BE:sucher

Das Judendorfer Feld war Weideland für die Hirten mit ihren Schafherden. Jetzt ist es eine wohlgeordnete  Fläche mit  Wohnhäusern und Wohnblocks, Strassen und Gehwegen, Gasthäusern und Supermarkt,  Volks- und Hauptschule, Kirche und Kultursaal. Die Beweglichkeit der Hirten ist heute das mobile Leben der Stadtbewohner, als Benützer des Kreisverkehrs.

Läutet es an der Wohnungstür und die Besucher haben sich nicht über die Sprechanlage am Hauseingang angemeldet, kann es verstören. Man weis nicht, was einem erwartet, wenn man die Tür öffnet. Es könnte eine Schlammlawine in die Wohnung hereinbrechen, das Leben verändern, die Stabilität des Lebens gefährden. Wer zur Unruhe aufruft, ruft zur Vernachlässigung von Riten und Ritualen auf. Viele Lebensablaufe sind ohne Rituale nicht vorstellbar. Wir führen ein aufgeräumtes Leben und haben eine aufgeräumte Wohnung, es könnte sein, dass ein Termin abgesagt wird.

Besuch von wem.  

BE:kannt

Zu den Herausforderungen für den Menschen zählt das Kennen lernen von anderen Menschen. Es hält den Geist flexibel und geschmeidig. Andere Menschen kennen lernen kann man in verschiedenen Situationen. Viele Möglichkeiten gibt es im Dienstleistungsbereich, also geschäftlicher Natur. Auch hier gibt es verschiedene Intensität beim Kennen lernen. Bei bestimmten Berufen, gehört dies zum Arbeitsalltag, ein oberflächliches kennen lernen für einen Servier- oder Kassiervorgang. Intensiver wird das Bekanntschaftsverhältnis, bei einer schulischen oder beruflichen Ausbildung. In einem Betrieb bei der Zusammenarbeit mit KollegInnen, mit Auftragebern oder Lieferanten.
 
Die angenehme Art andere Menschen kennen zu lernen besteht bei einem Sportverein, einer Dorfgemeinschaft. Hier ist das Verbindende das gemeinsame Hobby. Auch bei einer Kulturreise oder Studienwoche kann man sich für eine kurze Zeit mit anderen Menschen einlassen. Man  muss Zuhören können, Interesse zeigen, sich mit der Gedankenwelt des Gegenüber vertraut machen.  Es ist unmöglich jemand anderen kennen zu lernen, wenn man nicht bereit ist, auch von sich etwas zu erzählen.
 
Der Internetsurfer. 

(K)EIN:winter

Nach der Ankündigung in den Nachrichten, dass in den nächsten Tagen ergiebige Schneefälle zu erwarten sind äußern manche Kunden die Befürchtung, dass die Schneefälle das Ausmaß wie im Film „The Day After Tomorrow“ erreichen könnten. In diesem Katastrophenfilm kam es nach einem Temperatursturz im Atlantischen Ozean zu einer riesigen Flutwelle und die nördliche Halbkugel versank innerhalb weniger Wochen unter einer Hundertmeter dicken Schneedecke. Alles vereiste bei antarktischen Minusgraden innerhalb von Tagen. Der Klimatologe Jack Hall, welcher die westlichen Regierungen vor dieser Klimakatastrophe gewarnt hatte, begibt sich auf den Weg nach New York um seinen Sohn Sam aus den Schneemassen zu retten. Viele sahen in dem Film die Wettervorhersage für den Winter 2008.
 
Bitte einen Eislutscher.

SELBST:diagnose

Die meisten Tageszeitungen haben einmal in der Woche eine Gesundheitsbeilage, mit Ratschlägen für Jedermann und Jederfrau. Es werden Symptome beschrieben,  die jeder an sich vergleichen kann. Dazu folgt eine Empfehlung wie man diese Krankheitsanzeichen mit Hausmittel behandeln kann oder ob es notwendig ist, einen Arzt aufzusuchen. Die Schwierigkeit für einen Laien liegt darin, die beschriebenen Symptome richtig zu deuten. Es hängt meistens von der Persönlichkeitsstruktur des Einzelnen ab, ob er seinen Symptomen viel Aufmerksamkeit schenkt oder wenig.  Medizinstudenten  kämpfen damit, dass sie Symptome am eigenen Körpers als Krankheitsbilder aus den Lehrbüchern wahrnehmen, meistens solche der schlimmsten Art.  Deshalb lehnen es viele Ärzte ab, sich selbst eine Diagnose zu stellen und suchen lieber einen Kollegen auf.
 
Nach einem Wochenende kommt eine größere Anzahl von Menschen in die Ambulanz des Krankenhauses und klagt  über die Symptome aus der Gesundheitsbeilage. In der Regel können sie von den Ärzten beruhigt werden. Diejenigen, wo es wirklich zutrifft, vermeiden es zum Arzt zu gehen.
 
Der Menschenfeind.
11.3.08 14:11
 
 

 2 Kommentar(e)     

Isabella / Website
Hallo schlagloch,
… je mehr man über Krankheiten weiß, desto „empfindlicher“ wird man …
Diese Überlegung stimmt tatsächlich. Aber lieber einmal zu oft zu einer Untersuchung gehen als einmal zu wenig. Hier spreche ich aus eigener Erfahrung. Ich bin ein Arztmuffel, obwohl ich soviel Information aus div. Quellen zur Verfügung habe oder hätte und hellhöriger sein müsste.
LG Isabella.
schlagloch / Hallo Isabella !

Es ist oft so, dass, wenn man sich zu einem Arzt anmelden will feststellt, dass man keine Zeit hat, außer man muß.

Gruss schlagloch.