KUH . GLOCKEN

Die Ebereschen in der Oberschütt haben keine Früchte mehr, im heißen Sommer sind sie verdorrt.  Die Äste sind kahl, als wäre es bereits Winter. Der Föhn fällt vom Dobratsch, fegt die Blätter von der Straße und schiebt die Regenwolken vor die Sonne, bald ist Endzeit. Drei Atemzüge ist es still, dann bricht der Sturm los, wirbelt die Plastiksäcke und Papierschachteln durch die Luft und bringt die Kirchenglocken zum Klingen. Der Wind braust um das gelbe Haus. Die Frau mit den Krücken verlässt den Friedhof und weint. Die Pferde auf der Weide wiehern, warum. Im Stall scharren die Kühe mit den Füßen, zerren an den Ketten und niemand kommt. Eine nasse Katze läuft die Strasse entlang, man weiß nicht wohin. Auf der Bank bleibt ein Mann im Regen sitzen, man sieht nicht wie lange. Niemand hat ihn eingeladen, es genügt ihm ein Stück Brot. Seinen Kopf durchzuckt ein Blitz, seine Gedanken sind tot. Es läuten die Kuhglocken.
 
Das Wasser kommt.       
 

 Kommentar(e)     


Gerhard (8.9.07 00:16)
Hallo Schlagloch,
Du könntest auch Filmemacher sein. Kunst-kurz-filme über das Sein.

Gruß
Gerhard

KLANIG . KEIT

Plattdeutsch – Kärntnerisch Das Mundargedicht „Klanigkeit“ wurde vom Kärntnerischen ins Plattdeutsche übersetzt, von Schätzelchens Tante El-Fidi S. ( schlafmütze )

 

Kleenigkeit
Up de Bundesstroot sind
de Lüü an´t Gemischworngeschäft
vorbi, in´t Inkoopcenter
no Statt föört.
Immer weniger sind stohnblewen.
At dat Gemischworngeschäft
wegen to wenig Kundschaft
dich mok het,
hebt de Lüü klogt, wie
möt wegen jede Kleenigkeit
in´ne Statt föhrn…

Aus „An schean Tog“ von Franz S.
übersetzt ins Plattdeutsche von El-Fidi S. 😉

 

Klanigkeit
Auf da Bundesstrossn san
De Leit om Gmischtwoarngschäft
Vurbei zua de Einkaufscenta
In de Stodt gfohrn.
Imma weniga san steahnblibn.
Wias Gmischtwoarngschäft
Wegn zwenig Kundschoft
Zuagsperrt hot, hom
De Leit geklogt, mir
Miassn wegn jeda Klanigkeit
In de Stodt fohrn…..

Aus “ An schean Tog“ von
Franz S.

 

 

Kommentar(e)     

schlafmuetze / Website (3.9.07 17:17)
Fein !!!
Möchtest du die anderen drei übersetzten Gedichte auch haben? Es sind:Sperrmüll, Döörpplatz und Öbern Winter.
Dann mail mir kurz eine Nachricht.
Meine Mailadresse veröffenliche ich, bis du dich darüber gemeldet hast, kurzzeitig in meinem Blog 😉
Du darfst über die übersetzten Gedichte nach Gutdünken verfügen.
Elfriede (El-Fidi genannt) hat sie direkt übersetzt. Sie ist mit Plattdeutsch aufgewachsen (71 Jahre alt) . Sie erzählte allerdings, das sie bei einigen kärntnerischen Worten lange über deren Bedeutung nachdenken mußte 😉
Ganz liebe Grüße  

Gerhard (3.9.07 22:53)
Hallo Schlagloch!Wieviele Varianten gibt es denn eigentlich Kärntnerisch? Ich denke doch, daß so mancher Kärntner sagen würde: „So kenn‘ ich mein Kärntnerisch nicht!“
Hier in Unterfranken sind oft die Dalekte von Ort zu Ort ziemlich unterschiedlich.
Doa biste manchmoal richtich verlore..

Danke fürs Platt, Schlafmütze!

 

schlagloch
Hallo Gerhard!
In den Tälern von Kärnten (Möll- Gail- Rosen- Drau-Jauntal usw.) werden unterschiedliche Dialekte gesprochen. Meine Mundartgedichte sind in einer verständlichen kärntner Umgangssprache geschrieben, weil mein größtes Augenmerk liegt beim Inhalt der Gedichte. In meinen MundArtGedichten werden zeitbezogene Themen und Probleme aufgegriffen und nicht „alte Zeiten“ und längst bekannte „Stimmungen“ verklärt.Gruss schlagloch.

THESEN ZUR MUNDART (MA)
A) Die MA soll sich gegenwartsbezogener Themen annehmen.
B) Literatur ist sich darstellen.
C) Der Schriftsteller soll die Gesellschaft provozieren.
D) Schreiben bedeutet sich einzumischen.
E) Wichtig ist der Raum zwischen den Zeilen, das Offenlassen von Gedanken.
Der Leser soll einen Freiraum für seine eigenen Gedanken haben.
1.9.84

 

Gerhard (4.9.07 23:36)
Hallo Schlagloch,
das Dichten in Mundart hat was.
Mir gefiel besonders „HOFFNUNG“ und hier die Passagen „übern Sepp sei Ongst“. Ongst ist elementar. Jeder kennt sie. In Mundart klingt das Unvermeidiche, das Archaische, das seit Äonen bekannte der Ongst an. Ongst ist wie Broatesse, Gucke, Schloafe, Lufthole ein menschl. Phänomen – und in den Tälern sowie den Bergen zuhause.
In „Hoffnung“ ist Dir die Beschreibung des „Stoffs“, aus dem wir Menschen sind, recht gut gelungen. 

schlagloch
Hallo Gerhard,
deinem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Ich habe mir erlaubt eine „Kopie“ von deinem Kommentar zum Beitrag mit den Mundartgedichten „Hoffnung“ hinzuzufügen.
Gruss schlagloch. 


schlafmuetze / Website (5.9.07 17:17)
Hallo Schlagloch 😉
Zugegeben .. meine E-mail – Adresse ist etwas versteckt .. aber dennoch da. Ich wollte verhindern, das ich mit Spam ohne Ende zugeschüttet werde.
Deine Addy habe ich mir notiert, du kannst sie hier und bei mir im Blog wieder entfernen.
Liebe Grüße 🙂
In einigen Tagen schicke ich dir die Gedichte … !!

SINN . SUCHE II

Sinn gehört zu den belasteten Wörtern, zu den überlasteten Wörtern, manchmal brechen sie unter der Last ihrer Verwendung zusammen. So erlebt es der Durchschnittsmensch, wenn er nach dem Sinn seines Leben gefragt wird. Zuerst denken wir an die alltäglichen Dinge. Wie viel Sinn finde ich bei meiner Arbeit, in meiner Familie, bei meinen Freunden. Verliert man seinen Arbeitsplatz oder es gibt eine Störung in der  Partnerschaft, dann kann einem der Alltagssinn abhanden kommen. Konsum bringt keinen Sinn, Sinn kann man nicht kaufen. Es wäre wie ein Beruhigungsmittel, man benötigt eine immer größere Dosis. Wie viel Freude, die ursprüngliche Sinneswahrnehmung, macht mir das Leben. Sehe ich einen Sinn darin mich in einer Gemeinschaft sozial zu engagieren, für Werte einzutreten die mir eine  Herzensangelegenheit sind. Ist das Herz bei einer Sache, dann macht es auch Sinn. Auch die Sinnlichkeit  trägt zur Sinnfindung bei. Wie sinnlich bin ich berührt, wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin, wenn ich eine Landschaft entdecke, eine Stadt besichtige, ein Gewitter erlebe oder ein Buch lese. Wenn die Sinnlichkeit im Alltag vorhanden ist, dann ist Platz und Zeit sich auf den transzendentalen Sinn einzulassen, den übergeordneten Sinn. Welchen Sinn macht das Leben, wenn man stirbt und es gibt kein Weiterleben?
 
Der Alltagssinn.
 

Kommentar(e)     

Cold / Website (2.9.07 08:42)
Was man sucht, das findet mach auch, unser Gehirn ist in der Lage alles zu konstruieren, einen Gott ebenso wie einen Sinn. Die Frage ist nur, ob man sich damit nicht selbst betrügt? Muß das Leben Sinn machen? All die relativen Alltagssinne, die ständig zusammenbrechen (müssen), die man dann wieder mit neuen ersetzen muß – was ist das anderes als der Ausdruck des zwanghaften Wunsches nichts sehen zu wollen?
schlagloch
Hallo Cold!
In meiner Blogbeschreibung steht, „Die Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirn“ und du sagst, „Der Sinn ist eine Konstruktion unseres Gehirn“. Von wo haben wir unser Gehirn, die Fähigkeit zu denken?
Gruss schlagloch.
Cold / Website (3.9.07 22:30)
Nun, unser Gehirn bzw. unsere Fähigkeit zu denken hat sich im Laufe der Evolution entwickelt, womit wir jetzt vermutlich bei der Frage wären, warum die Evolution stattgefunden hat? Welchen Sinn sie macht? Auch hier kann ich nur sagen: die Frage nach dem Warum bzw. nach dem Sinn ist völlig falsch. Sie impliziert, daß etwas existiert, was nicht existieren muß.

Viele Grüße,
Cold

Gerhard (3.9.07 23:14)
Cold, liegt Deine Website flach? Was ist das fürn Ding? Dachte zunächst, irgendwo ist ein Entry verborgen, doch meine Sinne reichten nicht aus, hier sinnvoll voranzukommen…
Cold / Website (4.9.07 02:40)
Hallo Gerhard,
tut mir leid, daß ich Dich durch die Angabe meiner Website verwirrt habe. Ich hatte dort früher einmal ein Blog geführt, das ich allerdings (ebenso wie wenige Monate später das öffentliche Blogging generell) nach der Umstellung der Blogging-Software hier aufgegeben habe. Den Link gebe ich einerseits aus nostalgischen Gründen an, andererseits weil es dort ein Kontaktformular gibt, mittels dessen man mir notfalls auch eine private Nachricht zukommen lassen kann.

schlagloch
Hallo Cold!
Ich gehe davon aus, dass wir nur nach Dingen forschen und fragen welche vorhanden sind und anderseits wir nur Dinge finden die im Universum vorhanden sind.
Gruss schlagloch.

Liacht

LIACHT

LIACHT
Mon sogt von Dir
du bist dos Liacht
fir dera Wölt,
es gibt ka Haisl,
ka Stubn, ka Herz,
wo dei Liacht nit
hinkemmat.
In Sepp sei Haisl steaht on
da Schtroßn, do konn
a jeda zuawefoahrn.
Des Stubnfensta is imma
offn, sunst tata on
seine Gedonkn astickn.
Sei Herz schlogt schnöll,
dos es a ondre hearn,
es is finsta in ehrm.
Er wortat auf an
Liachtschtrohl…
 
 
ZUALOSSN
Wonn de Schmerzn im Kreiz
ka gache Bewegung zualossn,
da Schmerz wia a Blitz
in Schädl aufeschiaßt,
do woas i monchmol vur lauta Wut
nit, woas i mochn soll.
I hon a Wut auf de Jungan,
de gsund und schean daherkemman,
i fong mitn liabn Gott zan schimpf on
und frog ehrn, warum grod i so a Leidn hob.
In an Gostgortn siach i an im
Rollstuahl sitzn…
 
 
HOFFNUNG
Mon sogt von Dir
du bist de Zuflucht fir
de Hoffnungslosn,
wear on die glabt,
dessn Leben dei sich aufhelln.
A Ongst vur da Zukunft,
druckt aufn Sepp sei Brust,
er woas nit woher de Ongst kimmt,
si woar anfoch do.
Monchmol weard ehm
gonz  eng, er kriagt
ka Luft,
dos Broat bleibt
ehrm im Hols steckn.
Er hofft, dos er nit
om Broat dastickt…
 

28.8.07 18:44
 
 

14 Kommentar(e)     

Gerhard
ZURLOSSE
es wär uns oalla gholfe
wenn jeda moal offelege würd
woas er so oalles hoat
an Kümmernissa
doa würd ma vielleucht begreifa
doas Schmarze goanz normoal senn
unn schmerzloas geroadezur unnormoal!

Waar will schur unnormoal sei….

schlagloch
Hallo Gerhard!
Dei Kommentar trifft genau den Punkt. Reden wir von den Übervierzigjährigen, dann gibt es kaum jemanden, der ohne körperliche oder seelische Beschwerden ist, ohne private oder berufliche Sorgen. Aber wir leben in einer Hochleistungsgesellschaft und da soll jeder schön, gesund, jung und dynamisch sein. Deswegen haben auch Menschen über fünfzig wenig Chancen im Berufsleben. Wer immer welche Beschwerden hat, wird dies nicht öffentlich kundtun, außer in einem Blog, deshalb sind viele Blogs Krankengeschichten.

Ich war vor einigen Jahren bei der Sommerakademie in Kremsmünster mit dem Thema „Gott, Glück und Gesundheit“. Den humor- und sinnvollen Eröffnungsvortrag hat Prof. Manfred Lütz, Primar und Buchautor, gehalten. Sein Resümee war, es gibt keinen gesunden und fehlerfreien Menschen, außer man wurde noch nie klinisch untersucht. Sein Buch „Lebenslust“ – Wider die Diätsadisten, den Gesundheitswahn und den Fitnesskult- ist unterhaltsame Lektüre und lesenswert. Man soll die Beschwerden oder Sorgen als Freunde oder Freundinnen ansehen, die einen immer wieder einmal besuchen. Auf die Freundschaft.

Gruss schlagloch.

Hallo Schlagloch,

danke für den Hinweis zu Prof. Lütz.

Ich kenne auch den Spruch „Wer keine Schmerzen hat, ist tot.“ – es gibt also keine Alternative! Unn wenns koar annere Mögliechkait geit oals dess akzeptiere dann tun wirr dess hoalt!
Auf die Freundschaft

Gruß
Gerhard

Mo / Website
Hallo, Ihr Zwei,

für einen echten „Potti“ war das „Übersetzen“ eurer Texte eine ganz schöne Aufgabe 😉

Ich kann mich euren Aussagen nur anschließen und stosse mit euch auf die Freundschaft an !

LG
Mo

Gerhard
Hallo Mo,

bring doch mal Deinen Pottdialekt ein..doamitma hörn könne wi des klinge tuat.

Gruß
Gerhard

Mo / Website
Also hömma, lieba Gärhatt,

ich kann mia nich vorstellen, datte auf´n Gelsenkirchener Proll-Barock abfahren tuhs, wo de doch äher ein Ästhät bis. Meine Omma, die konnte noch so richtich westfälisches Platt, abba ich sach Dir, da happ ich schon nix mähr verstanden, ächt ey.
Also lass et bessa bei einigermaßen gepflegtem Hochdeutsch, datt hier tut ja schon geschrieben weh inne Augen und iss nur für die ganz hatten Pottis 😉

Mach et Dir schön am Wochenende 🙂

Liebe Grüße
Mo

schlagloch
Hallo Gerhard & Mo!
Bei meinem Kommentar meinte ich mit dem Satz „Auf die Freundschaft“, dass man die täglichen Beschwerden und Sorgen als Freunde begrüßt und nicht täglich mit ihnen einen Kampf austrägt, dies kostet zusätzliche Energie.

Wenn ich in anderen Blogs lese und kommentiere oder wenn andere in meinem Blog lesen und kommentieren, dass sehe ich diese auch als Freunde. Ein schönes Wochenende liebeR BlogfreundInn.

Gruss schlagloch.

schlagloch
Hallo Mo!
Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast die Gedichte in Kärntner Mundart zu lesen. Meine Mundartgedichte lese ich mit viel Echo im Regionalradio und es gibt auch ein Buch mit Mundartgedichten von mir. Webtauglich ist die Kärntner Mundart nicht.
Gruss schlagloch.
Gerhard
Hallo Schlagloch,
Schmarza unn Ongst ols enga Fränd, doas hobb ich schur moal ghört..
moan soll joa nix bai sich ablehne, oalles ghört zu ähmm, oalles binn ich…schmarza ghörn hoalt zu meunem Zoa dazur…seis drumm

letzter Ausfug ins Unterfränkische, obwohl doas in Unnefroanke sicherlich net jeder verstehe tuat.
Ich finde Mundartgedichte eigentlich schon ästhetisch, die haben ihren eigenen Reiz!
Danke für die Kostprobe, Mo, isch goarnet schlacht!

Schönes We für Euch beide, Potti und Kärntner Junge.

Gerhard

herta / Website
Finde deine kärntnersichen Komentare zwar sehr interressant aber doch etwas schwermütig!
Bist wohl ein sehr nachdenklicher Mensch oder?!Man sollte das Leben einfach genießen und nicht so viel darüber nachdenken!
schlafmuetze / Website
Hallo Ihr 😉 !!
Interessante Dialekte …
Ob das Leben einen Sinn macht, läßt sich wohl nicht ausreichend beantworten. Ich habe mir auch schon oft die Frage gestellt, meist in Zeiten, wo es mir nicht gut ging und ich es als sehr sinnlos empfunden habe.
Antworten habe ich keine gefunden.
Das Leben hat soviele Facetten, bietet so unendlich viele Möglichkeiten und zeigt sich in so unterschiedlicher Weise… wie soll sich daraus ein Sinn ableiten lassen?
Frage ich noch nach dem Sinn ? .. Eher nicht, vielleicht um mir zu bestätigen, das ich selber den Sinn nicht erkennen werde. .. !
Ich lebe einfach, solange es geht. 😉 dennoch nicht gedankenlos.
Einen schönen Sonntag 🙂

Hallo Schlagloch 🙂
Ich habe in meinem Blog eines deiner Gedichte (ins Plattdeutsche übersetzt) veröffentlicht. Ich hoffe, das es deinem Wunsch so entspricht ???
*LG*

schlagloch
Hallo Schlafmütze!
Ich glaube man denkt zweimal über den Sinn des Lebens nach, einmal wenn es einem, wie du schreibst, nicht so gut geht und dann, wenn man älter wird. Viktor Frankl hat gesagt, der Sinn des Lebens ist das, was wir gerade tun.
Gruss schlagloch.
schlafmuetze / Website
Hallo Schlagloch 😉
Mit dem, was Viktor Frankl gesagt hat, kann ich mich durchaus anfreunden.
Liebe Grüße 🙂


Gerhard (4.9.07 23:36)
Hallo Schlagloch,
das Dichten in Mundart hat was.
Mir gefiel besonders „HOFFNUNG“ und hier die Passagen „übern Sepp sei Ongst“. Ongst ist elementar. Jeder kennt sie. In Mundart klingt das Unvermeidiche, das Archaische, das seit Äonen bekannte der Ongst an. Ongst ist wie Broatesse, Gucke, Schloafe, Lufthole ein menschl. Phänomen – und in den Tälern sowie den Bergen zuhause.
In „Hoffnung“ ist Dir die Beschreibung des „Stoffs“, aus dem wir Menschen sind, recht gut gelungen.