Über schlagloch

Er hat es sich zur Aufgabe gemacht mehrmals die Woche eine kleine Studie zu verfassen und teilt dies per Weblog „schlagloch“ einer stetig wachsenden Internetgemeinde mit. Einzelne Leser treten auf der Internetplattform mit ihm auch in eine Diskussion über das Geschriebene ein. Vom Deutschen Literaturarchiv Marbach werden ausgewählte Online-Publikationen, so auch das Blog „schlagloch“ auf der Plattform Literatur-im-Netz langzeitarchiviert. Einige „Schlaglöcher„ hat er materialisiert und zu Büchern gemacht: Zeitenwandel (2009); Die Beobachtungen (2011); Bruchstellen (2015).

END . ZEIT

Oft  spricht man vom Ende der Zeiten, vom Endzeitalter. Viele glaubten zur Jahrtausendwende, dass dies das Ende der Menschheit sein werde oder ihr Ende einläuten werde. Ein Ende der Sehnsucht scheint sich abzuzeichnen. Wo sind die Zeiten, dass man nach jemandem Sehnsucht hatte, dass man eine Woche gewartet hat um jemandem zu sprechen. Vor lauter Sehnsucht gestorben ist oder sich gefreut hat jemandem am Abend wiederzusehen. Heute greift man bei der nächsten Gelegenheit zum Handy und telefoniert, und die Sehnsucht wird kleiner. Das Handy hat im wahrstem Sinne des Wortes das Ende der Sehnsucht eingeläutet. Wenn man täglich Schokolade isst, dann kann man sich auf keine Tafel Schokolade mehr freuen. Die Vorfreude kann sich nicht aufbauen. So zerstört das Handy die Sehnsucht am Wiedersehen.
 
Im Endzeitalter.      
 

 Kommentar(e)     

Gerhard (5.10.07 22:23)
Interessant, diese Beobachtung.
Aber: Schon bei den alten Griechen und natürlich auch danach gab es Beschwerden über die jeweils neue Generation: Zu genußsüchtig, zu oberflächlich etc. Folglich wiederholt sich diese Bewertung alle 20 Jahre und die Leute heutzutage müssten super-super-oberflächlich sein.Lieber Schlagloch: Ich frage mich dennoch, ob diese Beobachtung von Dir „stimmt“?!. Der heutigen Zeit sagt man nach, daß sie neben der Genußsucht Verfallenen auch aufmerksamere Menschen hervorbringe. Menschen, die zunehmend spirituell unterwegs snd und sich ums Allgemeinwohl kümmern. In irgendeiner Zeitschrift las ich sogar, daß die Zahl der ums Gemeinwohl bekümmerten und tätigen Menschen eigentlich schon die kritische Masse überschritten hätte. Folglich müsste es nur so regnen an Leuten, die sich im Kleinen und Großen um das Wohl der Menschheit kümmern.

Die Welt ist anders geworden: Früher schrieb man sich Briefe und unterlag vielleicht Täuschungen oder Illusionen. Heute kann man das durch direkten Kontakt schneller angehen und klären. Für alles gilt: Es gibt ein Für und Wieder.
Und Gefühle wie Sehnsucht oder etwa das Bedürfnis, Mutter zu werden, sterben nie aus. Ohne bestimmte Parameter gibt es kein Menschsein, denke ich.

Längerer Text, sorry.

weichensteller / Website (5.10.07 23:42)
Nach so vielen unfreiwillig mitgehörten Palawern am Handy: Sehnsucht nach Gesprächen von Antliz zu Antliz. Hoffnung, dass sich da manche Dummheit und Ignoranz aufklären würde.
***
Nach der mühsam erduldeten halben Stunde in Geräuschschrott und Massengehetze des modernsten Einkaufszentrums unserer Stadt: Sehnsucht nach Stille. Ich habe seither den ganzen Tag keine Musik mehr gehört.
schlagloch

Hallo Gerhard !

Es stimmt, dass sich die ältere Generation immer über die Lebensweise der jüngeren Generation beschwert . Mir ist heute der Widerstand der Jugend gegen die Älteren zu sanft, die Jungen sind konsumorientiert. Der Bestiz eines Handy ist ein Konsumschaden und die Meinungen sind von den Medien gesteuert.

Wenn auch mehr kommuniziert wird, so ist vieles nichtssagend. Im Internet ist tarnen und täuschen angesagt. Die meisten erwarten sich vom Partner Idoleigenschaften.

Gruss schlagloch.


Gerhard (8.10.07 13:41)
Hallo Schlagloch!
Es müsste wohl eine Untersuchung herhalten, wie es wirklich um die Jugend bestellt ist. Mir scheint, daß so manche den Konsumwahn nicht mitmachen, aber vielleicht sind sie kaum sichtbar?!
Merkwürdigerweise bin ich auch in den letzten Jahren auf den Konsumzug aufgestiegen, sicherlich auch Du. Und wir beide wurden zu einer Zeit groß, in der solche Sachen wie Konsum, Medien etc verpönt waren. Da galten „echte“ Werte etwas. Doch diese Werte wurden damals auch relativ unkritisch übernommen (Flower-Power-Zeit?!) und nicht sonderlich tief hinterfragt. Man verhielt sich halt auf bestimmte Weise und hielt die für „cool“. „Cool“ verwendete man da nicht, gabs noch nicht, aber die richtige Metapher fällt mir jetzt auch nicht mehr ein.

BALKAN . GRILL

 „Balkan Grill“ seit 1950, steht auf einer Werbetafel. Der Balkan hat Tradition in der Salzburger Getreidegasse. Überall viele Menschen, Nonnen, Japanerinnen, Neger, Amerikaner. In der Mitte der Getreidegasse steht ein Mann mit einer Reklametafel für eine Pizzeria in der Sonne, wie am Pranger. Tausend Blicke richten sich beim Vorübergehen auf ihn, einen Aussätzigen. Während des Sitzen vor dem Mozartladen, gegenüber von Mozarts Geburtshaus, kann man die korpulenten Senioren beim BicMäc essen beobachten. In der einen Hand eine Tüte von McDonald, in der Anderen eine Tüte mit Ansichtskarten. In den Schaufenstern liegen Schnapsflaschen, Schirme, TShirt, Bleistifte, Blocks, alles verziert mit einem lächelnden Mozart und Mozartkugeln. Es gibt CDs mit Musik von Mozart, wer hört ihm zu. Der Platz vor dem Mozarthaus wird nie leer, immer wieder strömen Leute nach, der Mozartmenschenfluß, ein Drittel sind Japaner. Die Herbstsonne scheint, die Luft ist mild, es ist Touristenluft keine Altstadtluft. In Salzburg trägt Libro Mozartkugeln. Vor mir hängt ein Plakat von der Olympiabewerbung, ganz Österreich ist im Olympiafieber. Ein künstlich erzeugtes Fieber, wer wird es wieder löschen. In einem Buchladen kaufe ich Tractus Logicus von Ludwig Wittgenstein. Der Verkäufer entschuldigt sich, dass nur ein Buch lagernd ist, ohne Schaudern kassiert er. Die Nonnen lassen in Gottvertrauen ihre Rucksäcke offen, der letzte Schrei ist die Reisetasche für den Stadtbummel. Ein Taschenstand zwischen Pralinenshop, Nordsee, McDonalds und einem alten Gasthof. Alle Videokameras sind auf Mozarts Geburtshaus und die Frau mit dem Kinderwagen gerichtet. Fotoapparate sieht man selten. Mit der Landesfahne in der Hand scharrt eine Reiseleiterin ihre Schäfchen um sich. 
Vor dem Cafe Tomaselli und dem Cafe Fürst findet der Rupertimarkt statt. Im Cafe blättern die Damen in einer Illustrierten und verwöhnen ihren Hund. Mit Nostalgieberufen wie Hutmacher, Töpfer, Buchbinder und Schauhandwerker wie Schneider, Fleischer und Bierbrauer versucht man die Menschen anzuziehen. Inmitten der Menge viele Rollstuhlfahrer, ein Fest für die Augen, wenn die Füße nicht mehr tragen. Vor dem Salzburger Dom dreht sich das Karussell des Vergnügungsparks Gottes, daneben der Kinderspielplatz. Drei japanische Reisegruppen und noch mehr Leute. Der Vergnügungspark und die Bierzelte reichen bis zum Festungsfelsen. Hier steht ein Drehorgelspieler mit einem Affen auf der Schulter und daneben ein Marionettentheater, zwanzig Schilling Eintritt. Im Dom sind Geldsammler mit Büchsen unterwegs, alles wird zur Unterhaltung. Wo sind die Asketen und Mönche, die mit dem Rummel aufräumen. Alles steht unter der Schirmherrschaft vom heiligen Rupertus, vom Brezel  bis zum Bier. Auf einem Tisch steht ein Mann mit gegrätschten Beinen und zeigt allen die vorbeikommen den Vogel. 
Aus dem Tagebuch, 3.10.1997 
 

Kommentar(e)     

Gerhard (2.10.07 18:52)
Man fragt sich bei manchen Altstädten, ob sie noch eine weitere Funktion haben als Touristenhochburgen zu sein.
Wohnen in einer solchen Altstadt wirklich noch Menschen oder wohnen sie nur dort, weil sie am nächsten Morgen aufmachen müssen?
Das ist manchmal die Frage.
weichensteller / Website (4.10.07 00:31)
Bei Balkan stell ich mir wirklich was anderes vor als die Salzburger Altstadt: wenns wenigstens Graz wär, Italien jederzeit, und überhaupt alles nach dem Neusiedlersee.
Balkan ist übrigens eine Lebensweise. Die gibts natürlich auch in Österreich….
Windrider (5.10.07 11:08)
Aber natürlich gibt’s den Balkan auch in Salzburg. Das durfte ich unlängst selbst wieder feststellen, schließlich waren wir in Fuschl am Fuschlsee in Urlaub und von da ist es ja nur ein Katzensprung bis Salzburg. Aufgefallen ist mir allerdings auch die schiere Masse an Japanern und von fast jedem dritten Japaner wurden wir nach dem Mozarthaus gefragt. Daraus ließe sich folgendes schließen: a) die Japaner waren trotz Stadtplan überaus verwirrt und wegen der vielen anderen Japaner nicht in der Lage das Mozarthaus zu finden !?? b) wir sahen aus wie „Einheimische“??! Vielleicht weil wir keinen Fotoapparat dabei hatten ;-))…?
lieben Gruß Windrider

schlagloch /
Hallo Windrider!
Deine Eindrücke von Salzburg sind taufrisch. Wahrscheinlich stehen vor dem Mozarthaus solche Massen von Japanern, dass die hinteren Reihen das Mozarthaus nicht mehr sehen können. Da erkundigt man sich bei „Einheimischen“, sprich Bayern,
nach dem Weg.
Gruss schlagloch.

ZU . FUSS

Die Zeit, wo das Baby sprechen und laufen lernt, gehört zu den interessanten Abschnitten der Kindheit. Man kann verfolgen wie sich unverständliche Laute zu Wörter formen. Irgendwo findet  das Baby eine Möglichkeit zum Anhalten und kann stehen. Das Baby versucht ein paar Schritte zu gehen. Dabei strahlt das ganze Gesicht. So beginnen die ersten eigenen Schritte, auch wenn man wieder hinfällt. Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, die Entdeckerfreude ist geweckt. Mit dem Schuleintritt kommt das Ende vom Gehen, man nimmt am öffentlichen Verkehrssystem teil. Heute werden die Kinder mit dem Schulbus zur Schule befördert.
 
Zu meiner Schulzeit gab es für Volksschüler keinen Schulbus, wir gingen bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit fünf Kilometer zu Fuß. Dabei spielten Hitze, Neuschnee oder Regen keine Rolle. Vieles habe ich nicht in der Schule gelernt, sondern auf dem Weg zu und von der Schule. Ich habe am Schulweg gelernt die Umgebung, die Pflanzen, die Tiere und die Menschen zu beobachten. Ohne die Schule des Sehen wären keine Blogeinträge möglich. Dies war mein Selbstunterricht. Später hat das Radfahren das Gehen ersetzt. Mit dem Fahrrad erreicht man eine höhere Geschwindigkeit und der Erlebnisradius wird größer.
 
In Aspach habe ich das Gehen, das Wandern wiederentdeckt und dabei festgestellt, wie weit man mit Ausdauer zu Fuß kommen kann. Das Gehen ist entspannend und es gibt viel zu beobachten, die Kindheit kommt zurück.
 
Zurück in die Kindheit.     
 

Kommentar(e)     

Mo / Website (29.9.07 21:52)
Ein, wie so oft, sehr eindrücklicher Beitrag, lieber Schlagloch.

Ich erinnere mich an die Zeit mit 16, 17 Jahren, als mein größter Wunsch war, nicht mehr gehen zu müssen, sondern mit dem Auto fahren zu können.
Heute stelle ich fest, dass ich viel von dem Vertrauen in meine Beine verloren habe und die Angst, dass sie mich nicht tragen werden, mich begleitet.

Wie schön wäre es, wenn wir auch als Erwachsene so unbefangen loslaufen und neue Wege beschreiten könnten, ohne Angst, hinzufallen und mit „Aufsteh-Automatik“, mit der Kinder immer wieder unbeeindruckt einen neuen Gehversuch starten…..

Gehe gut durch die nächsten Tage…..
Liebe Grüße
Mo

schlafmuetze / Website (29.9.07 22:31)
Hallo Schlagloch ..
Für uns gabs auch keinen Schulbus. Manchmal, im Winter, mußten wir uns auf halber Strecke entscheiden, ob wir das Rad stehen lassen und zurück gehen oder weiter zur Schule.
Unser Vater war ziemlich humorlos bei unseren Ausreden 😉 Wenn wir großes Glück hatten, wurden wir mit dem Traktor zur Schule gebracht.
Wir haben unsere Jugend noch draußen verbracht und nicht vor dem Fernseher, das war ein einziges Abenteuer.
Einen schönen Sonntag 😉
Gerhard (30.9.07 00:40)
Ein guter Freund hat mir eine Story erzählt, die ich schon längst vergessen hatte: In unserer Kindheit gab es das Angebot, bei meiner Tante Früchte aus ihrem Garten zu naschen. Mein Bruder und ich besassen zwei kleine Fahrräder, mein Freund besaß ein solches nicht. Aber es war noch ein Tretroller da. Mit diesem Tretroller und den zwei kleinen Fahrrädern ging es die 18 km zu meiner Tante der Bundestrasse entlang. So was machte man damals für Kirschen oder Erdbeeren. Ob die Beine hinterher ausgeleiert waren von dem vielen Treten des Rollers, das war egal.

Ungeheuer und schon längst nicht mehr wahr ?!

schlagloch
Hallo Mo,
danke für die guten Wünsche. Wahrscheinlich wünschen sich viele Erwachsene, dass sie noch einmal so unbeschwert loslaufen und neue Wege beschreiten können wie als Kind. Manchmal muss man Einschränkungen in Kauf nehmen und mit den neuen Gegebenheiten leben lernen.

Radfahren ist ein gutes Beintraining. Bei dieser Sportart kann man die Fortschritte nach wenigen Wochen in den Beinen spüren, egal ob am Heimfahrrad oder am Radfahrweg.

Gruss schlagloch.

schlagloch
Hallo Schlafmütze!
Es war ein schöner Sonntag, zum Abschalten und Ausspannen. Beim Kirchgang schönes und warmes Wetter und eine etwas unkonventionelle Meßfeier. Wenn mein Bericht von dieser Meßfeier im Gästebuch der Pfarre Völkendorf online ist, setze ich einen Link.

Gruss schlagloch.


schlagloch
Hallo Gerhard!
Heute würde niemand mehr für ein paar Kirschen achtzehn Kilometer weit radeln oder mit dem Tretroller fahren. Zum Stichwort „Kirschen“ fällt mir eine Episode ein.

Am Bauernhof hatten wir einige Kirschbäume und die Kirschen versuchten wir in der nächstgelegenen Stadt, die fünfzehn Kilometer entfernt lag, zu verkaufen. Wir hatten weder Auto noch Traktor, sondern ein Pferd und eine Kutsche. Früh am Morgen wurden die Kirschen auf die Kutsche verladen und die Mutter und ich, fuhren mit dem Pferd nach Spittal/Dr. In der Barackensiedlung, die am Stadtrand gelegen war, versuchten wir die Kirschen zu verkaufen. Bis Mittag war die Kutsche meistens leer.

Gruss schlagloch.

OPFER . LICHT

In der Öffentlichkeit ist kaum bekannt, dass es in den Unternehmen eine Fülle von Verordnungen für die Unfallverhütung gibt.  Erzeugerbetriebe müssen ein vielfaches von Verordnungen berücksichtigen, als etwa Handelsbetriebe. Wer glaubt, dass alle Vorschriften erfüllt sind, wird beim Besuch eines Sicherheitsbeauftragten etwas anderes erleben. Für die Abfassung eines Protokoll genügt es, dass ein Aufkleber für den Medikamentenkoffer erneuert werden muss. Daher ist es keine Überraschung, dass in der St. Georgs Kirche am Faakersee am Altar ein Hinweisschild für den Feuerlöscher angebracht ist. Hängt dies damit zusammen, dass in der Kirche immer sehr viele Opferlichter von den Besuchern angezündet werden?
 
Welche der Kerzen wegen einer Bitte an Gott angezündet wurde oder als Dank an Gott angezündet wurde, kann man nicht unterscheiden. Das Verhältnis dürfte bei den Gotteskindern ähnlich sein wie bei den Menschenkindern in der Familie. Zweidrittel der Äußerungen der Kinder sind Forderungen an die Eltern und ein Drittel sind Worte des Dankes.
 
Von Gottes- und Menschenkindern. 
 

Kommentar(e)     

weichensteller / Website (26.9.07 20:49)
Ich fände einen Pfeil zum Feuer in der Kirche wichtiger als den zum Löschen!
Warum nicht am Altar
(was ist der Altar sonst….)
Gerhard (27.9.07 09:23)
Das Opferlicht sagt deutlich „Ich will etwas!“ Derjenige, der deutlich zum Ausdruck bringt, daß er etwas will, bekommt es eher als einer, der das nicht zum Ausdruck bringt.
So haben wir es gelernt.
weichensteller / Website (27.9.07 14:56)
Das Opferlicht zeigt eine PRÄSENZ an! 1. Desjenigen, der es für ein Anliegen anzündet, aber, wenn er weg ist, für das Anliegen selbst.
Und dann 2. desjenigen, an den sich das Anliegen richtet, der es hört und erhört.
Also eine doppelte Präsenz.
Und das flackernde Licht steht gerade für die Verbindung der beiden, für ihren Austausch.

Das sind stumme Verweiszeichen, die sich seit Jahrhunderten herausgebildet haben und nach wie vor stillschweigend verstanden werden.

schlagloch
Hallo Weichensteller!
Der Stelle „Der es hört und erhört“, werden viele nicht zustimmen. Dazu gibt es viele Textstellen, angefangen in der Bibel, in Gedichten, in Briefen aus der Verfolgung, in Tagebuchaufzeichnungen bis zu Blogeinträgen.

Das flackernde Licht ist eine brüchige Verbindung, dass jederzeit abbrechen und verlöschen kann.
Gruss schlagloch.

Gerhard (27.9.07 22:24)
Meine Oma ging zweimal am Tag in die Kirche – sehr früh, schon so um 6 und abends – ob es stürmte oder schneite, es war egal.

Wahrscheinlich bat sie um die Kraft weitermachen zu können.

Es wurde ihr gewährt.


weichensteller / Website (27.9.07 22:40)
Das Flackern des Lichts ist kein Monitor oder Oszillograph, der die Verbindung DOKUMENTIERT, sondern nur ein ZEICHEN.
Die Flamme zeigt: hier ist Präsenz, nämlich Präsenz einer Beziehung. Beziehung ist natürlich etwas, das sich immerfort neu ereignet, immer anders, wie das Flackern. Beziehung ist keine Leuchtdiode: von hier bis dort, so lange, dieser Effekt. Bei menschlichen Beziehungen ist das schon so, erst recht in der Gottesbeziehung.