sich a Nebl.

Dafir muaß es draussn

nit kolt sein,

mon muaß nit olt sein… 

 

WEIHNOCHT  

In da Weihnochtszeit is es

Brauch in de Rorate zan geahn,

des Bochn vom Kletznbroat

und da Bsuch vom Nikolo

und Krampus.

Es kemman de Klöckla,

da Gong zua da Christmettn

und de Kinda geahn Schappn.

A neicha Brauch is

dos Suachn nochn Sinn

von de Weihnochtn…

KITZ:bühel

Montag, 21. Januar 2008
Eine Stunde bevor die Herrenabfahrt in Kitzbühel gestartet wird fällt auf, dass kaum noch Herrn beim Schwimmen im Thermalbad sind. Um halb zwölf verlässt auch der letzte Herr das Schwimmbad, zurück bleiben einige Damen. In Kitzbühel haben sich am Samstagvormittag die Fans im Zielraum eingefunden und um die Mittagszeit ist auch die Ehrentribüne besetzt. Die Abfahrt gleicht einem Staatsakt, so zahlreich sind die Spitzenfunktionäre  der Bundesregierung auf der Tribüne vertreten. Auch andere Ikonen des öffentlichen Lebens werden von den Fernsehkameras laufend eingeblendet. Die Fahrt der Rennläufer wird durch den Einsatz von vielen Fernsehkameras in jeder Sekunde übertragen. Auch die Zeiten, jede Hundertste Sekunde Rückstand oder Vorsprung. Ein blauer Farbstreifen in der Skipiste markiert für die Rennläufer die Ideallinie, den präparierten Teil der Piste. Die erste Reihe klatscht Beifall, wenn ein Österreicher eine gute Zeit erreicht, alles zur Ehre und Ruhm des Staates. Beim Reporter macht sich Langeweile breit, wenn ein Läufer mehr als zwei Sekunden hinter dem Führenden zurückliegt. Gefragt sind die spektakulären Momente, wenn jemand gerade noch an der Torstange vorbeischrammt, nur noch auf einem Schi fährt oder einen riskanten Sprung macht. Im Zielraum schüttelt der eine Skiläufer den Kopf, der andere wirbelt den Schi durch die Luft, ein anderer beißt die Zähne zusammen oder reißt die Arme in die Höhe. Je mehr Läufer herunten sind, umso lichter wird die Ehrentribüne, die  Prominenz ist auf dem Weg zum nächsten Event. Der große Beifall gehört den ersten Drei, den Siegern.
 
Nicht alle erreichen bei der Herrenabfahrt in Kitzbühel das Ziel. Einige kommen  zu Sturz, die meisten Stürze verlaufen harmlos, wobei das Aufprallen in den Auffangnetze mit einer Stundengeschwindigkeit von über 120 Kilometer für jeden Körper eine Herausforderung darstellt. Ein normaler Schifahrer würde einen solchen Sturz und Aufprall nur mit schweren Verletzungen überleben. Für Stürze gibt es als Kommentar ein Wupp und Hops, bei den Empfindlichen einen Stich in der Magengrube. Ruhig durchatmen ist die Devise, während sich Helfer dem Unfallopfer nähern und man gespannt auf die ersten Bewegungen des gestürzten Rennläufers wartet.
 Ruhig durchatmen sagt der Primar zum Patienten, während die Stationsschwester die frische Operationswunde spült und die Blutungen nicht enden wollen.
 
Zurück in den Operationssaal.      
21.1.08 08:34
 
 

 2 Kommentar(e)    

Gerhard
Wir als Kinder hatten diverse Abfahrtspisten, eine sinnigerweise “Mariahilf” genannt.
Damals gab es Schnee in Hülle und Fülle und dementsprechend diverse Möglichkeiten, sich auszutoben.
Heute pinselt der Regen im Winter permanent vom Himmel herunter und Schnee ist Fehlanzeige.

schlagloch
Hallo Gerhard!
Bei einer Schipiste mit dem Namen “Mariahilf ” konnte nichts passieren. Gut geeignet für Anfänger und Raser.
Gruss schlagloch.
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